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Fr, 2. Nov 2007:

Gesterm also ist mit dem letzten Rennen die Saison zu Ende gegangen. Und heute beginnt bereits die Vorbereitung für die nächste Saison. Ja, so schnell geht das. Diese Zwischenphase, der Übergang, das ist immer eine ganz komische Zeit, für mich jedenfalls. Die Form der letzten Woche noch in den Beinen, aber das Training im Winter bereits im Kopf.

Wie sehr das Online-Zeitalter nun Einzug gehalten hat, wird aus einem Artikel deutlich, den ich in der "Steirerkrone" entdeckt habe:

Internet-Surfen wird das liebste Senioren-Hobby

Computer haben nicht nur die Kinderzimmer längst erobert. Auch Senioren haben die Vorteile von E-Mail und Internet erkannt. Bei einer Umfrage nannten 41 % aller britischen Pensionisten das Surfen im Internet als liebste Freizeitbeschäftigung - noch vor Gärtnern und Spazierengehen.

Traditionelle Hobbys wie Heimwerken, Wandern und Golf hatten bei der neuen Umfrage alle weniger Anhänger als der Computer: 84 % seiner Verwender sind per E-Mail in Kontakt mit Familie und Freunden, 83 % suchen im Internet nach Informationen, 80 % kaufen online ein. Durchschnittlich verbringen ältere Briten 6 Stunden pro Woche vor dem Bildschirm, bei US-Senioren, Kanadiern und Australiern sind es sogar noch mehr.

Ha, jetzt weiß ich auch, wo meine vielen Besucher herkommen! Senioren, alte Säcke, Pensionisten, Frührentner und Opas, schaut alle bei mir rein!!

Das Wintertraining beginnt heute bei 12°, heiterem Himmel und starkem Ostwind, während ich in 1:50´ 56 km abspule (Schnitt 30,5). Naja, fängt ganz gut an. Vom gestrigen Rennen merke ich nichts, will ich nichts merken!

Sa, 3. Nov. 2007:

Weil morgen die erste Ausfahrt mit der Trainingsgruppe ansteht, fahre ich heute noch schnell die Runde ab. Über Gratwein, Peggau, Frohnleiten rauf zur Wende beim Hoaterwirt am Fuße des Rechbergs, dann wieder zurück. 350 Höhenmeter, 15°, leichter N-Wind, Schnitt 29,8, 2:57´ Fahrtzeit, 88 km. Ich bin gut in Form, und es tut gut, diese Kraft und Energie in den Körperzellen zu fühlen.

So, 4. Nov. 2007:

Heute also die erste Trainingsausfahrt, außer dem "Wiesel" ist aber niemand gekommen. Ha, aller Anfang ist schwer, und bis sich die Gruppe gefunden hat, wird es wahrscheinlich schon Frühling geworden sein. Na, mehr Ernsthaftigkeit bitte! Wir fahren zügig, ich fühle mich toll in Form, und nach dem Abstecher zum Hoaterwirt rauf hängen wir noch eine Wendeschleife bis Laufnitzdorf an. So kommen wir auf 89 km in 3:02´ Stunden, Schnitt 29,0. Auf den letzten 12 km verlieren wir noch einiges, denn ich führe zwar wie vom ersten Kilometer weg, aber das gute "Wiesel" ist schonvor Gratkorn eingebrochen - Hungerast! Und die letzten Kilometer schleppt er sich wirklich herzzerreißend an meinem Hinterrad Richtung Zentrum. Insgesamt waren es heute also 100 km. Stolze dreistellige Zahl für den November.

Mo, 5. Nov. 2007: Pimp my HP!

Habe heute einiges an meiner Homepage umgestellt, der Tagebücher sind es schon zu viele gewesen. Jetzt gibt´s für jedes Jahr eines, habe die beiden Halbjahre 2007 zusammengelegt. Nein, kein Text ist verlorengegangen, kein Foto. Alles noch da. Aber jetzt müßt ihr halt für die aktuelleren Berichte den rechten Zeigefinger zu Hilfe nehmen. Da ist nämlich Scrollen angesagt, bis der Krampf in den Würschtelfinger schießt! Heißa, ist das eine Freude!

Training geht weiter, heute aber nur 38 km in 1:14´, Schnitt 30,6, bei stürmischem NW-Wind und 12°.

Di, 6. Nov. 2007

Mit dem Training ist es vorerst vorbei! Ich bin über die Kellerstiege gepurzelt, weil ich beim Stiegensteigen eingeschlafen bin! Nicht lachen, es tut furchtbar weh, der Knöchel ist geschwollen und sieht jetzt wie der Oberschenkel vom Arnie aus. Ich passe in keinen Schuh mehr rein! Auftreten ist sowieso nur unter größten Schmerzen möglich. Gut, dann halt nicht, ich liege im Bett und denke nach, wie blöd ein einzelner Mensch tatsächlich sein kann. Kann denn Dummheit Sünde sein? Na, selbstverständlich!!!

Mi, 7. Nov. 2007:

Große Schmerzen im linken Fuß, kann kaum Autofahren, gehen sowieso nur wie einer, der gerade kackt bzw. schon die Hose voll hat. Ich versuche es vorerst mal mit Pensionisten-Alltag, ich schmiere die nach wie vor unglaublich geschwollene Knöchelpartie mehrmals täglich, also alle paar Stunden, mit Propolis-Balsam ein. Das tut nicht nur gut und wirkt ausgezeichnet, es riecht auch gut und macht die Haut geschmeidig (leider auch die Finger fettig!)

Do, 8. Nov. 2007:

Ich sitze wieder am Rad! Es geht ja doch, wenn man nur will - erstaunlicherweise bin ich am Rad beinahe schmerzfrei. Ich fahre gleich mal 54,5 km in1:50´, das ist ein Schnitt von 29,6, das alles bei 10° und starkem NO-Wind.

So, 11. Nov. 2007:

Zweite Trainingsausfahrt, ich fahre diesmal - leider, ihr Schlappschwänze - alleine los, lese unterwegs aber ein paar Radler auf, die dann doch mitmachen, Harry Maier ist der Prominenteste. Die bergige Schleife führt über Gratkorn, Gratwein, Eisbach und den Weizberg (Auffahrtszeit 7:19), über Stiwoll und St.Oswald (7:31) wieder zurück nach Gratwein und Gratkorn. Das alles mit Start und Ziel beim Shop in der Glacisstraße 19, macht also bei 85,5 km und einer Fahrtzeit von 3:02´ einen Schnitt von 28,2, 450 Höhenmeter kommen auch dazu. Es waren die ersten Anstiege seit meiner Knöchelverletzung, gemerkt habe ich davon eigentlich nichts mehr, allerdings darf ich keine schnellen Bewegungen machen. Und ich schmiere immer noch täglich mehrmals den Propolis-Balsam.

Mo, 12. Nov. 2007: Hey, ist es jetzt eigentlich Winter - oder Hochsaison??

Meine Form scheint immer besser zu werden - Spaß beiseite, ich vernichte und zerstöre sie natürlich systematisch. Heute war ich in Semriach oben, dort lag schon Schnee in den schattigen Stellen neben der Straße. Dort ist es wirklich und wahrhaftig schon Winter. In Semriach war ich nach 1:20´ und in 2:17´ war ich wieder daheim - Sturm aus NW, 13°, 28,2 Schnitt und 64,5 km. Die Auffahrtszeit nach Semriach im starken Gegenwind 13:01 - auch nicht schlecht, oder?

Diesmal habe ich keinen Artikel für euch, da verschlägt´s mir die Sprache, diesmal gibt es ein Foto,. ein herrliches, ein göttliches, ein unvergleichliches, es stammt von Martin Herrmann, einem Meister seines Faches, aus dem Jahr 2003:

 

 

Und da sage noch einer, daß Kurven nicht weiblich sind! Schön langsam könnt ihr euch losreißen von dem Bild, es geht weiter:

abnehmen-diät

 

 

 

 

 

 

 

Dieses Bild habe ich als Illustration zu einem Diätplan gefunden, bin aber nicht sehr schlau daraus geworden - ist das jetzt das Vorher- oder das Nachher-Foto???

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Na, da bleib ich lieber bei den Radfahrern/-innen, und ja, da bleib ich liebend gerne dahinter!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und hier noch schnell zwei Beispiele dafür, was passiert, wenn man das Training zu sehr vernachlässigt!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Bierwärmertest dreht sich um den typischen bayrischen Humor: welches Bier hat die richtige Temperatur? Na, das rechte oder das linke? Ich würde eher auf das linke tippen!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vielleicht sollte ich doch einmal Harley fahren???

So, für heute ist´s genug der schweinischen Fotos, jetzt ist wieder mal Seriosität angesagt - schließlich sind wir seit eineinhalb Wochen im Wintertraining!!!

Was fällt mir dazu nur ein?? Arschkarte...

So, jetzt ist aber wirklich Schluß - irgendwann hab´ ich heute nachgedacht, mir in den Arsch zu beißen, wenn ich könnte... der jedenfalls hat´s raus...

Mittwoch, 14. Nov. 2007:

Mach den gestrigen 27 km heute 55,5 km runtergeradelt, leicht bewölkt, 10°, 1:59´ Fahrtzeit, "Business as usual".

Fr, 16. Nov. 2007:

58 km rund um den Flughafen, flach, bewölkt, stürmischer N-Wind, 6°, 1:54´ Fahrtzeit, Schnitt 30,3. Es wird kalt, der Winter steht vor der Tür - oder noch nicht? Dumme Jahreszeit, es wird kälter und kälter.

Artikel aus der "Steirerkrone" - klar, woher sonst?? ==>

Spital verlor Gebiss, Patient verhungerte - Millionenklage gegen US-Krankenhaus:

"Wenn ich hier sterbe, laßt sie nicht ungestraft davonkommen." Julius Dixsons Befürchtung wurde wahr: der Komponist des Superhits "Lollipop" verhungerte, weil man im Spital sein Gebiß verschlampt hatte. Jetzt klagte sein Sohn das New Yorker St.-Luke´s-Roosevelt-Krankenhaus auf Millionen-Schadenersatz.

Dixsons war ein gebrochener Oberschenkelknochen gerichtet worden. Nach dem Eingriff konnten die Schwestern die dritten Zähne des 90jährigen, die man ihm vor der Operation herausgenommen hatte, nicht finden. Deshalb gab man dem Patienten nur breiartiges Essen. Das bekam er nicht runter.  Sohn Julius jr.: "Es tat meinem Vater weh, Nahrung mit dem Zahnfleisch zu kauen. Er bettelte um seine Zähne. Doch das Spital wollte ihm keinen Ersatz beschaffen." Mit Dixsons Gesundheit ging es rapide bergab. Als ihm schließlich eine Magensonde zur künstlichen Ernährung gelegt wurde, war es zu spät. Dixson starb wenig später an Nährstoffmangel.

Amen. Und sein Gebiß ruhe jetzt in Frieden!

Sa, 17. Nov. 2008

Wieder unsere Trainingsrunde am Wochenende - es kommt keine Sau daher! Ich bin mit dem "Wiesel" zusamen losgefahren, zu zweit, also eigentlich alleine, denn er ist am Hinterrad gefahren. Über den Fasslberg (10:16), weiter nach Gleisdorf,  Großpesendorf, Sinabelkirchen, den Göllesberg (10:16), da hat das "Wiesel" nicht mehr mithalten können, ist schon leicht mürbe gewesen, Gleisdorf, Eggersdorf, Fasslberg (6:16), da bin ich wirklich voll raufgefahren, naja, die ersten beiden Minuten waren etwas verbummelt. Er ist abgerissen und hat bis zur Kuppe rauf eine gute Minute drauf bekommen. Waren heute insgesamt 95 km, weiterhin sehr gute Form, bewölkt, NW-Wind, 8°.

Habe schon in der Vorwoche mal eine entsprechende Eintragung ins Gästebuch der "Velochicks" gemacht, in der Hoffnung, daß da mal vielleicht wer mitfährt. In der Gruppe ist es ja angeblich lustiger und leichter. Aber von denen ist auch keine zu überreden, die halten alle Winterschlaf, irgendwo tief unter der Erde.

So 18. Nov. 2008:

Heute schneit es erstmals den ganzen Tag. Trotzdem liegen am Abend maximal 0,01 mm Neuschnee. Kalt, naß, windig, Sauwetter, mit einem Wort!!

Bei solchen Temperaturen kommen die schrägsten Ideen, eine davon könnt ihr hier nachlesen:

Liegt das Heil in der ´Hamsterkraft?

´Wenn man einen Hamster im Laufrad sieht und britischen Humor hat, dann kann man schon auf die Frage kommen, ob die Stromversorgung nicht umweltfreundlich von Hamstern geleistet werden könne. Das britische Wissenschaftsjournal "New Scientist#" hat seine Leser um Antwort gebeten. "Nehmen wir an, ein Hamster wiegt 50 Gramm ujnd rennt 2 Meter pro Sekunde", kalkuliert Mike Follows: "Sein Energieoutput entspricht einem halben Watt. Für eine 60-Watt-Birne brauchen wir 120 Hamster."  Aber keiner rennt den ganzen Tag. Tun sie es 5 Prozent ihrer Zeit, braucht die Birne 2.400 Hamster - und alle E-Geräte eines Haushalts zusammen brauchen 100.000.  Auf ähnliche Zahlen kommt Bill Padman. Er rechnet für den Erdball  hoch: "Hättem wir 2003 auf Hamsterkraft umgestellt, hätten wir schon über 2 Milliarden erschöpfte Hamster und viele Begräbnisse in Hinterhöfen."

Vorher haben sie Hunger. Philip Ward nimmt hilfsweise an, Hamster seien so effizient wie Kohlekraftwerke: "Weltweite Hamsterkraft bräuchte 36 Milliarden Tonnen Weizen im Jahr. Das ist fast 60mal so viel, wie heute geerntet wird."

Di 20. Nov. 2007:

Es ist bereits definitiv Winter! Bin heute wieder die Flughafenrunde gefahren, 49 km, 1:39´ Fahrtzeit, Schnitt 29,5, aber das alles bei nur 3°!!!

Und schon wieder so eine Ansicht, die man gerade beim Training häufig zu sehen bekommt!

Do, 22. Nov. 2007:

Heute war es "nur" leicht bewölkt, windstill, gar wieder 13°, also relativ mild, da hat es sich ganz gut getroffen, daß ich heute eine etwas längere Runde absolviert habe. Fasslberg (9:58), Gleisdorf, St.margarethen - Entschendorfberg (13:09!!), Schemerlhöhe, Autal, Raaba, Graz, 700 Höhenmeter, 2:29´ Fahrzeit, 72 km. Die Form ist weiterhin sehr gut, auch am Berg. Ich kann noch immer die hohe Frequenz vom Herbst fahren, da ist Druck dahinter. Ungute Jahreszeit jetzt, denn ich muß die Form langsam, aber sicher "vernichten", also abtrainieren. Langsam, langsam, um dann, wenns im Training wieder um den Formaufbau geht, die Form nicht zu weit abgesunken ist. Extrembeispiel Armstrong: laut eigener Aussage war der im tiefsten Winter gerade mal 10 % unter seiner Hochform vom Juli. Kaum zu glauben.

Sa, 24. Nov. 2007:

Heute sind der "Wiesel" und ich mal mit der Vychodil-Partie mitgefahren. Start 10 Uhr beim Resowi in Graz, Heinrichstraße. Ist mal eine nette Abwechslung, so in einer Gruppe zu trainieren - aber immer unter der Voraussetzung, daß da nicht allzu Schwache dabeisind, für die das dann irgendwann mal zum Überlebenstraining ausartet. Wir sind runter Richtung Spielfeld gefahren, also im großen und ganzen flaches Terrain, anfangs gleichmäßig zügig, so 32-35 km/h, Zweierreihe, Plaudertempo also, aber dann bei der Rückfahrt, da hat man den Gegenwind gemerkt, da war es mit einem Male mit dem Plaudern vorbei, und ich habe gemerkt, daß da einige schon am Hinhalten waren. Naja, es ist ja jetzt Winter, da werden keine Namen genannt. Im letzten Drittel dann war die Strecke hügelig, und da hat man dann ganz genau gemerkt, wer schon überfordert war. Distanz war für einige sicherlich zu lange. Ich bin dann mit ein paar anderen nach dem Schelchengraben links abgebogen,  über Vasoldsberg und Hausmannstätten nach Hause, die anderen sind noch auf die Schemerlhöhe rauf. Wir sind 99 km gefahren, 3:02´ Fahrtzeit, Schnitt 32,5, Durchschnittspuls hatte ich gerade mal 110, war also wirklich "nur" moderates Ausdauertraining, zumindest für mich.

So, 25. Nov. 2007:

Auch heute bin ich gefahren, jawohl, es hat geregnet, es war saukalt, gerade mal 7°, die kurze, flache Runde über Peggau und Deutschfeistritz, 54 km, 1:50´ Fahrtzeit, Schnitt 29,6. Ich habe niemanden getroffen, bei dem Wetter auch?, aber ich MUSSTE fahren, ich kann mir eine Pause schon wegen meinem verletzten Knie nicht leisten. Ist dann natürlich doppelt blöde, wenn ich bei dem naßkalten Wetter fahre, das ist ja irgendwie kontraproduktiv. Aber ich habe die 2 Stunden gut überstanden, von gestern auch nichts mehr gespürt, bin zügig gefahren und war dann doch froh, als ich - patschnaß - daheim war.

Di, 27. Nov. 2007:

Felix ist seit gestern krank und von der Schule daheimgeblieben, er hat zeitweise sogar sehr hohes Fieber, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Bauchschmerzen, Schwindel, also alle Symptome einer viralen Grippeerkrankung. Ich mußte ihm leider etwas Mexalen gebne, damit wir überhaupt zum Arzt fahren konnten (weil das Fieber so hoch war), wirklich kuriert habe ich ihn dann mit Tahitian Noni, mit TaHiro Vitalise. Zwei Tage lang je 4 Dosen á 250 ml, und er war wieder gesund.

Daher bin ich heute auch eine etwas kürzere Einheit gefahren, 57,5 km im Bereich des Flughafens Thalerhof, also flach, Hochnebel, 8°, leichter N-Wind, Fahrtzeit 1:57´. Schnitt 29,3

Und ich habe auch wieder einen interessanten Artikel gefunden, diesmal über die Weichärsche und Fettsäcke von Österreichern:

Um die Fitneß der Steirer ist es schlecht bestellt! Knapp 50 % sind inaktiv - Der schlechte körperliche Zustand schlägt sich in Herz-, Kreislauferkrankungen nieder!

Wir Steirer sind also, so sagt es zumindest der topaktuelle "Steirische Fitneßbericht", Bewegungsmuffel. Gleich 47 % der Männer und exakt 50 % der Frauen gelten nach gängigen Normen als "körperlich inaktiv". Kein Wunder also, daß wir auch bei Erkrankungen bereits über dem Österreichschnitt liegen.

Die Auswertung der Daten ist wenig schmeichelhaft: für das Sportland Steiermark: rund die Hälfte der Menschen im Land gibt an, sich weniger als 30 Minuten täglich zu bewegen. Wobei wir hier nicht von sportlicher, sondern lediglich von Alltagsbewegung - etwa Spazieren - reden. Nach internationaler Norm heißt das, "körperlich inaktiv" zu sein. Dem entsprechen auch die objektiven Meßdaten des Fitneß-Checks: ein Drittel der Männer und 37 % der weiblichen Teilnehmer ist in schlechtem Trainingszustand, nur ein Drittel der Männer und gar nur 21 % der Frauen sind gut trainiert. Sportwissenschaftler Manuel Golda, der die Checks durchführt, zeigt sich daher auch wenig überrascht über die weiteren Angaben der Probanden: 39 % Männer, 53 % der Frauen klagen über Wirbelsäulenbeschwerden, einen erhöhten Blutdruck haben 46 % der Männer und 31 % Frauen..

Da habe ich doch glatt eine Anleitung zum Vermessen der Kurven gefunden!!

Mi, 28. Nov. 2007:

Kurze Trainingsrunde, Feldkirchen, Flughafen, Hausmannstätten, 42,5 km, 1:27´,  S-Wind, 3°, heiter.  Telefonate mit Sponsoren, Geschäftstermine. Solche Tage mag ich gar nicht. Da brauche ich Ablenkung und Entspannung.

Strings am Strand

Da kommt man ins Träumen. Sommer, Sonne, Sand und Meer und...

Fr, 30. Nov. 2007:

Bergtraining, zum ersten Mal in diesem Winter, Mellach/Murberg 4:57, Aframberg 6:41, 700 Höhenmeter, 61,6 km, 2:10´,  28,2 km/h, bedeckt, Hochnebel, 1°, windstill.

Ein paar abschließende Zahlen für den November: 1.236 km Training, Fahrtzeit 42:28´ Stunden.

Sa, 1. Dez. 2007:

Wieder eine längere Einheit mit der Vychodil-Partie, diesmal sind wir raufgefahren Richtung Bruck/Mur, bis zur Abzweigung zur Breitalm, Wende und zurück, für mich waren das genau 100 km. Obwohl nur 130 Höhenmeter, aber durch den durchaus lästigen Wind (N-Wind, also erste Hälfte Gegenwind) und das Gesprächstempo war es da etwas langsam, die Rückfahrt dann zwar schneller, aber im Rückenwind war das auch wieder keine besondere Leistung. Und ich muß wieder feststellen, daß ich mich deutlich besser fühle als in den letzten Jahren um diese Jahreszeit und vor allem auch stärker bin als die meisten anderen. Ich fahre auch das höhere Tempo, so 35 -38 km/h, mit 53/19 und hoher Frequenz über längere Strecken, kann sogar noch sprechen dabei, was die meisten anderen nicht mehr können oder eben nur mehr so komisch röcheln.  Naja, wenigstens tut es dem Ego gut. Wir sind heute nur zu acht gefahren (inklusive mir).

So, 2. Dez. 2007:

Felix ist wieder krank, hat Rückenschmerzen oder sind es Nierenschmerzen (?), er stöhnt und jammert, und so finde ich mich mit ihm um 9.45 Uhr im LKH in der Kinderklinik wieder anstatt beim Resowi mit der Vychodil-Partie eine längere Trainingseinheit abzuspulen. Sie finden nichts, die Nieren sind einwandfrei, ich bin um 13.45 Uhr (!) wieder daheim, na super! Ich will mich gerade umziehen , um wenigstens noch zwei, drei Stunden am Rad zu sitzen, da kommt ein Anruf, dann noch einer und zu allem Überdruß auch noch gleich der dritte hintennach. Felix schläft inzwischen, als er munter wird, jammert über noch stärkere Schmerzen als vorher. Das Training ist gestorben, draußen ist es warm, die Sonne scheint, Sonntag, mein einziger freier Tag, naja, was tut man nicht alles für den Sohnemann. Also wieder ins Auto, er jammert nur noch mehr, diesmal will er sich mit der Rettung ins LKH chauffieren lassen. Er kann gar nicht mehr aufrecht gehen, liegt nur, stöhnt, jammert, weint vor Schmerzen.

Als die Rettung kommt, ist es schon finster. Also wieder auf ins LKH, dort wieder das Personalblatt ausfüllen, allein das dauert gute 10 Minuten, zum zweitenmal heute, dann sind sie alle überfragt, finden nichts, wissen nichts, also werden wir zum Röntgen weitergeschickt. Die Wirbelsäule??? Dort wieder Personalblatt ausfüllen, auf meine zaghafte Frage die donnernde Antwort, ja natürlich  muß man das ausfüllen, das ist Vurschrift, und Vurschrift is Vurschrift! Scheißbürokraten!!! Insgesamt gut 15 Minuten habe ich an diesem Tag Daten in drei Formulare eingetragen, die sowieso alle in mehrfacher Ausfertigung in seinem ohnehin schon dicken Akt liegen. Naja, Papier will beschrieben sein. Das Röntgen ergibt gar nichts, jetzt sind sie alle völlig ratlos. Sie finden nichts, er ist angeblich völlig gesund. Um 22.15 Uhr (!) kommt dann endlich der Zwicky daher (Dr. Zwick), der ihm ein paar verschobene Wirbel einrenkt - und mit einem Schlag sind alle Schmerzen vorbei. So nach und nach rückt er dann mit der Wahrheit heraus. Am Freitag war er skateboarden, dabei hat es ihn ganz brutal auf den Rücken geprackt, daß ihm die Luft weggeblieben ist. Daheim hat er sich natürlich nichts zu sagen getraut. Felix!!! Ich bin froh, daß ich wenigsens knapp nach Mitternacht ins Bett komme. Schöner Sonntag, Training ade!

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Di, 4. Dez. 2007:

Saukalt ist es draußen, bin nur eine kleine Runde gefahren, 36,5 km, 1:14´, 4°

Weil es draußen nach wie vor unfreundlich kalt ist, heute aber wenigstens ganz kurz am Vormittag die Sonne durchgeblinzelt hat, und damit die Hoffnung auf ein paar Sonnenstunden und vielleicht sogar Plusgrade in den nächsten Tagen noch nicht ganz gestorben ist, einen herzerwärmenden Anblick in diesen kalten fröstelnden Tagen: es handelt sich hier um einen Scheinwerfertest!

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Einen köstlichen Artikel habe ich gefunden, diesma von R.P.Gruber aus der "Presse":

Hohe Werte

Alt und dick werden viele von uns; aber nicht alle wollen es bleiben. Also? Eine Kur! Weg mit den Kilos, gesünder leben; ab in die Kur, ins Trainingslager, nicht für 1 Woche, nein, für 4 Wochen.

Ich bin gerade mittendrin. Wer hierher kommen will, braucht eine Einberufung. Der Coach hat eine Mannschaft aus ganz Österreich zusammengerufen, eine Nationalmannschaft eben, und natürlich sind wir kaserniert. Auf unserem Programm steht: Sport. Den ganzen Tag lang. Täglich Radfahren am Ergometer, täglich Gymnastik, täglich Schwimmen und wandern, was das Zeug hält, weil flottes Wandern sowieso das Beste ist. Die Begleitmusik heißt: ständiges Ohrlapperlstechen, wie das halt so üblich geworden ist bei den Spitzensportlern, Sauna, Massagen, Kohlensäurebäder, Blutdruckkontrollen, Tagesprofile vom Blutzucker, dazu Laobr, dazu Ernährungsberatung, Diabetes-Schulung und natürlich: Reduktionskost.

Schon nach den ersten Tagen purzeln die Kilos und auch die hohen Werte. Die alten Profis in unserer Mannschaft,die schon öfter einberufen worden sind, betreiben auch noch ein zweites Program rPNG2qieHREfM:http://www.lefkada.cc/english/pics/alte_frau_mit_esel.jpg" /> 

Warum die andauernden Starts im Osten, in Slowenien, Kroatien und jetzt in Ungarn? Ganz einfach, meine ÖRV-Lizenz ist jetzt zwar gekommen, das erste Rennen aber ist erst in zwei  Wochen (Zeitfahren in Ybbs), die italienische UDACE-Lizenz habe ich noch immer nicht und so muß ich wohl oder übel in den Osten ausweichen, wo ich wenigstens die Marathons fahren kann. Auch heute wieder eine unverhältnismäßig lange Anfahrt (nicht die Distanz, sondern die Fahrzeit!), weil in dem Scheißland einfach überhaupt nichts weitergeht! Keine gescheiten Verkehrsverbindungen, alles nur Landstraßen, schmal, rumplig, der ganze Bauernverkehr, Tiergespanne, Leiterwagen und Scheibtruhen, teilweise von Hunden (!) gezogen, das sind alles Hindernisse, und wenn sie zu Tausenden die Straßen überfluten, ist kaum ein Weiterkommen möglich! Und wie es scheint, ist das - zumindest am Wochenende - eine Art Volkssport hier.

Freitag, 11. April 2008

Übermorgen geht es dann mit dem ersten Lizenzrennen weiter: mit der österreichischen ÖRV-Lizenz werde ich beim Masterrennen in Lenart (Slowenien) starten! Bin heute noch eine 106-km-Runde über den Rechberg gefahren, Auffahrtszeit 35:29, bin anfangs sehr schnell gefahren. Am Rechberg oben war es ziemlich kalt, oder habe ich mir das nur eingebildet? Es war jedenfalls das erste Mal heuer, daß ich auf den Rechberg bin, und für den Anfang sind 35 Minuten nicht so schlecht.

Sonntag, 13. April: STRASSENRENNEN IN LENART (SLOWENIEN)

Wieder mal in Slowenien, wieder ziemlich verschmutzte Landschaft. Wißt ihr eigentlich, wie ein Traktor aussieht? Ich denke schon. Daher habe ich auch gestaunt, was ich hier für seltene (?) Exemplare entdeckt habe. Sind das Traktoren oder nur Fahrzeuge? Oder nicht mal das? Aber teilweise waren sie sogar in Betrieb, sind gefahren, haben Lärm gemacht und vor allem eines: GESTANK!

        

Ich kann mich nur wiederholen: man merkt sofort, daß man über die Grenze in den Osten gefahren ist, wenn man einigermaßen die Augen aufmacht: Dreck, Schmutz und Gestank überall! Und dabei ist Slowenien noch das europäischste dieser Länder und sogar schon bei der EU! Man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Seht euch doch mal das siebente Bild an, wo die fette Bäuerin am, Beifahrersitz unbedingt nötig ist, um das Gleichgewicht zu halten, weil der Traktor eigentlich nur ein DREIRADLER ist! Einfach unglaublich! Das sind ja alle Exemplare, die man bei uns nicht mal in einem Museum entdecken kann!

Montag, 14. April 2008

Ich verdaue das gestrige Rennen, muß mir die verkrampften und verspannten Muskeln lockerfahren, die Milchsäure muß raus aus dem Körper!

Freitag, 18. April 2008

Schönes, warmes Frühlingswetter, 25°,  bin 43 flache Kilometer gefahren, Schnitt 31,6! Morgen das erste österreichische Wochenende gleich mit einem Höhepunkt: dem Kirschblütenrennen, einem traditionell schweren Frühjahrsklassiker, den ich schon seit vielen Jahren nicht mehr gefahren bin. Das wird eine erste Standortbestimmung.

Samstag, 19. April 2008: ZEITFAHREN IN YBBS

Das erste österreichische Master-Rennen, gleichzeitig ist das Zeitfahren in Ybbs auch der Auftakt zum diesjährigen Ginner-Cup, und da bin ich sehr gut gestartet. Leider hat es geregnet, und das Wetter mag ich nun gar nicht. Aber was soll man machen: Radsport ist Freiluftsport, und da regnet es halt manchmal, bisher war ich damit sowieso sehr verschont geblieben. Schade, daß mich so ein Scheißwetter so DEMOTIVIEREN kann, das dürfte es gar nicht geben! Naja, nach dem Rennen geht es weiter, habe in Wallern geschlafen, nördlich von Wels, es war billig und nicht so schlecht: in der Nacht nicht laut, obwohl unter mir im Lokal eine Discorunde nach der anderen stattgefunden hat! Aber was darf ich schon von 20.-. € erwarten??

Sonntag, 20. April 2008: KIRSCHBLÜTENRENNEN IN WELS

So, jetzt ist der Klassiker auch Geschichte. Das Wetter war ja in Ordnung, obwohl am Anfang noch etwas kühl. Bin durch einen dummen Fehler zurückgefallen, wo es ohnehin schon vorher ersichtlich war. Eigene Dummheit. Das hätte nicht passieren dürfen.

Mittwoch, 23. April 2008: SCHWERER UNFALL

Schönes Wetter, trockene Fahrbahn, kaum Verkehr, mittendrin ich - und ein Unfall! Ich fahre also leicht und locker, gutgelaunt und motiviert, etwa 3 km von mir daheim Richtung Liebenau, als ich plötzlich einen schweren und harten Schlag auf die Schulter verspüre, das Gefühl habe, durch die Luft zu fliegen - an einen Aufprall kann ich mich nicht erinnern, wohl aber höre ich Knochen krachen, genaugenommen mein Schulterblatt. Das nächste, an das ich mich erinnern kann, daß ich auf der Straße liege, die Zunge beim Mund raushängt und am Asphalt liegt, ich die Augen aufmache und die Fahrbahn entlangschaue - komische Perspektive von da unten aus. Mühsam rapple ich mich hoch, nirgends jemand zu sehen, kein Auto, nichts. Was war passiert? Gut 200 Meter entfernt entdecke ic eiunen einsamen Bauern bei der Feldarbeit, der kann dann einen Klein-LKW beschreiben, dürfte sich um einen Möbel-Lutz-Wagen gehandelt haben. Leider ist die Beschreibung so ungenau, daß ziemlich genau alle zugelassenen Fahrzeuge in Graz und Umgebung in Frage kommen. Da ich keine Verletzung feststellen kann, fahre ich weiter, schließlich will ich ja nicht um mein Training umfallen. Aber mir ist ganz, ganz komisch, im Kopf, schwindlig, eine leichte Gehirnerschütterung vielleicht? Und von Kilometer zu Kilometer schmerzt die Schulter mehr. Das linke Schulterblatt ist es, weswegen ich nach der knapp zweistündigen Trainingsfahrt schnurstracks ins UKH weiterfahre und die Schulter röntgen lasse, Aber sie finden nichts, dürfte sich "nur" um eine Prellung handeln. Ich bekomme Schmerzmittel und werde nach Hause geschickt,

Doch damit ist es nicht getan, nichts ist besser, im Gegenteil, in der Nacht nehmen die Schmerzen zu, teilweise stechend am unteren Rand des Schulterblatts. Und am Hinterkopf habe ich am Abend immer noch eine gewaltige Beule, die von dem unliebsamen Zustammenstoß zeugt.

Donnerstag, 24. April 2008

Ich zwinge mich zu einer Trainingsfahrt über 80 km und den steilen Dexenberg (Auffahrtszeit 7:50 Minuten) Es ist furchtbar. Obwohl ich schnell bin (Schnitt 29,7) sind die Schmerzen kaum auszuhalten. Wenn die Belastung steigt, dann steigt auch der Schmerz - und zwar unproportional gewaltig. Wieder daheim, bin ich eine Stunde lang drauf und dran, abermals ins UKH zu fahren, ehe ich mich mit kühlenden Umschlägen zufriedengebe und danach einen Liter Noni-Saft runterkippe. Dummerweise ist der Schmerz  noch viel stärker, sobald ich mich nicht bewege. Und immerr dieses pulsierende Stechen am Schulterblatt. Zu einem Arzt? Ich doch nicht! Da kämpfen wir uns schon ganz alleine durch!

Samstag, 26. April 2008: STRASSENRENNEN SCHWANENSTADT

Sehr gute Form bereits, aber leider haben die Schmerzen der linken Schulter  ein besseres Ergebnis verhindert. Am Abend wäre ich ganz sicher ins Spital gefahren, wenn ich daheim gewesen wäre. Die Schmerzen sind am Abend dann immer stärkjer gewoden und irgendwann habe ich förmlich physisch eine Bruchstelle im Knochen gespürt! Aber laut Röntgenbefund war da ja nichts! Ich habe das einfach nicht glauben können! Ich spüre ja anderes! So täuschen kann man sich gar nicht. Probiere ich es halt, einfach mit dem Zahn der Zeit zu behandeln. Irgendwann wird es ja wieder besser werden!

Sonntag, 27. April: EINZELZEITFAHREN IN OBERPILSBACH

Heute hatte ich leider gleich nach dem Start Reifendefekt - wer weiß, vielleicht war es sogar ein Segen, denn ich vermute mal ganz scharf, daß meine Schulterverletzung mich in der Folge sehr, sehr behindert hätte! War es doch gestern schon eine Qual, aber erst heute beim Zeitfahren, wo man andauernd bei Höchstbelastung in derselben Position liegt, die noch dazu völlig unbequem ist, spätestens da hätte das alles so nicht funtkioniert. Dann kam die Heimfahrt. Stundenlange Schmerzen, die stetig wachsen, sind ein Horror. Noch dazu in der Schulter, und schon nach einer halben Stunde Autofahrt habe ich nicht mehr gewußt, wie ich denn eigentlich sitzen sollte. Manchmal habe ich sogar leise gestöhnt.

Kaum daheim, bin ich sofort wieder mal ins UKH gefahren und habe mir abermals die Schulter röntgen lassen: Ergebnis wieder das gleiche, negativer Befund. Das ist ja zum Aus-der-Haut-fahren!!!! Wieso finden die nichzs? Bei solchen Schmerzen muß ja zumindest das halbe Schulterblatt zerbröselt sein! Dabei kann ich nicht mal den rechten noder linken Arm heben, dann müßte ich bereits so laut schreien vor Schmerzen, daß selbst die Wolken zusammenzucken. Was soll ich also davon halten? Mir bleibt nichts anderes übrig, als die Diagnose von der Prellung zu akzeptieren und mich halt zu schonen, mehr kann ich nicht machen.

Montag, 28. April 2008

Bin heute im Training in 12:35 Minuten nach Semriach hinaufgefahren. Nicht schlecht, schon gar nicht mit dieser Schultervlerletzung. Die Schmerzen sind gegen Ende des Trainings stark angestiegen, länger hätte ich bei Gott nicht fahren können.

Mittwoch, 30. April 2008

Die Schmerzen werden wieder stärker, nachts verringern sie sich, in der Frühe ist der beste Zustand erreicht. Bin heute 69 km gefahren, Schnitt 31,1 - die Form ist sehr gut, da ist es jammerschade, daß ich durch diese Schmerzen so gehandikapt bin! Wieder war ich im Spital, diesmal aber in der Notaufnahme des LKH´s, denn ich wollte nicht schon zwei Tage später zum drittenmal im gleichen Spital auftauchen. Auch diesmal: negativ! Das ist doch nicht möglich, ich spüre ja den Schmnerz ganz genau, kann ihn lokalisieren! Und diese Affen behaupten, ich hätte gar nichts! Unfaßbar!!!

Donnerstag, 1. Mai 2008: KRITERIUM IN EBREICHSDORF

Schade um diese verpaßte Chance! Ich habe wegen der Schulterverletzung, die ich mir hochoffiziell ja bloß einbilde, nicht die Tirol-Rundfahrt bestreiten können. Obwohl ich schon angemeldet war. Statt dessen bin ich dann am Feiertag nach Ebreichsdorfr gefahren zum Kriterium, es war auch das zweite Rennen zum Ginner-Cup. Und weil eben viele Spitzenfahrer in Tirol waren, ist eigentlich nur Herbert Habacher (ARBÖ Kollar-Cycling-Team) dabeigewesen, das heißt, mindestens der zweite Platz wäre für mich in Frage gekommen! Daß es dann am Ende aber doch nur der 4. Rang geworden ist, habe ich meiner Verletzung zuu verdanken. Ich war sicherlich der mit Abstand aktivste Fahrer, habe unzählige Male angegriffen, bin auch weggekommen, habe aber nie einen Vorsprung herausfahren können, weil die Schmerzen einfach zu stark waren. Bald bin ich mit meinem Latein wirklich am Ende, immerhin ist die Verletzung nicht wie erhofft abgeklungen, im Gegenteil, es ist eigentlich jetzt schlimmer als noch vor einer Woche.

Ebreichsdorf war noch in anderer Hinsicht ein Desaster: waren doch heute zum ersten Mal in dieser Saison auch Unterguggenberger und Schweighofer am Start (gut, letzterer hat schon das Kirschblütenrennen in den Beinen!), Doch beide sind nicht ins Ziel gekommen, der eine hat nicht mal starten dürfen - beide und noch andere auch wurden Opfer eines unglaublichen Wüterichs, des Rennleiters namens Tazreiter. Schon beim Aufwärmen, naturgemäß auf der Rennstrecke (wo denn sonst???) sind wir immer wieder verwarnt worden. Das Training auf der Rennstrecke sei strengstens verboten! Da muß man einmal klarstellen: allein der Terminus "Training" stört mich gewaltig, trainiert hat hier KEIN EINZIGER!! Da gebe ich ihm recht, ein Training während des Rennens auf der Rennstrecke ist eine einzige Provokation! Aber hier handelte es sich nicht um ein Training, sondern um das AUFWÄRMEN! Und das muß man irgendwo absolvieren, in einen anderen Ort kann man nicht ausweichen, sonst überall ist der Verkehr in diesem Ort ein großes Hindernis, also bleibt nur menhr die Rennstrecke. Und man muß sich die Rennstrecke natürlich auch geistig vergegenwärtigen, man muß die Kurven genau kennen, die Bremspunkte, die Schaltpunkte, und all das geht halt einfach nicht, wenn ich irgendwo in einer benachbarten Ortschaft in einer Tiefgarage meine Runden drehe! Das sollte in erster Linie ein Herr Tazreiter wissen, denn der ist Rennleiter und hat auch einen Sohn, der Elitefahrer ist!!! Jedenfalls hat er alle, die bei Start/Ziel vorbeigefahren sind, aufgehalten und mit der Todesstrafe gedroht, nämlich einer Sperre auf Lebenszeit! Ich habe mich leider mit ihm auf einen Dialog eingelassen und mußte den kürzeren ziehen, denn er war unglaublich stur. Dazu muß man wissen, daß zu dem Zeitpunkt gerade ein Rennen der Hobby-Altersklasse im Gange war, an dem vier Fahrer (!) teilgenommen haben, die da aber alle schon alleine unterwegs waren auf einem Rundkurs, der länger als einen Kilometer war! Soviel zur Gefährdung der Fahrer, von der dieser Herr Tazreiter phantasiert hat. Ich konnte eine Disqualifikation gerade noch abwenden, der Schweighofer Hans und der Schalk Pepi aber hatten nicht dieses Glück, sie wurden mit einem Startverbot belegt und durften wieder nach Hause fahren. Ob sie das Nenngeld zurückbekommen haben, weiß ich nicht, die Startnummern jedenfalls hatten sie bereits am Rücken! Während des Rennens sind dann mein Vereinsobmann, der Unterguggenberger Hans, sowie ein weiterer Fahrer, gestürzt, sind sofort wieder aufgesprungen, haben das Rad aufgestellt, leider in der Hitze des Gefechts in die falsche Richtung (gegen die Fahrtrichtung) und sind deswegen sofort disqualifiziert worden! Bravo, Herr Tazreiter, solche harte Knochen braucht der Radsport unbedingt! Es gibt in Österreich sowieso viel zu viele Fahrer! Also schadet es gar nichts, wenn man mal hart durchgreift und so viele als möglich disqualifziert,  möglichst wegen einem Scheiß, über den alle nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen! Unten von links: Unterguggenberger, Schalk

 

Sehr leid tut mir vor allem die erzwungene Absage der Tirol-Rundfahrt, auf die habe ich mich schon so gefreut, und die habe ich als ganz wichtigen Wettkamnpf in meinen Terminkalender aufgenommen. Aber in einer derartigen Verfassung hat ein Start wirklich keinen Sinn. Ih halte ja kaum 3 Stunden am Rad durch.

Samstag, 3. Mai 2008: STRASSENRENNEN IN TISINA (SLOWENIEN)

Platz zwei nach einem spannenden Finale, aber ich bin mir sicher, daß mich ein Sturz kurz vor dem Ziel den möglichen Sieg gekostet hat! Da bin ich in einen ganzen Haufen Gestürzter gekracht und selbst auf dem Asphalt gelegen, und natürlich - wieder auf die linke Schulter geknallt! Autsch, das hat vielleicht weh getan! Nach dem Rennen konnte ich mnich schon kaum mehr umziehen, weil ich den linken Arm nicht hochgebracht habe. Also so schjnell wie möglich rein ins Auto und ab nach Hause! Während der Heimfahrt ist der Arm geschwollen, jede einzelne Bodenwelle hat furchtbar weh getan, ich hätte schreien können vor Schmerzen - dazu die Ungewißheit, was jetzt vielleicht Schlimmes gebrochen ist!

Es war eine Marterei und eine Höllenqual, irgendwann war ich endlich zuhause, bin dann sofort - wieder einmal - ins UKH, Röntgen machen lassen, als sie wieder nichts gefunden haben (!), bin ich hart geblieben, wollte unbedingt eine neuerliche Untersuchung, nach langem Hin nund Her haben sie zugegeben, daß mein linkes Schulterblatt angesprungen sei, und zwar an der äußeren unteren Oberseite. Na, das hat sich vielleicht ausgezahlt! Als ob ich nicht schon genug Scherereien hätte! Das war erst mal ein ziemlicher Dämpfer, morgen aber möchte ich doch unbedingt den Karawanken-Marathon fahren, obwohl mir der Arzt dringende Bettruhe angeraten hatte.

Sonntag, 4. Mai 2008: KARAWANKEN-MARATHON IN KIRSCHENTHEUER

Na,  hoppla aber auch! Mit angesprengtem Schulterblatt auf Platz 3 im bergigen Karawanken-Marathon gefahren! Die Schulter hat geschmerzt, aber irgendwie ist es ja doch gegangen. Ich habe die Zähne zusammengebissen und durchgehalten. Ob das gescheit war? Es ist immer wieder dasselbe Problem: mit Rennen und Training aussetzen und ausheilen oder weitertrainieren und Rennen fahren und dafür in Kauf nehmen, daß die Verletzung lange andauert oder sogar chronisch wird. Man hofft halt immer, man befürchtet nie, und meist kommt es dann anders, als man denkt.

Mit der "2" ist das Schulterblatt bezeichnet, am unteren spitzen Ende habe ich einen Sprung, und weil sich das Schulterblatt bewegt, scheuert der Sprunggrat am umliegenden Gewebe. So hat es mir jedenfalls der Arzt erklärt, und genauso fühlt es sich auch an. Heute habe ich 140 km lang gelitten, war nachher fast bewegungsunfähig vor Schmerz. Da würde zumindest jeder Arzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Aber ich habe mir gesagt: jeder Bruch, und natürlich auch jeder Sprung, wachsen sofort wieder zusammen. Je mehr Ruhe der betroffene Knochen erhält, dersto schneller geht das. In meinem Fall wird es halt etwas länger dauern. Und?

Donnerstag, 8. Mai 2008:

Habe in dieser Woche ziemlich wenig trainiert, um so der Schulter Gelegenheit zu geben, mal etwas zu heilen. Heute etwa bin ich 45 km gefahren, locker und gleichmäßig, am Wochenende wird es sowieso wieder schwer genug.

Samstag, 10. Mai 2008: STRASSENRENNEN NOVO MESTO (SLOWENIEN)

Schwerer Kurs, ich fühle mich nicht wohl, nicht stark und vor allem überhaupt nicht fit. Plage, quäle und schinde mich über die Distanz, danach so schnell als möglich nach Hause. Die Schulter schmerzt wieder gewaltig, scheint sich in der letzten Woche überhaupt nichts gebessert zu haben. GEDULD ist da wohl gefragt.

Sonntag, 11. Mai 20908: EINZELZEITFAHREN IN WIESEN

Schnapsidee! Völlig unsinnige Hetzerei von Novo Mesto nach Wiesen (OÖ) und morgen wieder zurück! Was ist mir denn da eingefallen? Allein die langen Autofahrten tun der Schulter überhaupt nicht gut. Meine Überlegung dahinter: vor der Straßenmeisterschaft nächste Woche wollte ich noch ein paar schwere Straßenrennen, in Österreich tut sich in dieser Hinsicht ja wieder einmal überhaupt nichts! Ich weiß schon, das dumme Zeitfahren hätte ich ersatzlos streichen sollen, bin sowieso nur Vierter geworden, und das bei drei Preisen! Auch mit einer gesunden Schulter ist das heller Wahnsinn gewesen. Naja, nachher weiß man immer alles besser.

Montag, 12. Mai 2008: STRASSENRENNEN IN KRAJNSKA GORA (SLOWENIEN)

Das sicherlich schwerste Straßenrennen der bisherigen Saison, auf nicht mal 100 Kilometern über 1800 Höhenmeter! Habe mich äüber die Distanz gequält, habe mich geschunden, habe hingehalten, habe den Schmerz ignoriert, so nach dem Motto: WAS IST SCHON EIN SCHMERZ? DEN BRAUCHT MAN BLOSS AUSZUHALTEN! Ein Top-10-Platz in einem starken Teilnehmerfeld war der Lohn, und der war wie ein Sieg für mich!

Mittwoch, 14. Mai 29008

Nach zwei Trainingstagen, etwas locker mit der Distanz (62 bzw. 65 km), fühle ich mich heute abend erstmals deutlich besser, ich spüre KAUM mehr einen Schmerz! Bilde ich mir das ein oder habe ich mich schon so sehr an diesen Schmerz gewöhnt?

Freitag, 16. Mai 2008

Gut, es stimmt, im Training geht es mir gut, ich verspüre kaum noch Schmerzen, trainbiere allerdinbgs auch ziemlich verhalten. Bin heute die Runde über Fasslberg und Ries gefahren, mit einer Auffahrtszeit von 14:57 auf die Ries! Gesamtschnitt 29,2, auch nicht schlecht! Aber ich weiß natürlich, eine Straßenmeisterschaft ist was ganz anderes.

Sonntag, 18. Mai 2008: STRASSENMEISTERSCHAFT IN UNTERDANEGG

Naja, wegen der Schulterverletzung habe ich mir eine Top-10-Plazierung definitiv in den Wind schreiben können! Wie ich befürchtet hatte, bei einer Straßenmeisterschaft weht ein ganz anderer Wind, und außerdem hatte ich nicht gerade meinen besten Tag erwischt. Da muß man schon wirklich topfit sein, da darf man derart lädiert keinen Spitzenplatz erwarten! Wäre ja auch zuj schön gewesen! Mit Rothauer und Unterguggenberger haben wir immerhin Silber und Bronze geholt, und auch Schweighofer war in meiner Klasse mit dem 4. Rang phantastisch gefahren. Da bin ich mit Platz 15 etwas abgefallen. Bleibt  mir nur der folgende Satz zum Schluß: auf ein Neues 2009! Die Strecke wäre ja o.k. gewesen, aber die Schulter hat halt nicht mitgespielt.

Es ist schon zum Verzweifeln, wenn man merkt, daß man die Form hätte, um weiter vorne mitzufahren, aber die Schmerzen bremsen einen. Der Anstieg gleich nach dem Start war einfach zu lang, und am Ende war ganz oben noch eine hundsgemeine Kuppe, raus zur Hauptstraße, und bergauf ist es völlig egal, ob man da sitzend oder stehend fährt, die Schulter schmerzt gewaltig. Wenn es so einfach wäre, könnte ich ja ganz gut damit umgehen. Aber so bleibt kein Ausweg. Auf genau diesem Anstieg bin ich zurückgefallen. Zunächst habe ich - ich glaube, es war die dritte Runde - sogar noch einmal attackiert, bin weggefahren, es war einfach für die Psyche. Bergab noch dazu. Die ersten drei Runden waren kein Problem, da hat alles gepaßt, bergab, bergauf, in war immer ganz vorne in übersichtlicher Position, nie in Bedrängnis, einfach optimal.

Aber dann war es eine einzige Sekunde, irgendwo im Anstieg, daß ich zu sehr hinhalten mußte, es war wie ein Knacks, und es war aus und vorbei. Der Schmerz war da, ist langsam immer stärker geworden, war einfach nicht mehr wegzukriegen. Schade, daß es in einem so wichtigen Rennen war. Aber langsam dämmert mir, daß das noch nicht das Ende dieser Verletzung war, die wird mir noch lange nachhängen und mich behindern, das habe ich so im Gefühl.

Dienstag, 20. Mai 2008

Desillusionierend war das heute! Gestern konne ich vor lauter Schmerzen gar nicht trainieren>>> Nachwirkungen des Meisterschaftsrennens. Heute mußte ich nach knapp zwei Stunden Schluß machen, die Schmerzen waren zu groß. Es gibt zwei Sichtweisen, die eine, die optimistische, die ich bisher (meist) pflegte: ist nicht so schlimm, ich lebe ja noch, und im Sattel sitzen kann ich auch, alles weitere gibt sich mit der Zeit. Und Schmerzen braucht man bloß zu ertragen. Die kommen ja ab einer gewissen Intensität sowieso von selbst. Aber dann gibt es noch eine andere Sichtweise, ich meine jetzt gar nicht die der Ärzte, die wahrscheinlich so lauten würde: Wahnsinn, heller Wahnsinn! Der Junge gehört entmündigt, der verstümmelt sich ja selbst! Strikte Bettruhe!Und das mindestens zwei Wochen lang!! Nein, ich meine eine entschärfte Version davon, eine realistische, objektive Sichtweise, zu der ich mich langsam immer mehr durchkämpfe: genaugenommen hat sich seit dem Unfall selbst NICHTS verbessert, und der ist jetzt einen Monat her. Konsequenz: so kann es nicht weitergehen, ich muß zumindest kürzertreten. Die Rennen sind dabei gar nicht das Problem, viel wichtiger und entscheidender ist das Training, denn das ist umfangreicher und vor allem täglich. Wenn ich im Rennen behindert werde von der Verletzung, ist eine Top-Plazierung nicht möglich. Wozu dann das Rennen? Wenn ich nicht oder nur "gebremst" trainiere, fehlt sowieso die Voraussetzung für eine Plazierung, wozu also ein entschärftes Training? Eigentlich führt logisches Denken zu einem einzigen Schluß: besser eine "kurze" Pause als eine ganze Saison verlieren! Naja, ich glaube, die Schmerzen haben mir das Hirn vernebelt, so einen Blödsinn kann ich gar nicht gesagt haben! Das war nicht ich!

Donnerstag, 22. Mai 2008: SCHWECHATER MARATHON

Bin diesmal nicht weit gekommen, wegen eines Defektes bin nich sehr bald ausgeschieden. Die Schulterschmerzen waren von Anfang an da, aber nur relativ leicht. Naja, ich bin ja auch gar nicht bis zum Leithagebirge runtergekommen, war vorher schon weg. Bin dann locker zurückgefahren, unbd somit hatte ich kein negatives Erlebnis mit der Verletzung diesmal. Der Frust hatte einen anderen Grund. Außer Spesen nichts gewesen.

Samstag, 24. Mai 2008: KRITERIUM IN LORETTO

Scheiße! Ein ganz guter Kurs, an sich und grundsätzlich, eine Bergauf-Zielgerade, das ist doch was für mich! Aber leider ist da diese verdammte verfluchte Schulterverletzung, die genau das nicht zuläßt! Ich btrauche da einfach eine Solofahrt, anders komme ich nicht zu Punkten, und genau die gelingt einfach nicht! Erst zum Schluß, in der allerletzten Runde, und da hole ich mir auch den einzigen Punkt, der reicht aber nur zu Platz 5. Schwamm drüber.

Sonntag, 25. Mai 2008: KRITERIUM IN OBERWALTERSDORF

Gleiches Bild wie gestern, die Antritte aus den Kurven raus sind tödlich für mich. Ich meine, das sind sie ohnehin schon, aber in meinem Zustand superultrahypergigamegatödlich! Wie soll ich da mit aller Kraft antreten, wenn ich nicht mal aufstehen kann? Ich fahre eine Runde, und der Schmerz ist da. Beim Aufwärmen mache ich alles, um den Schmerz zu verhindern, das heißt, es ist ja eigentlich gar kein Aufwärmen, sondern mehr eine Bewegungstherapie. Wahrscheinlich ist jeder Landbriefträger schneller. Ergebnis: ohne Punkte Platz 4. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Im Ginner-Cup liege ich an der dritten Stelle.

Dienstag, 27. Mai 2008

Das Training hat einfach nicht hin. Nur langsam wird die Schulter besser, und auch nur dann, wenn ich nicht trainiere. Soll das ein Hinweis sein? In einem Monat steht Mailand-San Remo an, und ich konnte bisher absolut nichts spezielles dafür trainieren. Ich müßte ein paar 8-Stunden-Trainingsfahrten absolvieren, schaffe aber nicht mal die Hälfte. Die Zeit wird verdammt knapp, die Verletzung heilt einfach viel zu langsam. Die Konsequenz daraus? Es gibt nur zwei Möglichkeiten: hinfahren und einfach darauf vertrauen, daß ich irgendwie ins Ziel komme oder daheimbleiben. Beides spricht mich nicht wirklich an. Die ganze Saison läuft einfach nicht nach meiner Vorstellung, und so was ist SCHEISSE!

Freitag, 30. Mai 2008: SCHWEREN HERZENS MAILAND-SAN REMO ABGESAGT!

Das Herz hat es mir heute zerrissen! Es war eine logische Tat, aber es hat mir so unglaublich weh getan, dementsprechend schwer ist es mir gefallen. Ich mußte Mailand-San Remo absagen! Die ganze Woche war das Training nicht optimal, von fit bin ich Lichtjahre entfernt, und ich habe nur mehr dreieinhalb Wochen,  bin keine einzige lange Trainingseinheit gefahren und würde im Moment wohl kaum 100 km im Renntempo schaffen, geschweige denn das dreifache! Da wäre ein Start wirklich IRRSINN, der ganze Aufwand wäre umsonst. So dumm bin ich nun auch wieder nichzt, daß ich das nicht einsehen würde. Ich habe eine Absage geschrieben, die ärztliche Bestätigung beigefügt und abgeschickt. Ich weiß, ich hätte das nicht tun müssen, aber es macht einfach einen besseren Eindruck, und wenn ich in den nächsten Jahren vielleicht wieder einmal mich dort anmelden werde, dann schaut das einfach viel besser aus.

Samstag, 31. Mai 2008: BERGZEITFAHREN SCHÖNBERG/KAMP - MANHARTSBERG

Himmelfahrtskommando! Gottseidank waren das gerade mal 5,5 km, mehr hätte ich nicht geschafft, da wäre ich wohl zu Fuß schneller gewesen. Und damit ist auch schon alles gesagt. Platz 11 ist ein trauriges Ergebnis, da habe ich im Ginner-Cup wertvolle Punkte vergeben. Statt Mailand-San Remo habe ich mich entschlossen, jetzt den Ginner-Cup konsequent zu Ende zu fahren. Da sind kaum Straßenrennen dabei, daher kommt mir diese Jahreswertung überhaupt nicht engtgegen. Aber ich bin diesen Cup noch nie gefahren, und genau das reizt mich einmal, dort einen Erfolg zu feiern, wo es gar nicht mein Terrain ist.

Sonntag, 1. Juni 2008: STRASSENRENNEN IN LANGENLOIS

Wieder eine Schmerzpartie! Diesmal von Anfang an, viele Steigungen, gute Besetzung, hohes Tempo, große Hitze! Alles Faktoren, die nicht unbedingt für mich sprechen. Einmal, in der 2. Runde, bin ich sogar mit Habacher und Mateyka in einer 3-Mann-Spitze weggefahren! Das war wohl Übermut und Größenwahn, aber ich mußte einfach wieder mal das Gefühl haben, an der Spitze zu fahren, wenn es auch nur von kurzer Dauer war. Die Schmerzen haben mich dann immer weiter zurückfallen lassen, und am Ende habe ich mich als 7. ins Ziel gerettet - nur wenige Meter vor der nächsten Gruppe!

Dienstag, 3. Juni 2008

Kurze Trainingsrunde, 61,5 km, nur 105 Höhenmeter, Schnitt 31,2 - das war aber auch das Maximum! Ich war fix und fertig, nicht von der Physis oder der Form her, sondern von den Schmerzen! Immer wieder rede ich mir ein, daß es eigentlich doch ein klitzekleines Wenig besser geworden ist in all den vergangenen Wochen!

Sonntag, 8. Juni 2008: ÖSTERREICHISCHE KRITERIUMS-MEISTERSCHAFT IN STATTERSDORF

Wieder eine österreichische Meisterschaft, diesmal ist es relativ gut gegangen. Zwar hatte ich wieder ziemliche Schmerzen, ABER NICHT SO ARG WIE IN DEN VERGANGENEN RENNEN! HURRA! ES GEHT BERGAUF! EIN ENDE IST IN SICHT! Naja, nicht gleich übertreiben, wenn es in dem Maße weitergeht, dauert es noch drei bis dreieinhalb Jahre, bis ich schmerzfrei bin! Also, bitte kein Sarkasmus und auch kein Zynismus! Natürlich geht es dann schneller! Bin ohne Punkte Achter geworden, ein Top-10-Platz bei einer Meisterschaft ist okay, ich bin auch zweimal aktiv vorne weggefahren, einmal mit Gaubitzer, einmal mit Del Pozo, aber mehr war bei diesem Regenrennen nicht drinnen. Dafür gibt es jetzt ein neues Problem, denn mein Innenlager ist ziemlich locker geworden, das Spiel ist gewaltig, diue Kurbel schlägt ja schon beinahe am Rahmen an! Ich mache mir da abedr keinen Kopf, kaufe ich mir halt ein neues Lager und baue das ein.

Mittwoch, 11. Juni 2008

Jawohl, das Training geht schon wieder besser. Die Schmerzen sind deutlich weniger als noch vor einer Woche. Ich bin irgendwie verwirrt, ich VERMISSE DEN SCHMERZ! Habe mir heute ein Campagnolo-Super-Record-Innenlager mit italienischem Gewinde gekauft, aber da ich keinen passenden Lagerschlüssel habe, muß ich mir jetzt wen suchen, der mir das Lager einbaut. Am Wochenende stehen zwei Zeitfahren auf dem Programm, die österreichische Meisterschaft und dann ein Einzelzeitfahren in Lavamünd.

Donnerstag, 12. Juni 2008

Ich trainiere mit dem Zeitfahrrad, die Position ist gewöhnungsbedürftig, und da schmerzt die Schulter gleich wieder. Das ein Teufelskreis! Beim Fuchs Hannes in Kalsdorf habe ich gefragt, der kann es wegen Arbeitsüberlastung frühestens in ein oder zwei Wochen machen, dann habe ich in Fernitz einen Mechaniker entdeckt, bei dem habe ich auch gefragt, aber der hat ja nicht mal einen Campagnolo-Lagerschlüssel! Sachen gibt´s! In Graz dauert es auch überall endlos lange. GIBT ES DENN VERDAMMT NOCH EINMAL KEINEN MECHANIKER, DER DAS ALTE LAGER RAUSSCHRAUBT UND DAS NEUE REIN??!?

Freitag, 13. Juni 2008: MISS WET T-SHIRT!!!

Habt ihr schon mal einen Wettbewerb zur Miß-Wahl mit den naßen T-Shirts gesehen? Nein? Hab da ein paar Bilder für euch rausgesucht. Naja, für mich auch!

   

Naja, machen wir Schluß damit, ehe noch eine Pornoseite daraus wird!

Samstag, 14. Juni 2008: ÖSTERREICHISCHE ZEITFAHRMEISTERSCHAFT IN TRIEBEN

Wieder so ein Scheißtag! Defekt nach 3 km, das ist auch eine Art, dem Schmerz keine Chance zu lassen! Dann halt morgen, da k9onzentriere ich mich jetzt voll darauf, es wird - hoffentlich, toi, toi, toi - das erste Rennen mit dem neuen Zeitfahrrad, das ich auch beenden werde!

Sonntag, 15. Juni 2008: EINZELZEITFAHREN IN LAVAMÜND

Hurra! Es hat endlich mal was geklappt! Zweiter Platz, gut, das ist schön, aber noch viel wichtiger ist der Umstand, daß ich beinahe völlig schmerzfrei gefahren bin! Und das in einem Zeitfahren, in einem sehr welligen noch dazu! Das gibt Hoffnung, das gibt Moral und Auftrieb. In der Aero-Haltung liegt man ja ziemlich flach am Rad, umso mehr wird die Schulter beansprucht, und genau das war in den letzten beiden Monaten das Problem. Diesmal ist es hervorragend gegangen, der Schmerz war zwar da, aber so gering, daß er mich gar nicht gestört hat.

Montag, 16. Juni 2008

Weil ich seit meiner Knieverletzung alles interessiert verfolge, was sich in der Medizin und der Heilkunde so rund um das Kniegelenk tut, ist mir folgender Artikel im "Standard" aufgefallen:

Millionenfach beugen und strecken

Das Knie ist stark, aber auch anfällig. Nach Operationen entscheidet die richtige Kräftigung über den Funktionserhalt. Am Wilhelminenspital in Wien gibt es ein Spezialtraining. Das Kniegelenk ist zugleich biomechanisches Meisterwerk und größte Schwachstelle im menschlichen Bewegungsapparat. Ein Leben lang wird es unter der Last des Körpergewichts millionenfach gebeugt und gestreckt. Der Verschleiß, unter dem 80 % aller 55- bis 60jährigen in Form einer Gonarthrose leiden, scheint unausweichlich. Tatsächlich wird die Kniegelenksarthrose häufig als Alterserkrankung bezeichnet. Das Alter allein für den degenerativen Prozeß verantwortlich zu machen, wäre allerdings zu einfach. Denn das größte menschliche Gelenk kann durchaus bis ins hohe Alter gut funktionieren. Darum hat man bis jetzt angeborene oder erworbene Knorpelschäden für den fortschreitenden Gonarthrosen verantwortlich gemacht. Einig ist man sich darüber nach wie vor aber nicht.

"Es gibt derzeit die Überlegung, daß der Knorpelschwund eigentlich vom angrenzenden Knochen ausgeht", berichtet Heinrich Resch, Leiter der Abteilung für Rheumatologie, Osteologie und Gastroenterologie am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Wien, der sich als Experte für Osteoporose seit Jahren auch mit der Arthrose beschäftigt. In den Knochen von Arthrosepatienten wurden große Mengen an Entzündungszellen gefunden. Der Verdacht, daß diese Zytomkine in den Knorpelbvereich wandern und dort eine Destruktion veranlassen, liegt für den Osteologen nahe. Der Angriffspunkt neuer Medikamente ist daher nicht mehr ausschließlich das Kniegelenk, sondern vielmehr der gelenksnahe Knochen. "Möglicherweise läßt sich mit Strontiumranelat, ein Medikament, das wir in der Behandlung der Osteioporose bereits erfolgreich einsetzen, der Fortschritt der schmerzhaften Arthrosen stoppen oder gar verbessern", erklärt Resch. Strontiumranelat wirkt als sogenanntes DAB A (Dual Acting Bone Agents) auf zweifache Weise: es stimnuliert nicht nur über die Osteoblasten den Knochenaufbau und bremst die knochenabbauenden Osteoklasten, sondern zeigt experimentell auch Wirkung auf den Knorpelstoffwechsel. Im Rahmen einer internationalen Studie soll nun die Wirksamkeit von Strontiumranelat in der Therapie von Kniearthrosen bewiesen werden.

Die HJoffnung auf Besserung bleibt für viele Menschen derzeit unerfüllt. Mehr als 11.000 künstliche Knieprothesen werden in Österreich jährlich implantiert. Die Operation dient als letzte Option, um chronische Knieschmerzen loszuwerden. "Mit der neuen Endoprothese ist es leider noch nicht getan. Das operierte Bein bleibt für lange Zeit wesentlich schwächer als das gesunde", weiß Matthias Wewalka, Facharzt für Physikalische Medizin am Wiener Wilhelminenspital. Grund ist eine Muskelasymmetrie, die für Betroffene eine erhöhte Sturzgefahr bedeuten kann.

Mit einer neu entwickelten Trainingsmethode versucht man nun, die Leistungsdifferenz beider Beine auszugleichen. Dusan Hamar vom Institut für Sportwissenschaften der Universität Bratislava und Helmut Kern, Leiter des Ludwig Boltzmann-Institutes für Elektrostimulation und allgemeine Rehabilitation im Wilhelminenspital, haben spezielle Trainingsgeräte entwickelt. "Das Ziel war, effektive Geräte für ein Krafttraining zu entwickeln und diese in der Rehabilitation von Patienten mit beeinträchtigten Muskelfunktionen einzusetzen", berichtet Hamar. Aus einer Idee wurde das Projekt "Grenzenlos bewegen". Eine Kooperation zwischen Bratislava und Wien mit dem Ziel, im Wiener Wilhelminenspital ein Muskelaufbautraining für Kniepatienten nach Operationen zu etablieren. Mit dem isokinetischen Fahrrad ist der Testbetrieb in Wien bereits im Gange. "Mit isokinetischen Maschinen kann man konstante Bewegungsgeschwindigkeiten vorgeben", erklärt Wewalka den Unterschied zum herkömmlichen Fahrradergometer. Egal, wie kräftig man in die Pedale tritt, man wird nicht schneller. Was sich ändert, ist der Widerstand, gegen den man radelt. "Die Methode schont die Gelenke und ermöglicht es, beide Beine unterschiedlich stark zu trainieren", ergänzt er. Bewegung ohne Überlastung, denn niemand ist in der Lage, mit mehr als seinem eigenen Körpergewicht in die Pedale zu treten.

Ebenfalls fürs Rehab-Knie maßgeschneidert ist die isokinetische Beinpresse. Während der Patient beim Training eine Streckbewegung ausführt, erzeugt das Gerät eine schwingende Gegenbewegung. Die Hypothese, daß diese den Muskel und das Nervensystem zusätzlich stimuliert und einen besseren Trainingseffekt erzeugt, ist für Knieoperierte von nachhaltiger Bedeutung. Hamar ist überzeugt, daß Muskelkraft Menschen nur dann nützlich ist, wenn sie auch schnell produziert werden kann. "Kommt die Kraft zu spät, bleibt das Kniegelenk ungeschützt und ist verletzungsanfälliger", erklärt er.

Die Frage, warum dieses Kraftttraining in der Rehabilitation und nicht schon präventiv, wenn sich damit vielleicht Knorpelschwund, Stürze und Operationen hintanhalten lassen, eingesetzt wird, bleibt offen. "Es gibt genügend Hinweise, daß es sinnvoll wäre", meinen Wewalka und Hamar, letztendlich sei es eine Kostenfrage.

Genau dasselbe Problem hatte ich ja auch nach meiner Operation bzw. habe es noch. Das verletzte rechte Knie ist im Umfang um einen Zentimeter dicker als das linke, der Oberschenkel ist um einen knappen halben Zentimeter dünner. Ich habe damals in der ersten Zeit nach der Operation auch ganz gezielt das verletzte Knie bzw. den Oberschenkel trainiert, um diesem Effekt entgegenzuwirken. Nur hatte ich keine Maschinen zur Verfügung, ich habe es mit Krafttraining, Kräftigungsübungen und Gymnastik versucht sowie mit Gleichgewichtsübungen.

Samstag, 21. Juni 2008

Bin heute eine 68-km-Runde gefahren, Schnitt 31,1, morgen steht ja das schwere Straßenrennen in Amstetten bevor. Fühle mich zwar gut, aber doch relativ schnell ermüdend. Das sind jetzt die Folgen und Nachwirkungen der Schulterverletzung, wegen der ich nicht nur in den Rennen gehandikapt war, sondern natürlich auch zwei Monate lang nicht optimal trainieren konnte.

Sonntag, 22. Juni 23008: STRASSENRENNEN IN AMSTETTEN

Das Rennen zählt zumn Ginner-Cup, ist das einzige Straßenrennen dieser Serie, eigentlich müßte das heute mein ganz großer Tag sein. Doch der war es nicht. Eher das Gegenteil. Ich bin schon in der 2. Runde zu Sturz gekommen, und an den Nachwirkungen aufgerieben worden. Ich konnte nicht mehr schalten, war im Anstieg daher klar überfordert und das hat sich eine Runde später bemerkbar gemacht, als ich zurückgefallen bin und nicht mehr aufschließen konnte, In der Folge bin ich dann nach einer weiteren Runde abgestiegen, völlig erschöpft und außer Atem. Sicher, es war ungewöhnlich heiß heute, aber statt einem Stockerlplatz ist es ein Streichresultat geworden! Gut, das brauche ich ja auch in dieser Serie, so gesehen habe ich eigentlich nichts verloren, aber viel lieber wäre ich heute vorne gelandet und hätte ein anderes Rennen als Streichresultat hergenommen!

Dienstag, 24. Juni 2008

Heute ein 81-km-Training, bin zum Schluß dann in 14:45 Minuten auf die Ries raufgefahren. Schnitt 31,5 km/h, sehr gute Form, es läuft immer besser. Etwas Wehmut ist aber dabei, denn am vergangenen Wochenende hat mein Traumrennen stattgefunden, Mailand-San Remo, leider ohne mich. Anstatt 300 km rennmäßig zu fahren, versuche ich jetzt langsam, mich an die 100-km-Distanhz ranzutasten.

Donnerstag, 26. Juni 2008: EUROPAMEISTERSCHAFT ABGESAGT!

Wegen meiner fragwürdigen Form habe ich ganz schweren Herzens jetzt nach Mailand-San Remo auch die Europameisterschaft in der Tschechei absagen müssen. Der Rundkurs dort ist sauschwer, da habe ich in meinem Zustand absolut nichts verloren. Statt dessen habe ich 126 km trainiert, war unten nin Spielfeld an der slowenischen Grenze, Schnitt 30,7

Samstag, 28. Juni 2008: PAARZEITFAHREN IN MARIAZELL

Bin das Paarzeitfahren, das im Gegensatz zum Vorjahr heuer wieder mit Start und Ziel oben in Mariazell abgewickelt wurde, wie seit jeher mit meinem nunmehr ehemaligen Klubkollegen Gerald Leutgeb aus Krems gefahren. Aber der war diesmal in allen Belangen schwächer als ich. Im Schlußanstieg, auf dieser eineinhalb Kilometer langen Steigung rauf nach Mariazell, bin ich mit 53/19 gefahren, da hat er furchtbar geröchelt und hat gerade  noch mein Hinterrad halten können. Ich war froh, für mich war es eine neuerliche Bestätigung, daß die Form an sich da ist, zumindest auf den kürzeren Distanzen. Trotzdem sind wir nur Siebente geworden.

Danach sind wir zu ihm nach Krems gefahren, wo wir im Keller endlich mein Innenlager gewechselt hab en. Das war vielleicht eine schweißtreibende Arbeit! Sicherheitshalber habe ich auch ein englisches Campagnolo-Lager mitgenommen, und als wir die Kurbel runtergeschraubt haben, da hat man gesehen, daß die innen angelegte Zahnung völlig abgewetzt war, wodurch das Lagerspiel entstanden ist. Man hat damit keinen Schlüssel mehr ansetzen können, hat aber gesehen, daß es ein franzäösisches Edco-Lager gewesen ist. Also mit Vorschlaghammer und Stemmeisen das Zeug rausschlagen, bis wir endlich mal auf einer Seite die Schale heraus hatten. Dann den Rest rausgebohrt und rausgeschlagen, mit furchtbarer Brachialgewalt. Das Gewinde im Rahmen war natürlich ziemnlich abgewetzt, also mit dem Gewindeschneider nachschneiden und hoffen, daß es dadurch um eine Spur größer wird, sodaß die englische Version des Camnpagnolo-Lagers paßt. Wir hatten Glück, dasa Lager hat sich relativ problemlos reindrehen lassen. Das Ganze hat vier Stunden gedauert! Interessante Frage: welcher Sauschädel hat mir in das italienische Gewinde im Rahmen ein französisches Lager mit Gewalt reingedreht???? Ich will den Namen hier nicht nennen, aber es war eine "Fachwerkstätte"!

Sonntag, 29. Juni 2009: KÄRNTNER SEEN-RUNDFAHRT IN KEUTSCHACH

Einfach sensationell! Ich habe den Start der geplanten 160-km-Runde versäumt und bin stattdessen die 108 km gefahren, die eine halbe Stunde später gestartet wurden. Und da habe ich meinen ersten Saisonsieg gefeiert, meinen ersten Sieg überhaupt seit vielen, vielen Jahren, den ersten seit meiner Knieverletzung 2003. Es war im Finale etwas unübersichtlich, eine 60 Mann große Gruppe ist zum Zielanstieg nach Viktring gekommen, und ich habe meine Altersklasse gewonnen, habe mich im Anstieg nicht abschütteln lassen. Das war der Lohn für viele vergossene Schweißtropfen, Tränen und Blutstropfen, für viele Stunden Training, für viele Tausend Kilometer Training auf den staubigen Straßen in der Kälte und der Hitze, bei Regen und praller Sonne.

 

Über den Rennverlauf könnt ihr ja in den Rennberichten nachlesen, hier kan dieser Stelle kann ich euch sagen, daß ich so aufgeregt war, daß ich bei der Siegerehrung auf das Allerwichtigste vergessen habe: nämlich auf mein Vereinstrikot, und so bin ich in "Zivil" da oben am obersten Treppchen gestanden - ein unverzeihlicher Fehler! Der erste Sieg seit 2002! Da werden schon Emotionen frei! Eine lange, lange Durststrecke, die ganze Rehab-Zeit nach meiner Verletzung, die schwere Knieverletzung 2003 mit insgesamt vier Operationen, dann der Oberschenkelhalsbruch 2004 in Cerneglons, die lange Pause, Jahr um Jahr wieder der Versuch, jetzt endlich ein optimales Training zu absolvieren, und dann immer wieder die Enttäuschung, daß es nicht und nicht gelingt, daß die Nachwirkungen der Operationen, der Verletzung, zu schwer sind, daß die vielen Handikaps wie Wetterfühligkeit, erhöhte Schmerzempfindlichkeit, beeinträchtigte Bewegungsfreiheit usw. die Leistung limitieren. Und jedes Jahr wieder die Erkenntnis, daß es immer besser geht, daß es aber noch lange nicht optimal ist. Heuer im Winter dann neuerlich um Klassen besser, und jetzt endlich, als ich schon gar nicht mehr daran glauben konnte, endlich der ersehnte Höhepunkt - ein Sieg!

Mittwoch, 2. Juli 2008

Ich bin immer noch mitten in der Euphorie des ersten Sieges vom Sonntag - viele Glückwünsche, viele mails habe ich erhalten, jetzt sind sie wieder da, áll die Schulterklopfer und vielen Freunde! Aber ich will nicht undankbar sein, es sind auch viele echte Freunde dabei! Ihnen allen möchte ich an dieser Stelle ein riesiges Dankeschön zurufen, daß sie in all den Jahren der Entbehrungen und Enttäuschungen eisern zu mir gehalten haben, mich unterstützt und mir die Daumen gedrückt haben! Danke!

Bin heute nach Semriach raufgefahren (Auffahrt in 13:14), es war heiß und seit langem wieder ein Berg im Training. Die Schulter ist wirklich sehr viel besser geworden, wie könnte es nach einem solchen Sieg auch anders sein?

Donnerstag, 3. Juli 2008

Heute war der Schöckel dran - naja, eigentlich sollte ich darüber gar kein Wort verlieren - zu enttäuschend war die Leistung. Aber was habe ich nach zwei Monaten ohne Bergttraining auch erwartet? Bin über die leichte Seite raufgefahren, über Kumbereg, und schon die ersten Zwischenzeiten waren nicht berauschend. Als es nach der Mulde in den Wald reingeht, war ich erst nach 11:50 Minuten dort, hatte da schon knappe 2 Minuten Rückstand auf meine besten Auffahrtszeiten! Beim Kreuzwirt war ich nach 24:20, damit war ich schon 5 Minuten hinten! Und das Angerkreuz ganz oben, die letzte Kreuzung, passierte ich gar erst nach 42:30 Minuten, hatte damit 8 Minuten verloren!Und eineinhalb Kilometer später war ich dann endlich wirklich oben (Mautstelle), aber eben erst nach 49:13, lag damit 11 Minuten hinter meiner Bestzeit! Gut, ich muß ja nicht gleich eine Bestzeit fahren, aber etwas schneller hatte ich es mir schon vorgestellt! Dann halt das nächste Mal!

Freitag, 4. Juli 2008

Bin heute 60 km mit 30 km/h Schnitt gefahren, es wird also doch besser!

Samstag, 5. Juli 2008: STRASSENRENNEN IN LINDEGG

Der schwere Rundkurs in Lindegg (Salli-Rennen) hat mich etwas überfordert, aber wirklich abgerissen bin ich durch einen Konzentrationsfehler. Gut, das ist eine Sache, aber ich bin dann alleine weitergefahren, habe alle hinter mir auf Distanz gehalten, ihnen sogar Zeit abgenommen. Ich brauche jetzt wirklich jeden Rennkilometer, und viele, viele schwere Trainingskilometer!

Sonntag, 6. Juli 2008: BERGRENNEN IN EIBISWALD

Wieder so ein Dämpfer! Wäre am liebsten im Erdboden versunken! Aber am Berg fehlt es mir im Moment noch ganz gewaltig, da binich sofort überfordert, sofort am Anschlag und sofort abgerissen! Dazu kam heute noch eine große Hitze, was auch nicht unbedingt mein Wetter ist. Aber das alles sollen keine Ausreden sein, ich bin heute einfach lausig gefahren

    

Eine so schwache Vorstellung nagt halt schon sehr an der Psyche! Am gleichen Tag wäre auch das Bergrennen von Wildbach nach Freiland gewesen, nur 20 km von hier entfernt! Wenn ich am Vormittag wie erwartet gefahren wäre, dann hätte ich auch noch am Nachmittag antreten wollen, aber so habe ich es vorgezogen, ein Debakel pro Tag mal zu verarbeiten! Trotzdem finde ich es sehr, sehr schade, daß zwei Rennen noch dazu in derselben Region am selben Tag stattfinden müssen! Anscheinend gibt es zu viele davon!!! Stellt sich natürlich die Frage, was denn so auf einer gewissen Terminkalendertagung alles gemacht wird!

Montag, 7. Juli 2008

Bin heute nur flache 40 km gefahren, mit 35° wohl ein Höhepunkt der derzeitigen Hitzewelle!

In der "Steirerkrone" habe ich einen ganz ungewöhnlichen Artikel gefunden, den will ich euch wirklich nicht vorenthalten!

Mehr Babys für Rußland nach Liebes-Camp

Moskau. "Erinnert euch an die Mammnuts. Sie sind ausgestorben, weil sie nicht genug Sex hatten, das darf Rußland nicht passieren!" So unverblümt forderten Funktionäre im Sommercamp bei Moskau zu ungebremstem Liuebesleben auf. Es gibt sogar herzförmige"Liebesoasen" in den Schlafzelten.

Zu Beginn jeder Ferienwoche werden im riesigen Camp der Kreml-nahen Organisation "Nashi" Massenhochzeiten abgehalten, Kondome sind ebenso verpönt wie knappe Dessous, die angeblich unfruchtbar machen, und Alkohol, denn übergroßer Wodkakonsum ist ein Hauptgrund für den Bevölkerungsrückgang.

Derzeit schrumpft Riußland um h 750.000 Menschen, die Lebenserwartung sinkt wie die Geburtenrate, Präsident Putin hatte 2007 deshalb zum Jahr des Kindes aufgerufen - im Jugend-Sommercamp sollen seine Absichten dem Bericht eines britischen  Reporters zufolge in die Tat umgesetzt werden.

Wohl frei nach dem lustigen Motto: "Auf der Alm, da gib t´s ka Sünd!"

  Pskow: Junges russisches Paar St. Petersburg: Junge Russin St. Petersburg: Junge RussinSt. Petersburg: Hochzeit im Sommer-Park 

Dienstag 8. Juli 2008

Und wieder bin ich nach Semriach rauf, diesmal in 12:28.

Die allgemeine Sachlage, daß der Radsport in Österreich eben nur eine Randsportart ist, muß man ebenso akzeptieren wie die Tatsache, daß Österreich trotz der Erfolge eines Georg Totschnig, Gerrit Glomser, Peter Luttenberger oder Bernhard Kohl einfach DOCH kein Radsportland ist und niemals eines werden wird! Das sieht man ja schon daran, daß es hierzulande KEINERLEI entsprechende Infrastruktur gibt, es gibt keinen österreichischen Rahmen, es gibt kein österreichisches Zubehör, und eben wegen der fehlenden Medienpräsenz gibt es daher auch KEINEN Sponsor, der naiv genug ist, da Geld reinzustecken. Wo Geld ist, dort fliegt Geld zu. Der österreichische Radsport hat kein Geld und wird nie eines haben. Und ich wage jetzt schon die Prognose, daß es z.B. NIEMALS ein österreichisches Profiteam der allerersten Garnitur geben wird, das etwa die Tour de France bestreiten kann! Alle österreichischern Initiativen sind rein PRIVATER Natur und daher natürlich nur von kurzer Dauer und nicht mehr als ein STROHFEUER!

Wo bleiben die österreichischen großen Veranstaltungen? Die Österreich-Rundfahrt steht jedes Jahr auf äußerst wackeligen Füßen, Wien-Gresten-Wien gibt es genausowenig mehr wie etwa die NÖ-Rundfahrt, die Kärnten-Rundfahrt, die OÖ-Rundfahrt, jetzt ist auch noch die Dusika-Jugendtour verschwunden, die OÖ-Junioren-Rundfahrt, aber auch die NÖ-Master-Rundfahrt ist vom Terminkalender weg, die Saison wird immer kürzer, beginnt jetzt sogar schon für die Elitefahrer erst im April und endet aber schon im September. Das sind allesamt keine guten Vorzeichen. Ganz zu schweigen von den vielen anderen Veranstaltungen, die früher mal echte Klassiker mit Tradition waren und heute aber schon lange der Vergangenheit angehören. Wo sind etwa Wien-Eisenstadt-Wien und der Grand Prix Großebersdorf geblieben, wo die Straßenrennen in Korneuburg, in Stockerau, der Klassiker Wien-Graz oder Innsbruck-Salzburg? Dann gab  es frühert ja auch mal die Marathon-Klassiker Amstetten-Wien-Amstetten (240 km) oder Budapest-Wien (260 km), dazu so jahrzehntealte Klassiker wie Wien-Drasenhofen-Wien, Schweitzer-Gedenkrennen, Rund um den Tschirgant in Telfs oder auch die vielern Kriterien etwa in Wien, die es heute alle nicht mehr gibt. Alle dem Verkehr zum Opfer gefallen? Der geänderten Verkehrssituation? Oder ist den Veranstaltern das Geld ausgegangen? Die Lust vergangen? Verschärfte Auflagen? Immer wieder hört man, daß man heutzutage ja gar kein Rennen mehr organisieren kann, daß das durch die Auflagen unmöglich gemacht wird. Die Starterzahlen werden immer kleiner, und das in allen Kategorien. Alle Anzeichen deuten auf eines hin: DER RADSPORT IST IM TODESKAMPF, LIEGT IM STERBEN! Ich glaube, ich werde diese Gedanken heuer noch ein paarmal aufgreifen und weiterspinnen!

Im Ausscheidungsrennen am Wachau-Ring bin ich ein Opfer meiner eigenen Unerfahrenheit geworden. Klingt etwas seltsam, wenn ausgerechnet ich das sage, nicht wahr? Aber es stimmt schon, das Ausscheidungsrennen ist eigentlich ja ein Bewerb von der Bahn. Und dort bin ich nie gefahren, da fehlt mnir die Erfahrung völlig. So bin ich zum Beispiel ausgeschieden, weil ich es verabsäumt habe, mich aus der Gruppe zu befreien und ganz außen zu fahren. Stattdessen war ich froh, daß ich mittendrin Schutz vor dem Wind gefunden habe. Vor derr Linie war ich dann so eingesperrt, daß ich sogar bremsen mußte - und bin natürlich promnpt ausgeschieden! Zur Wertung hin - bei einem Ausscheidungsrennen halt in jeder Runde - muß man AUSSEN fahren, wo man nicht eingesperrt werden kann! Eigentlich wollte ich ja im Raum Melk/Krems bleiben, und am morgigen Sonntag in Mautern die 160-km-Strecke des Wachau-Marathons des nächsten Wochenendes abfahren, um mir so die Strecke mal anzuschauen. Der Wachau-Marathon ist ja gleichzeitig - zum zweiten Mal übrigens schon - als österreichische Marathon-Meisterschaft ausgeschrieben. Aber unmittelbar nach dem Ausscheidungsrennen hat ein derartiges Unwetter eingesetzt, daß ich - sicher ist sicher - vorbeugend schon mal nach Graz zurückgefahren bin. 

Mittwoch, 9. Juli 2008

Bergtraining pur. Das ist das Terrain, auf dem ich mich jetzt verbessern muß! 103 km in 4:07 Stunden, darunter der Silberberg (22:25), das Sattelhaus (31:47), 1000 Höhenmeter bei 30° und Sonnenschein! Die Heilung der Schulter geht jetzt ganz, ganz schnell vonstatten, ich spüre kaum mehr was. Nur habe ich jetzt halt leider auch so gar keine Form.

Donnerstag, 10. Juli 2008

Bin heute leider durch einen Reifenschaden hinten gebremst worden. Fasslberg 9:47, Eidexberg 7:40, das waren schon ganz gute Zeiten am Berg

Freitag, 11. Juli 2008

Und wieder ein paar Anstiege! Hühnerberg 5:22, Guggitzberg 9:55, Labillberg 8:25 - schön langsam wird es besser und besser, es geht bergauf, im wahrsten Sinn des Wortes!

Samstag, 12. Juli 2008: AUSSCHEIDUNGSRENNEN AM WACHAU-RING IN MELK

Zum ersten Mal bin ich am Wachau-Ring in Melk. Leider gibt es hier nur ein Ausscheidungsrennen, das zum Ginner-Cup zählt, und kein Rundstreckenrennen oder Kriterium. Eigentlich ist der Wachau-Ring ja keine permanente Rennstrecke, sondern ein Fahrsicherheits-Kurs.

Der Alutec Boost One mit Alutec-Model Micaela

Die Gridgirls

Und leider sind die Distanzen viel zu kurz. Für solche Rennen brauche ich ja nicht zu trainieren! Wie ich überhaupt an dieser Stelle mal die Rolle der Medien bekritteln möchte: in KEINER EINZIGEN Zeitung habe ich einen Bericht vom Ausscheidungsrennen gefunden! Sicher, ein so großes Rennen war das nun auch wieder nicht, das ist schon richtig, aber immerhin, vor 10 bis 15 Jahren, da fand man in nahezu ALLEN Zeitungen von viel kleineren, lokalen Rennen die Ergebnisse der ersten zehn von ALLEN Kategorien, samt Fotos und Rennberichten. Ich möchte hier nicht dem Veranstalter einen Vorwurf machen, daß der sich nicht darum gekümmert hat. Nein, das betrifft ALLE Veranstalter, denn von KEINEM Rennen liest man in den Zeitungen! Nehmen wir mal an, daß sich der Stellenwert des Radsports geändert hat, daß er von einer Randsportart zum einem Exotikum verkommen ist. Nehmen wir weiter an, daß irgendwo ein ganz, ganz mächtiger FETTARSCH hockt, der alle Berichte abwürgt - es wäre doch gelacht, wenn da nicht ALLE VERANSTALTER ZUSAMMEN etwas erreichen könnten! Unterschriftenlisten hat es schon gegeben, das hat leider GAR NICHTS genützt. Die Argumente, die man hört, sind ja immer dieserlbern: Kein Platz, kein Reporter, daher auch kein Bericht, zu geringes Interesse, keine Lobby, wie überhaupt KEIN GELD drinsteckt! Daraus folgt: wenn man es richtig anpackt, erhält man sehr wohl einen umfassenden Bericht in den Medien, mit Rennberichten, Ergebnissen und Fotos! Und wie? Indem man einen Vertreter einer oder am besten gleich von zwei oder drei Zeitungen (oder Wochenblättern) persönlich einlädt, die ausführlich bewirtet, herumführt, ihnen in den ARSCH KRIECHT, ihnen bevorzugte Plätze anbietet, wie etwa im Vorausauto, im Auto des Rennleiters oder UCI-Kommissärs, direkt an der Ziellinie, indem man sie mit einbindet in alle Entscheidungen (z.B. Rennleitersitzung, Auswertung des Zielfilms, Erstellen des Klassements, Siegerehrung usw. und am Ende wieder mit einem 5-Gang-Menü belohnt. Das wäre doch wirklich gelacht, wenn man sich damit nicht einen entsprechenden Bericht kaufen könnte! Nur: dieser Aufwand ist anscheinend jedem Veranstalter zu groß oder zu mühsam. Man muß aber irgendwie sich von der Vorstellung lösen, daß die Medien zu Berichten verpflichtet sind, und die Tatsache akzeptieren, daß man sich diese Berichte KAUFEN muß!

 Sonntag, 13. Juli 2008

Heute war - wie zum Trotz - ein strahlend schöner herrlicher Sommertag, heiß, und so bin ich eine größere Runde gefahren, 126,5 km, viereinhalb Stunden, über den Weizberg (6:49) und Geistthal (8:39). Das habe ich gebraucht, áber es hat mir schon auch leidgetan, daß ich nicht in Mautern oben geblieben  bin. Jetzt heißt es halt nächste Woche ohne Streckenkenntnis in den Marathon steigen!

Dienstag, 15. Juli 2008 

Ich muß das Bergtraining forcieren, bin heute die 68-km-Bergrunde gefahren, über Hiening (5 km in 21:39) und Trössnitz (2,7 km in 13:39), Gesamtschnitt 28 km/h.

Einen ganz interessanten Artikel habe ich in den "Salzburger Nachrichten" ausgegegraben, den möchte ich euch gerne zeigen: 

Gefilmt und beschnüffelt - von früh bis spät

Ob zu Hause oder in der Öffentlichkeit, bei der Benutzung des Computers, der Kreditkarte oder der S-Bahn. Der moderne Mensch hinterläßt vielfältige Datenspuren. Diese Informationen wecken Begehrlichkeiten bei Staat und Wirtschaft. Der fiktive Tagesablauf eines unbescholtenen Deutschen zeigt, wie weit die Überwachung schon reicht - ohne Maßnahmen wie die online-Durchsuchung von Computern.

Aufstehen, duschen, Kaffee trinken - Bad und Küche sind ein unbeobachteter Bereich. Doch wer zum Telefon greift oder zum Handy, hinerläßt bereits Spuren. "Die Netzbetreiber speichern alle Verkehrsdaten", sagt Nils Bergemann vom Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-.HGolstein -. aklso wer wen wann und von wo aus anruft oder mit einer SMS bedenkt.

Auf dem Weg zur Arbeit gibt es vielerorts in S-Bahn oder Bus keine unbeobachteten Momente. Tausende Kameras der Polizei sind in Deutschland installiert. Hinzu kommen Kameras von Unternehmen oder Privatpersonen in Einkaufszentren, Bahnhöfen oder Villen. Die Bilder werden unterschiedlich lange gespeichert. Systeme zur automatischen Erkennung von Personen in einer Menschenmenge mittels biometrischer Merkmale etwa des Gesichts werden (noch) nicht eingesetzt.

Beim Einkauf in der Mittagspause - natürlich unter Videobeobachtung - zieht die Verkäuferin die Kreditkarte und die Kundenkarte durchs Lesegerät. Der Käufer bekommt seiner Ware und die Bonuspunkte, die beteiligten Unternehmen erhalten detaillierte Informationen über seine Konsumgewohnheiten: Was mag er? Wie viel Geld gibt er aus? Kauft er nur für sich oder Produkte für eine Familie? 

Rückfahrt von der Arbeit im Auto eines Kollegen. Zumindest in einigen Bundesländern könnte die Poilizei auf der Suche nach Gesetzesbrechern am Straßenrand eine Kamera aufgebaut haben, die die Kfz-Kennzeichen registriert und mit Fahndungsdaten abgleicht.

Schnell noch zur Bank Geld holen. Hoffentlich war mit der Steuererklärung alles in Ordnung, sonst dürfte die Finanzbehörde - wie Sozialverwaltung oder Justiz - bei einem Verdacht heimlich abfragen, wie viele Konten die Bank für den Kunden führt.

Zeit, im Internet den Urlaub zu buchen. DieSuchmaschine wirft tolle Angebote aus - und speichert für anderthalb Jahre Suchbegriffe und IP-Adresse des Computers. Unbemerkt entsteht ein Profil, das alles über das Surfverhalten und damit viel über die Person verrät. Die amerikanischen Suchmaschinen müssen über angefragte Personen Auskunft geben, wenn die Behörden es verlangen. Und die meisten Anbieter haben ihre Server in den USA. 

Na, das sind ja schöne Aussichten. Der Begriff des "gläsernen 'Menschen" bekommt da eine ganz neue Bedeutung! Orwell (1984) schau oba! Big Brother is watching you!

Mittwoch, 16. Juli 2008

Wieder am Berg trainiert, den Aframberg bei Wildon (6:54), es war wieder heiß, 34°, habe 64 km trainiert.

Donnerstag, 17. Juli 2008

Bin 80 km über den Deixenberg (8:02) gefahren, der ist steil (39/23), 32°, also wieder ziemlich heiß. Geduld ist gefragt, wie immer, wenn man die Form finden und aufbauen will. Da geht nichts über Nacht, nichts läßt sich erzwingen, auch nicht mit Beschwörungsformeln oder Ritualen. Ich habe den Vorteil, daß ich weiß, wie das geht, ich weiß, was ich tun muß, um in Form zu kommen. Und da ist es kontraproduktiv, wenn ich darüber trauere, was ich heuer schon alles durch meine Schultervlerletzung verpaßt habe: etwa die Tirol-Rundfahrt, Mailand-San Remo, die Europameisterschaft... Mit Sentimentalitäten gewinnt man gar nichts. Und immerhin habe ich ein paar Podestplätze und einen Sieg bei der Kärntner Seen-Rundfahrt in Keutschach. Allein das ist mehr als ich nach den vergangenen Jahren erwarten durfte. Eigentlich ist diese Saison jetzt schon meine stärkste und erfolgreichste seit 2003. Der Grund ist aber nicht allein der Vereinswechsel, sicher, der motiviert ungemein, man schöpft neue Moral und Motivation. Nein, der Hauptgrund ist, daß ich meine Knieverletzung aus 2003 ziemlich überwunden haben dürfte.

Freitag, 18. Juli 2008: DER WACHAU-MARATHON RUFT!

Ein Schnellkurs in Sachen Formaufbau für den Wachau-Marathon am Sonntag - heute bin ich zweigeteilt unterwegs gewesen, am Vormittag 57 km (28,3 km/h), am Nachmnittag 58 km (30,1 km/h). Im Training fühle ich mich gut und stark, wie es im Rennen aussieht - abwarten. Jeder Tag ist ein Gewinn für mich, mit jedem Tag rollt es besser, komme ich der guten Form einen kleinen Schritt näher. Daß der Wachau-Marathon viel zu früh kommt, weiß ich auch. Aber ändern kann ich es nicht. Die Strecke dort ist verdammt schwer.

Samstag, 19. Juli 2008

Bin heute in Frohnleiten gewesen, 71 km, Schnitt 29,0 km/h, bewölkt, aber schwül, 28°

Sonntag, 20. Juli 2008: WACHAU-MARATHON IN MAUTERN,  ÖSTERREICHISCHE MARATHONMEISTERSCHAFT

Ich habe es geahnt! Es hat halt nicht sollen sein! Bis etwa 20 km vor dem Ziel hatte ich noch den 7. Platz vor Augen, pardon, vor den Reifen, geworden ist es dann leider nur der 18. - denn ich bin ganz fürchterlich eingegangen, ich bin gestorben, explodiert, hunderte Male, es war eine unglaubliche Tortur, diese letzten 20 km waren die Hölle! Gut, ich möchte hier nicht herumjammern und raunzen und meckern, den Rennbericht könnt ihr woanders lesen, meinen Frust könnt ihr sicherlich verstehen.

Warum ist es schiefgegangen? Hauptgrund ist sicherlich meine Schulterverletzung und der daraus resultierende Trainingsrückstand. Damut kann ich mich vielleicht über ein 120-km- oder sogar ein 140-km-Rennen mitschwindeln, aber nicht über 163 km und zweieinhalbtausend Höhenmeter. Die Strecke ist unglaublich schwer und einer Marathonmeisterschaft sicherlich würdig. Die entscheidende Passage ist der Anstieg zum Seiberer, und der kommt sehr, sehr früh, das ist vielleicht ein Nachteil, weil man von da an alleine oder zumindest in einer kleinen Gruppe fährt und sehr darauf angewiesen ist, daß diese Gruppe gut läuft. Was kann ich im nächsten Jahr besser machen? Abgesehen von einer sehr viel besseren Form fällt mir vor allem eines auf: weil der Seiberer eine so zentrale Rolle spielt, ist dort jede Minute wichtig, die man gewinnt oder verliert. Was ist, wenn ich ohne Trinkflasache starte und dann natürlich am Seiberer das Gerwicht von zwei vollen großen Trinkflaschen NICHT mitschleppen muß? Wenn oben auf der Kuppe jemand wartet, der mich dann  mit zwei Flaschen versorgt? Ist da eine Minute drin? Oder gar mehr? Wieviel macht allein der psychologische Faktor aus? Muß man einfach ausprobieren. Ist auch nur so eine Idee von mir, geboren aus dem Zustand des völligen Zusammenbruchs.

Montag, 21. Juli 2008: INTERNET-GESCHICHTE - MEHR ALS NUR EINE ENZYKLOPÄDIE: WIE WIKIPEDIA GEBOREN WURDE UND WAS BIS JETZT DARAUS ENTSTANDEN IST

Alles begann Ende 2000, als Jimmy Wales seinen Freund Larry Sanger fragte, ob er bei einem großen Sammelwerk freien Wissens - der Nupedia - mitmachen wolle. Gleich begannen sie, bekannte Wissenschaftler für einen Beirat zu gewinnen. Anfang 2001 hörten sie zum ersten Mal von Wikis - das sind Webseiten, wo jeder Nutzer jede Seite ändern darf. Fünf Tage dauerte es, bis Wikipedia.org. am 15. Jänner 2001 online ging. Noch am gleichen Tag begannen die Nutzer mit ihrer Arbeit. Die Wissenschaftler zogen sich zurück, weil sie die Idee für absurd hielten: einfache Leute schreiben sich selbst ein Lexikon - das konnte nicht gutgehen. Ging es doch und Wikipedia hat heute 6,8 Millionen Artikel in mehr als 100 Sprachen. 434.000 Benutzer sind weltweit registriert, rund 30.000 schreiben im deutschsprachigen Raum regelmäßig mit.

Nicht nur das Lexikon selbst ist frei - auch die dahinterstehende Software wird verschenkt: der Mediawiki steht allen, die ein ähnliches Webangebot machen wollen, zur Verfügung. Außerdem hat jeder vollen Zugriff auf die Daten von Wikipedia. So entstand etwa Maxpedia.org - eine Handy-Version der Enzyklopädie.

 

Jimmy Wales                                                                                                                                                         Larry Sanger

Mit dem Erfolg kamen aber auch Probleme. Mitgründer Sanger zog sich zurück, als immer mehr "Trolle" Teil der Gemeinschaft wurden. Haßtiraden gegen Mitglieder und Vandalismus sind die Kehrseite des Wikipedia-Phänomens. Sangers Ausweg: etwas Ähnliches mußte her. Mit Citizendium.org will er den Erfolg kopieren. Einziger Unterschied: erst wenn man seine wahre Identität preisgegeben hat, darf man losschreiben, Auch wenn immer noch nur Amateure publizieren, verspricht sich Sanger dadurch höhere Qualität.

Auch Wales will den Erfolg nutzen und gründete das kommerzielle Projekt Wikia. Hier darf alles hinein, das aufgrund der strengen Relevanzkriterien in Wikipedia keinen Platz findet. Wer beim eigentlichen Lexikon nicht fündig wird, bekommt hier garantiert etwas. Und dann wäre da noch Wikia Search...

Dienstag, 22. Juli 2008

Heute bin ich 61 km (29,1 km/h) gefahren, nach Mellach auf den Murberg rauf in 5:05, nicht mehr so heiß wie in den letzten Tagen, mit 23° deutlich kühler. Wie sieht jetzt die weitere Saison aus? Ich möchte endlich mal ein paar Rennen in Hochform fahren. Am Wochenende b eim "Trattberger Stier", dem wohl schwersten, sicherlich aber längsten Bergrennen Österreichs (89 km) habe ich schon mal Gelegenheit, die Form genauer zu testen.

Donnerstag, 24. Juli 2008: STRING-TANGA

Bin in Neuhof hinten im Tal gewesen, 86,5 km (Schnitt 31,0 km/h), und wieder 28°, also ganz schön warm - wie in der Hölle auch.

  

  

Ein String, G-String oder String-Tanga bezeichnet einen Slip, welcher hinten aus einem knappen Stoffdreieck und Bändern besteht und somit das Gesäß unbedeckt läßt. String bedeutet auf Englisch "Schnur", Tanga ein aus Brasilien stammendes seitlich geschnürtes Bikini-Unterteil. Die Herkunft des Begriffes G-String ist zwar unklar, allerdings taucht er in der englischen Sprache bereits Anfang des 19. Jahrhunderts auf. Die sprachliche Herleitung von der G-Saite eines Musikinstruments ist zwar populär, aber unbelegt.

File:G-string (back) photomodel Jassi.jpg

Als String ausgestaltete Lendenschürze oder Genitalzierden gehören zu den ältesten Kleidungsstücken der Menschheit. Schon vor dem Auszug aus Afrika vor mehreren zehntausend Jahren sind ähnliche Kleidungsstücke belegt, wie sie z.B. von den Khoisan im südlichen Afrika vor allem von Männern seit Jahrtausenden getragen werden. In Japan war bis zur Niederlage im Zweiten Weltkrieg das Fundoshi die traditionelle Unter- und Badebekleidung für Männer.

File:Radlerhose Fotomodel Ina hinten.jpg 

In der westlichen Welt wurde der String erst im späten 20. Jahrhundert populär. Ab den 1970er Jahren tauchte er in der Folge der zunehmenden Lockerung der Sexualmoral und den damit einhergehenden modischen Veränderungen und als logische Weiterentwicklung der Bikinimode (hochgeschnittene, sogenannte französische Beinausschnitte) vereinzelt als Bademode und als Reizwäsche auf, die Zeitschrift "Stern" zeigte ihn im Zuge der sogenannten Sexwelle etwa 1972 und 1974. Der modische Mainstream blieb davon allerdings noch weitgehend unbeeinflußt.

File:String Bikini (Jassi) Rear.jpg  File:G-String Bathing Suit.jpg

In den 1990er Jahren wurden Strings als Frauenunterwäsche populär, anfangs befördert durch den Vorteil, daß sie sich unter enger, dünner oder heller Beinbekleidung im Gegensatz zu herkömmnlichen Slips nicht abzeichnen. Einhergehend mit dieser Mode stieg die Verbreitung des String in der Bademode.

  File:G-string-example.jpg

Samstag, 26. Juli 2008: BERGRENNEN TRATTBERGER STIER IN SALZBURG

War das heute eine Tortur! Nicht nur, daß mich das 89-km-Rennen so hergenommen hat wie noch keines heuer, habe ich vorher 18 km aufgewärmt und bin danach noch 34 km zurück zum Start nach Glasenbach bei Salzburg gefahren, das heißt, ich bin heute insgesamt 141 km gefahren! Ich war jedenfalls völlig geschafft und heilfroh, als ich wieder am großen Parkplatz bei Glasenbach war und ins Auto gestiegen bin!

    

Sonntag, 27. Juli 2008  

Ich war heute noch so tot, so völlig tot von gestern, die Muskeln noch so schwach und sauer, daß es mir tatsächlich völlig unmöglich warm, wie geplant am Zeitfahren in Bruck/Mur teilzunehmen. Ich bin nur daheim herumgelegen und herumgesessen, konnte nicht mal über die Stiege in den Keller steigen. Daher mußter ich auch sogar das Rad von gestern noch im Auto lassen. Peinlich, peinlich! 

Montag, 28. Juli 2008: ANGRIFF AUF DAS MONOPOL VON GOOGLE  

Wikipedia-Gründer Jimmy Wales will Google vom Thron stoßen. Mit Hilfe der Nutzer soll das Quasi-Monopol aufgebrochen werden. Sind Microsofts Technologien gut? Nicht einmal Wikipedia wird darüber eine Auskunft geben können und das, obwohl der Softwarekonzern im vergangenen Jahr jemanden anheuerte, um bestimmte Einträge in der globalen Internet-Enzyklopädie zu "frisieren". Der unverdächtige Blogger aus Ajstralien sollte Fehler in technischen Einträgen korrigieren. Doch der Coup flog auf und Bill Gagtes muß damit leben, daß so manches in Wikipedia nicht richtig ist - zumindest, wenn es nach seiner Meinung geht.

Im Internet stellt sich immer öfter die Frage, wie verläßlich Quellen unbekannter Herkunft sind. Die Diskussion erreicht nun einen neuen Höhepunkt, da Wikipedia-Gründer Jimmy Wales ein Suchmaschinenprojekt starten will, das nach demselben Prinzip funktionieren soll wie die gewaltige online-Enzyklopädie: die Nutzer selbst sorgen dafür, daß die Suchergebnisse relevanter sind als sie von Google geliefert werden.

Noch harrt das Projekt "Wikia-Search" in den Startlöchern. Vergangene Woche wurden erst die Software-Roboter vorgestellt, die fortan das Web durchforsten, Gegen Ende des Jahres soll eine eingeschränkte Version online sein. Mit der Weisheit und Intelligenz der Masse will Wales die Server und den Suchalgorithmus von Google besiegen. Ganz abgesehen, daß es Ähnliches bereits gibt, birgt das Gefahren in sich: wo Menschen am Werk sind, gibt es auch Irrtümer. Und weil nicht jeder nur Gutes im Sinne hat, ist Manipulation schon vorprogrammiert. Niemand kann verhindern, daß der eine oder andere schlaue Nutzer etwas anstellt.

Google-Suchergebnisse basieren auf einer streng geheimen Mixtur an mathematischen Formeln. Wären diese bekannt, würden Kriminelle und Viagra-Verkäufer sie schamlos ausnutzen - das Web wäre nicht mehr, was es ist. Und hier ist auch schon der zweite "Schwachpunkt" von Wikia-Search: deren Kochrezept ist jedem bekannt, der den Programmiercode lesen kann. Jeder, der will, kann erfahren, wie die Suchmaschine intern arbeitet und wie man seine Website schneller in den Ergebnissen nach oben bringt. Die Offenheit des Quellcodes kann zwar helfen, Schwachstellen zu finden - doch bis diese ausgebessert snd, wurden sie binnen Minuten ausgenutzt.

Anbgesichts des Monopols von Google bei Suchmaschinen im Internet wäre Konkurrenz auf jeden Fall wünschenswert. Allerdings ist der Mensch ein Gewohnheitstier - nicht einmal Microsoft bringt es mit vorab eingestellter Software unter Wkindows zustande, Nutzer von Google auf die eigene Live-Suche zu locken. Bill Gates´ Marktanteile liegen in Europa nur einen Hauch über der Meßbarkeitsgrenze. Vielleicht läßt sich aber der Erfolg von Wikipedia mit seiner engagierten Nutzergemeinschaft wiederholen.

Suchmaschinen-Marktanteile  USA: Google 49,5 %, Yahoo 25,1 %, Microsoft 13,2 %, Ask 5,0 %, AOL 4,6 % 

                                       Europa: Google 89,5 %, Yahoo 2,9 %, T-online 1,9 %, Microsoft 1,6 %, AOL 1,2 % 

Dienstag, 29. Juli 2008 

Bin heute endlich wieder mal im Sattel gesessen, und habe gleich eine lange Einheit abgespult, runter zur Grenze nach Spielfeld, 108 km, 3:42´ , Schnitt 29,3 km/h

Mittwoch, 30. Juli 2008

Wieder ein paar Anstiege, den Weizberg bin ich in 7:20 raufgefahren, nach St. Oswald in 7:19, insgesamt 68 km, 2:18´  

Donnerstag, 31. Juli 2008: RECHBERG 

Wieder Bergtraining, heute war ich am Rechberg oben, den ich in 37:41 bewältigt habe. Es war zwar heiß, 30°, es herrschte aber auch zeitweise leichter Nieselregen, der richtig angenehm war. Gut, auf diese Zeit brauche ich mir wahrlich niuchts einzubilden, aber es war ja auch nur ein Training. Und kein Rennen. Das verwechseln die meisten ja immer. Die fahren im Training ein Rennen und im Rennen sind sie dann leer. Meine Rede: zum Radsport gehört auch eine gehörige Portion Hirn, das heißt, ohne Verstand ist kein Erfolg möglich. Aber das ist anscheinend so was ähnliches wie ein Glaubensgeheimnis, weil es so wenige kennen. Bin die 87-km-Runder in 3:15´ gefahren (28,6 km/h) 

Freitag, 1. August 2008: GEBURTSTAGE 

Richtig, heute gibt es zwei Geburtstage zu feiern, nein, nicht meinen, es sind zwei ganz, ganz fiese Zeitgenossen, um die es heute geht: der erste ist ein virtueller Schädling, nämlich der Computerwurm, der wird heute 26, der zweite betrifft die Rechtschreibreform!

Ein virtueller Schädling wird 26 

Der erste Computervirus wurde 1982 als Scherz programmiert. Seine Nachfahren verursachen inzwischen jährlich Milliardenschäden. Die Horrorvision für Computernutzer hat viele Formen. Sie kann ein plötzlich erscheinender blauer Bildschirm mit dem Schriftzug "Ausnahmefehler 4923030a aufgetreten", ein kleines Fenster mit dem Hinweis "Windows fährt in 0:59 automatisch herunter" oder einfach nur ein schwarzer Monitor sein. Schuld ist dann meist ein Computervirus, der den PC befallen hat und sich nur mit viel Zeit, Schweiß und Ärger wieder beseitigen läßt. Da diese Viren kaum Freunde haben, werden auch nur wenige heuer den 26. Geburtstag des virtuellen Schädlings feiern.  

Der Topix-Gründer und -CEO Rich Skrenta heute

 

1982 schrieb der 15jährige Amerikaner Rich Skrenta das sich selbst vervielfältigende Programm "Elk Cloner" auf seinem Apple II. Bei jedem 50. Computerstart verdunkelte sich der Bildschirm und eine Botschaft von Skrenta erschien, Dieser Teenagerscherz gilt als Geburtsstunde des Computervirus. Seither gab es tausende Nachahmer, deren Schöpfungen mitunter auch Daten löschten und sogar die Hardware beschädigten. Waren die Programme bis in die 90er-Jahre auf die Verbreitung durch Disketten angewiesen, verschaffte ihnen das Internet ungeahnte Möglichkeiten. Größere Epidemien wie "I love you" (2000) oder Sasser (2003) schafften es zu internationaler Berühmtheit. Dies dürfte auch Motivation für viele Viren-Programmierer sein. Der wirtschaftliche Schaden, der dabei angerichtet wird, ist allerdings enorm, Schätzungen reichen von mehreren hundert Millionen bis zu zweistelligen Milliardenbeträgen pro Jahr.

Hirn verbrannt

1.August - ein historischer Tag. Für Schüler, für Lehrer. Und so natürlich auch für die Eltern. Wir dürfen feststellen (oder heißt´s nun: fest stellen?), daß der nächste Schub unsinniger "Rechtschreib"-Regeln auf uns Deutschsprechende (deutsch Sprechende) niederprasselt (nieder prasselt?). Und zwar mit Wirkung von heute, Leute! Alsdann: es heißt ab sofort wie viel (statt wie bisher wieviel), es muß jedes Mal so sein, und nicht mehr jedesmal. Wenn Tochter Magda, dieses gelehrige Wesen schmetterlinghafter Zartheit, aber nun ganz analog dies Mal verwendet, dann ist natürlich falsch, kapiert? Und wenn sie das auch noch jeder Zeit tut, dann ist der Fünfter in Deutsch bald perfekt!

Der Irrsinn geht noch weiter: nach dem Willen der geistig umnachteten Reformer soll Magda nun nur noch hartgekochte Eier machen, aber ja nicht gargekochte, denn das schreibt man getrennt!! Bald ist sie nass geschwitzt, die arme Elfe, und was ist deer Effekt? Na? Rot geweinte Augen etwa? Keineswegs: rotgeweinte Augen hat sie zu haben! Hirnverbrannt, was?Oder Hirn verbrannt. In dem Falle stimmt wohl beides.

Samstag, 2. August 2008: BERGZEITFAHREN GRIFFENER BERG

Endlich, endlich! Mit der Leistung war ich heute vollauf zufrieden! Genauso stelle ich mir Bergfahren vor: hohe Frequenz, Kraft, ein ausgezeichneter Zug und genügend Luft. Jetzt werde ich mich auf diese Wertung konzentrieren, ein einziges Rennen ist nolch ausständig, im September dann, ich kann in der Gesamtwertung noch aufs Podest fahren. Und diese Chance möchte ich jetzt wirklich wahrnehmen. Zu vieles ist in diesem Jahr schon schiefgelaufen.

Sonntag, 3. August 2008: STRASSENRENNEN IN EGELSDORF

Wieder mal ein Salli-Rennen, diesmal das lange über 81 km. Der Formanstieg ist unverkennbar. Jwetzt heißt es halt nicht lockerlassen, konsequent weitertrainieren.

Dienstag, 5. August 2008: DIE LÄNGSTEN VIER MINUTEN MEINES LEBENS

Er war wohl an die 100 und uns trennten 20 Meter, erst war ich nur verwundert, der Verwundung folgte später...

Wie das Kaninchen vor der Schlange stand ich da am Gehsteig. In der linken Hand einen Sixpack Gasteiner Sprudel, in der rechten einen Sixpack Gasteiner Mild für die eher ruhigeren Trinkminuten und versuchte, die Situation abzuschätzen.

Da schlängelte sich also ein ziemlich alter Herr auf seinem Fahrrad waghalsig sowie unfreiwillig gleich in die nächste Kurve, die nicht vorhanden war.

Als er dann zehn Meter von mir entfernt war, begann ich allmählich Fluchtgedanken zu hegen. Nur: wohin? Links die Hauswand empor? Rechts raus auf die Fahrbahn? Umdrehen und davonlaufen? Mit 18 Litern Mineralwasser?

Als er dann fünf Meter von mir entfernt war, begann ich auszurechnen, auf welche Seite ich mich stellen muß, damit er seinen Bogen um mich herum macht und nicht in mich hinein. Als er dann einen Meter von mir entfernt war, begann ich zu hoffen, daß es sich tatsächlich ausgehen könnte, wenn die diversen Konstanten konstant blieben.

Als er dann 30 Zentiemter von mir entfernt war, gestand ich mir ein, daß ich immer schon ganz schlecht in Mathematik war und ließ es ordentlich krachen.

Donnerstag, 7. August 2008

Wieder ein heißer, schwüler Tag (32°), ich bin über den Pfannberg bei Frohnleiten gefahren (9,1 km), und da gleich mit 39:13 eine sehr gute Zeit. Dieser Anstieg ist anfangs durchgehend steil (39/23), danach ruppig und unrhythmisch, flache Passagen wechseln mit steilen ab, der letzte Kilometer ist aber ganz, ganz flach und wird mit dem großen Blatt gefahren. 80 km, Schnitt 26,5.

Es bringt doch nichts, einen schweren Anstieg zu fahren, wenn man körperlich gar nicht in der Lage ist, da wenigstens ein paar Tempowechsel zu fahren. Da ist man überfordert, man übernimmt sich und die Auswirkungen sind dann natürlich dementsprechend: Formrückgang statt Formanstieg. Wichtigste Regel: das Trainingsprogramm sollte man schon verdauen können!

Freitag, 8. August 2008

Bin eine flache 63-km-Runde gefahren, 2:01´, Schnitt 31,1

Noch ein Wort zur Terminplanung: der August ist der rennintensivste Monat des Jahres, daher ist ers auch ganz wichtig, daß ich da schon die Form habe, um dieses Programm zu verdauen. Da spielt jahrelange Erfahrung mit, denn dieses Programm ist im großen und ganzen Jahr für Jahr dasselbe. Jetzt kommt langsam die Jahreszeit, in der ich - für gewöhnlich - die Form habe, um vorne mitzufahren, um aufs Podest zu fahren. Im August warten also viele Rennkilometer, dementsprechend vorsichtig und gezielt muß man auch die Trainingskilometer wählen. Intensität, Belastung und Entlastung, Erholung und Trainingsreize sowie die richtigen Rennen, das sind die entscheidenden Schlagworte im August. Das Hauptgerüst steht mit der Deutschlandsberger Woche und der anschließenden WM in St.Johann/Tirol. Der Rest ist nur Beiwerk und hat den Sinn, die Form optimal hinzukriegen bzw. Erfolgserlebnisse zu vermitteln. Die letzte Augustwoche mit der WM in St,Johann sollte ja - wie in den bisherigen Jahren auch - der große Saisonhöhepunkt werden. Wieweit das noch alles aktuell ist nach der langwierigen Verletzungsgeschichte mit dem Schulterblatt, das werden die nächsten Rennen zeigen.

Samstag, 9. August 2008: BERGRENNEN WEGSCHEID-CLASSIC IN HOPFGARTEN

Freude, Jubel, Trubel, Enthusiasmus - der zweite Saisonsieg! Jetzt war der Sieg in Keutschach definitiv keine Eintagsfliege, jetzt habe ich auch eine zweite Disziplin siegreich beendet! Zuerst ein Straßenrennen, jetzt ein Bergrennen! Der Vorsprung war zwar mit 19 Sekunden relativ knapp, aber dennoch sehr, sehr sicher und eigentlich nie gefährdet. Dabei hat´s geregnet und es war kalt, alles andere also als mein Lieblingswetter!

Holzbrücke Infotafel an der Mautstelle

Bin zum ersten Mal dieses Rennen gefahren, ist schon ein Klassiker, wie der Name sagt, für ein Bergrennen auch ungewöhnlich flach, nur im Finale geht es mal so steil rauf, daß man mit dem kleinen Blatt fährt. Die letzten 5 km sind auf ganz, ganz schmaler Straße, kurvig, und führen über ein Hochtal hinauf zum Berggasthof Wegscheid.

Ihr könnt euch ja die Freude vorstellen über meinen Sieg. Sicher, die Konkurrenz war eigentlich nicht vorhanden, so gesehen war es nichts anderes als ein geschenkter Sieg. Trotzdem, Sieg ist Sieg und das ist immer das erreichbare Optimum. Keiner kann mehr als siegen, keiner kann besser sein als Erster. Ein Wermutstropfen: zugleich findet das Kitzbüheler-Horn-Bergrennen statt, kaum 20 Kilometer entfernt! Also diese Terminplanung ist ein Wahnsinn, da nehmnen sich zwei Nachbarn sozusagen gegenseitig die Starter weg, anstatt daß einer um EINEN EINZIGEN TAG nachgibt!

Sonntag, 10. August 2008: BERGRENNEN INNSBRUCK - KÜHTAI

Wieder ein Klassiker, ein sauschwerer noch dazu: ins Kühtai rauf, durchs Sellrain, sind immerhin Steigungen bis 16 % zu überwinden. Doch bevor es überhaupt zum Start gekommen ist, habe ich schon mein erstes großes Frusterlebnis an diesem Tag gehabt: Übernachtung in Radfeld im Inntal, und als ich am Morgen nach dem Frühstück mein Gepäck ins Auto schlichte, sehe ich, daß die ländliche Dorfjugend des Nächtens zugeschlagen hat: der hintere Scheibenwischer ist brutal abgerissen! Bei den anderen vier Autos, die neben meinem stehen, ebenfalls (drei Deutscher, ein Schweizer), aber das ist mir auch kein Trost.

 

Schimpfend und fluchend steige ich ein und fahre los. Am letzten Abend habe ich vergessen, das Aufladegerät für mein Handy mit aufs Zimmer zu nehmen, und am Nachmittag, beim Warten auf die Preisverteilung oben am Kühtai, stelle ich fest, daß mein Handy leer ist. Hinter einem Blumentopf versteckt, hänge ich dann das Handy im ersten Stock eines Hotels ans Ladegerät, wenigstens eine halbe Stunde lang, um die wichtigsten Telefonate führen zu können. Ist ja eigentlich unglaublich, wie hilflos man ohne Handy gleich wird. Vor ein paar Jahren haben wir alle KEINES gehabt und auch ganz gut gelebt damit.

 

Bei der Heimfahrt habe ich dann den Kreuzer Otto noch von oben vom Kühtai weg bis Kitzbühel mitgenommen, in seinem Quartier haben wir dann mal eine Brotzeit abgehalten (soll heißen, eine deftige Bretteljause), ehe ich mich endgültig auf den Heimweg gemacht habe. Mit dem ramponierten Auto. Das waren halt so meine Erlebnisse im Heiligen Land Tirol. Da sieht man wieder, wie knapp doch Sieg und Frust nebeneinander liegen. 

In aller Herrgottsfrühe bin ich mit dem Auto bis Kematen gefahren, bis zum Beginn der Steigung, habe dort geparkt, mich umgezogen und bin mit dem Rad die 15 km nach Innsbruck reingefahren zum Start. Die habe ich gleich zum
Aufwärmen benutzt, bin dann in Innsbruck noch 12 km gefahren, ein paar Intervalle, um die ganze Milchsäure, die sihc nach dem gestrigen Rennen in der Muskulatur angesammelt hat, rauszukriegen. Das Rennen selbst war 37 km lang, dann bin ichj anschließend die 22 km nach Kematen runtergefahren zum Auto, wieder rauf nach Kühtai zur Preisverleihung und dann nach Hause. Durch solch ein simples Bergrennen (welch sinnige Beschreibung!) bin ich immerhin heute auf 86 km gekommen!

Dienstag, 12. August 2008

Der Alltag ist wieder eingekehrt, ich meine den Trainingsalltag. Bin eine größere Runde über den Dexenberg (8:10) und den Aframberg bei Wildon (6:48) gefahren, knappe 700 Höhenmeter, 89 km, 3:17´, Schnitt 27,1. Es läuft ganz gut, die beiden Rennen vom Wochenende ha be ich kaum mehr gespürt. Ich merke auch bei jedem einzelnen Höhenmeter, daß ich klar und deutlich stärker bin als etwa noch vor zwei Wochen. Ich kann eine höhere Frequenz fahren, ich kann Tempowechsel fahren, und auf einer Distanz von bis zu eineinhalb Kilometern fahre ich nahezu perfekt. Mein großes Problem ist alles, was nach diesen eineinhalb Kilometern kommt. Und daran muß ich jetzt eben arbeiten. Ab er ich spüre jetzt meine Schulterverletzung def8initiv nicht mehr, ich kann ungehindert trainieren und auch bei den Rennen verspüre ich keinen Nachteil mehr. Daß ich noch einen Trainingsrückstand dadurch habe, das steht auf einem ganz anderen Blatt.

Mittwoch, 13. August 2008

Wieder Bergtraining, diesmal bin ich den Weizberg in 7:03 gefahren, nach St.Oswald in 7:23 rauf, die ganze Runde in 2:22´,  Schnitt 27,5. Es war wieder heiß, 29°. Manchmal denke ich mir, daß ich wirklich großes Glück habe, bei diesem herrlichen Wetter überhaupt am Rad sitzen zu können. Andere müssen den Feierabend abwarten, ehe sie sich für eine halbe oder eine dreiviertel Stunde aufs Bike schwingen können, dann fahren sie halt auf dem Radweg zum nächsten Buschenschank. Da habe ich es wirklich sehr viel besser.

Zu spät, zu spät

Diese E-Mail hatte es in sich. Düster dräuend, dann aber auch voller herber Poesie, flimmerte es mir vom Bildschirm entgegen:

der mineralbusiness entwickelt sichj schnell!

sehen sie es am dienstag, 12.8.!

emntreprise: harri expl inc

letzt.schlu?k: 0.45

5-t.ag prog.: 1.80

k,?rzel: e f d w-k, n : a 0 h 0 5 q

verlieren sie keine  moglichkeit

kau-fen vor es sehr spat wird

300-400 Interessen in folgenden 5t

fugen sie efd in ihre liste am

dienstag, 12. august!

Der sich von allen anderen unterscheidet. Aber wenn du mich z.

Und ich werde das Rauschen des Windes im Getreide liebgewinnen. Das ergab sich ganz sachte im Laufe meiner. Es, Menschen Xber diesen Fluss zu setzen. Das erschien mir gar nicht vedrwunderlich. Der Welt und der LXste zur Xckzukehren. Ich werde dir ein Geheimnis schenken-----

Ja, aber was war da zu tun? Den ganzen Dienstag zermarterte ich mir das Gehirn - umsonst. Und: schicktet ihr mir jetzt Rat und Trost - wär´s auch schon zu spät!

Donnerstag, 14. August 2008

Bin diesmal nur eine kurze, 33-km-Runde gefahren, Schnitt 29,9 km/h. Wieder einmal stecke ich in einem Dilemma: im Tiroler Erpfendorf findet auf der WM-Strecke am Wochenende die Tiroler Landesmeisterschaft im Zeitfahren statt (21 km). Aber es ist arktisches Winterwetter angesagt. Und zur gleichen Zeit gibt es in Bad Tatzmannsdorf und Oberwart die Burgenländischen Radsporttage, wo es in der Masterklasse BARPREISE gibt! Und um alle drei vollzumachen, findet auch die Deutschlandsberger Woche mit Ausscheidungsrennen und Bergrennen statt. Die Qual der Wahl. Ich habe mich für die Barpreise entschieden, und noch dazu den geringsten Aufwand (ist gerade mal eine
Autostunde).

Freitag, 15. August 2008: RUNDSTRECKENRENNEN IN BAD TATZMANNSDORF

Es hat sich ausgezahlt! Ich bin Zweiter geworden, aber sofort ist wieder der Frust da, daß ich dafür die Tiroler Zeitfahrmeisterschaft absagen mußte - und im nachhinein hat sich herausgestellt, daß ich dort nur die Silbermedaille hätte abholen müssen!

Samstag, 16. August 2008: KRITERIUM IN OBERWART

Als Fünfter war ich wieder in den Preisrängen! Die Form paßt ganz gut, würde ich sagen. Sicher, hier in Oberwart hatt ich nie auch nur den Funken einer Chance aufs Podium, aber dafür hat es ja auch nur eine einzige Masterklasse gegeben.

Sonntag, 17. August 2008: PAARZEITFAHREN IN FRAUENTAL

Mein erster Auftritt in Deutschlandsberg heuer, und es ist so ziemlich alles danebengegangen. Scheiß drauf, Schwamm drüber und abhaken.

Nach 10 km Aufwärmemn und 6 km ausrollen sind wir dann noch eine ganze Runde über Preding und Groß St.Florian zurück nach Frauental gefahren, alles in allem waren das damit heute auch wieder 68 km, die ich gefahren bin. Leider alles mit der Zeitfahrmaschine (Straßenrad hatte ich ja sinnigerweise keines mit!), und das war halt schon etwas unbequem.

Dienstag, 19. August 2008: STRASSENRENNEN GROSS SANKT FLORIAN - EIBISWALD

Nächster Auftritt, und mit dem 9. Platz bin ich zufrieden, es geht weiter voran, vor allem das Finale über die Kamelbuckel in St.Ullrich und die letzten flachen 5 km waren ganz, ganz stark, da spüre ich die ganz große Form schon kommen. Es ist immer ein ganz unbeschreiblich geiles Gefühl, wenn man spürt, wie sich der ganze Organismus entwickelt, sich langsam der Form nähert, wie man stärker und stärker wird, wie alles, was man macht, einen Sinn ergibt, nämlich den, den Körper zu stärken und zu formen. Man fühlt sich als Mittelpunkt der gesamten Welt, alles strömt und findet in mir zusammen, ich bin vollkommen in meiner Mitte, genau ausgependelt, im Einklang mit mir und dem ganzen Universum. Dieses Gefühl macht dich gleich nochmal stärker und unbezwingbar. Die Sinne sind ganz fein und unglaublich geschärft, nehmen jedes Detail und jede Nuance sofort wahr, und alles gipfelt in der Gewißheit: JETZT KANN MICH NICHTS MEHR AUFHALTEN! Wenn du diesen Zustand erreicht hast, dann bist du entweder völlig durchgedreht oder die Form ist endlich da!

Heute also 66 km Rennen, 4 km aufwärmen, 9 km die Anfahrt nach Groß St.Florian zum Start und 23 km die Rückfahrt von Eibiswald nach Deutschlandsberg, also waren das heute insgesamt 102 km!

Donnerstag, 21. August 2008

Heute war eine 59-km-Trainingsrunde dran, 2:03´, Schnitt 28,7, dann steht ein langes Wochenende mit drei Rennen bevor.

Freitag, 22. August 2008: HANDIKAP-STRASSENRENNEN IN  BAD GAMS

KLeider hatte ich herute einen Reifenschaden und bin gerade mal 9 km gefahren. Das war also eine Leermeldung, es hat mir leid getan, vor allem, als ich dann gesehen habe, welche Säcke da heute vorne waren. Da hätte ich auch ganz weit oben am Stockerl landen können! Also wird jetzt das Programm wieder umgestoßen: nicht schon am Sonntag nach St.Johann, sondern da fahre ich den Marathon in Deutschlandsberg, dann am Dienstag das Weltpokalrennen in St.Johann und am Freitag dann die Straßen-WM!

 

Samstag, 23. August 2008: ZEITFAHREN IN STAINZ

Genauso wie in Bad Gams sind auch hier die Weinberge allgegenwärtig, sicher so was wie ein Wahrzeichen dieser Gegend - neben dem Kürbis.

Mit dem Aufwärmen waren es heute auch wieder 66 km, im Zeitfahren bin ich Neunter geworden. Was mir schon am ersten Tag hier in Deutschlandsberg aufgefallen ist: so wenig Starter wie noch nie!

Sonntag, 24. August 2008: ÖLSPUR-NATIONEN-MARATHON IN DEUTSCHLANDSBERG

Saisonsieg Nummer 3! Und das war ein ganz besonderer Sieg, war er doch nicht so wie die beiden zuvor ein Klassensieg, nein, diesmal habe ich die absolute Tageswertung gewonnen! Das Jahr iust jetzt schon gerettet, was will ich mehr - 3 Saisonsiege habe ich schon, zwei Straßenrennen und ein Bergrennen! Und jetzt sogar ein absoluter Sieg! Und heute bin ich sogar noch gut 50 km solo zum Sieg gefahren, davor 10 km zu zweit. Wieder durchströmt mich diesers Gefühl, was ganz Besonderes erreicht zu habern: die Form stimmt, St.Johann, ich komme!

Montag, 25. August 2008: DIE ERSTE FRAU PRÄSIDENTIN IM PARLAMENT

Eva Glawischnig ist es wegen ihres Modegeschmacks passiert. Sie war bei ihrer eigenen Hochzeit im extravaganten Kleid erschienen, das den Verdacht offen ließ, bauchfrei zu sein. Johanna Dohnal, die erste Frauenministerin Österreichs, hatte man bei ihrem Amtsantritt 1990 auch nicht ernst nehmen wollen. Pionierinnen haben es nicht leicht in Österreich.

Auch die erste Frau an der Spitze des Bundesrates, Olga Rudel-Zeynek, teilte dieses Schicksal. Als sie am 3. Dezember 1920 zum erstenmal als Abgeordnete an einer Nationalratssitzung teilnahmn, setzte sie sich versehentlich auf die Regierungsbank anstatt auf ihren Abgeordnetensitzplatz. "Da haben wir ja eine Ministerin bekommen", soll ein Kollege damals gespöttelt haben. Er konnte ja nicht wissen, daß Rudel-Zeynek sieben Jahre später für sechs Monate die Geschicke der Länderkammer, des Bundesrates, leiten würde.

     

"Ich hoffe und bitte, daß Sie als echte Demokraten der Tätigkeit der ersten Frau, die an die Spitze einer parlamentarischen Körperschaft berufen worden ist, Ihre kollegiale Unterstützung gewähren werden." Mit diesen Worten eröffnete Olga Rudel-Zeynek, Christsoziale und steirische Abgeordnete, am 20. Dezember 1927 ihre erste Sitzung als Bundesratspräsidentin. Unter den Zuhörern befand sich auch der damalige Bundeskanzlrer Ignaz Seipel (CS).

Olga Rudel-Zeynek podczas swej mowy inauguracyjnej z 20.XII.1927 r. w sali posiedzeń Bundesratu (Rady Związkowej) - obok niej znajdują się jej zastępcy: po lewej stronie dr Karl Gottfried Hugelmann (CSP), a po prawej - Georg Emmerling (SdP). Na pierwszym planie kanclerz, dr Ignaz Seipel.

Am 28. Jänner 1871 in Olmütz im heutigen Tschechien geboren, wuchs Olga Zeynek in einer begüterten Beamtenfamilie auf. Sie absolvierte die klassische Ausbildung für reichere Mädchen, die Höhere Schule. Im Alter von 25 Jahren heiratete sie den Offizier Gustav Rudel, von dem sie sich vor Ende des Ersten Weltkrieges 1918 wieder scheiden ließ.

Im gleichen Jahr begann Rudel-Zeynek ihre politischer Karriere - sie hielt Vorträge über die Stellung der Frau in Politik und Gesellschaft. Bei der Wahl zur Konstituierenden Nationalversammlung im Februar 1919 trat sie zwar für den Steiermärkischen Landtag an, verfehlte aber den Einzug in den Nationalrat. Das sollte ihr erst ein Jahr später gelingen. Wegen ihres Eifers wurde Olga Rudel-Zeynek dort gerne als die "Biene des Parlaments" bezeichnet. Sie brachte unter anderem die Initiativanträge für das Verbot der Alkoholausgabe an Jugendliche (1922) und das Gesetz zum Schutz des Unterhaltsanspruchs (1925) ein.

1927 wechselte Olga Rudel-Zeynek in den Steirischen Landtag. Vom 1. Dezember desselben Jahres bis 31. Mai 1928 übernahmn sie das Amt der Bundesratspräsidentin. Auch danach blieb sie bis zuu dessen Auflösung 1934 im Bundersrat. Nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu ihrem Tod 1948  befaßte sich Olga Rudel-Zeynek mit Politik nur noch als Zeitungsjournalistin. Bis heute ist sie für die ÖVP eine Heldin.

 

 

Dienstag, 26. August 2008

Bergtraining am Schöckel, bin die Schöckelrunde auf der schmalen Straße rund um den Schöckel gefahren, die auch bei der Rot-Kreuz-Meisterschaft im September gefahren wird. Schwere Strecke, schmale, schlechte Straße. 82 km, 3:28´, nur 23,6 km/h Schnitt Am Fasslberg 10:12, am Schöckel 47:44, und zwar die Version über Kumberg und Kreuzwirt.

Donnerstag, 28. August 2008: FATALER FEHLER!!!

Heute ist eine Welt zusammengebrochen. Ich habe einen Fehler gemacht, wie ihn nicht einmal ein Schüler machen würde. Ich habe mich selbst um meinen Saisonhöhepunkt gebracht, und das kam so: ich wollte alles richtig machen für das morgige WM-Rennen. Darum bin ich auch aus allen Wolken gefallen, als mich mittags ein guter Freund angerufen hat, wo ich denn bleibe. Ich war gerade mit dem Auto in der Stadt einkaufen. Zunächst wollte ich es gar nicht glauben, daß in einer dreiviertel Stunde bereits der Start erfolgt, wo der doch erst morgen ist! Daheim habe ich sofort in der Ausschreibung nachgeguckt, und siehe da, ich habe die WM VERPASST! Da stand es schwarz auf weiß, in dicken, fetten Lettern, die mir blutrot vor den Augen verschwommen sind: mein WM-Rennen findet am Donnerstag statt, nicht am Freitag, wie ich immer angenommen habe! So sicher war ich  mir mit dem Freitag gewesen, daß ich gar nie mehr nachgesehen und mich vergewissert habe! Ich war fassungslos - wie konnte mir denn so ein saudummer Fehler überhaupt passieren? Wie bin ich denn überhaupt auf den Freitag gekommen? Wegen mir verschieben die den Start doch nicht um einen Tag! Ich war wie gelähmt, ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Da hat sich alles gedreht, wie die Todesspirale. Alles umsonst gewesen, das ganze Training, der ganze Aufwand, alles für die Fische! Ich glaube, ich habe ein paar Stunden lang kein Wort rausgebracht! Bis ich mich dann irgendwann geweigert habe, einen Gedanken festzuhalten, ich habe dann instinktiv das gemacht, was ich auch immer mache, habe mich aufs Rad gesetzt und bin irgendwohin gefahren. Ich habe die Pedale malträtiert, die Kurbeln verbogen, die Kilomneter gefressen und inhaliert, nur um mir zu beweisen, daß ich die Weltmeisterschaft gewonnen hätte!

Und sogar jetzt, während ich diese Zeilen schreibe, könnte ich mich voller Wut und Frust hinten reinbeißen! Ich miuß ja nur akzeptieren, daß die WM für mich vorbei ist, noch ehe ich überhaupt hingefahren bin! Statt den 115 WM-Kilometern rund um St.Johann sind es dann 902 km über den Weizberg (7:27) und St.Oswald (7:39) geworden, aber richtig konzentrieren konnte ich mich nicht eine Sekunde lang. 3:19´ war ich unterwegs, das war ein Schnitt von 27,6 km/h. Irgendjemand muß dafür büßen, irgendjemand muß diese beschissene Suppe auslöffeln, die ich mir da eingebrockt habe!

Erst am Spätabend bin ich dann soweit, daß ich nach mehreren Telefonaten und Gesprächen endlich ein Ersatzprogramm parat habe. Mein Teamchef, der Hans, der hat mich noch getröstet und aufgebaut und gemeint, jetzt kann ich sowieso nichts mehr ändern, sowas passiert halt mal, jetzt geht es darum, das Beste daraus zu machen. Hat er ja irgendwie Recht, nur habe ich wirklich noch nie gehört, daß jemandem so was passiert sei! DAS PASSIERT EBEN NICHT!!! Sowas ist auch gar nicht professionell, sowas ist dilettantisch und stümperhaft, ist der Hinweis auf eine dümmliche Wurschtlerei. Wie kann ich einen so hohen Anspruch pflegen und mir dann sowas leisten!!! Gut, wenn ich mich aufrege und meine Nerven strapaziere und Unmengen an Streßhormonen ausschütte, kann ich auch nichts mehr rückgängig machen und nützen tue ich auch keinem damit. Ich werde am Wochenende wie geplant in Friaul starten, und die armen, armen Italiener werden halt dafür geradestehen müssen, daß ich den Start übersehen habe!

Freitag, 29. August 2008: TRAINING

Heute findet also die Weltmeisterschaft NICHT statt, die ist schon gestern über die Bühne gegangen, und zwar zur gleichen Zeit, als ich nichtsahnend am Bauernmarkt Obst und Gemüse eingekauft habe! Heute nacht habe ich verständlicherweise nicht sehr gut geschlafen, und jetzt habe ich eine 67-km-Runde absolviert, flach, in 2:20´,  Schnitt 28,8.´Gut, jetzt bin ich bereit - und ich möchte nicht in der Haut der Italiener stecken! 

Samstag, 30. August 2008: STRASSENRENNEN IN PORDENONE

Ich habe etwas gebraucht, um den Start zu finden, aber dann ist alles sehr routiniert und gewohnt zügig abgelaufen. Und im Handumdrehen bun ich auch schon gestartet. Ich glaube, während des Rennens, das übrigens verkürzt wurde, gerade mal 50 km lang war und spätabends gefahren wurde, haben so ziemlich alle dauernd miene Zähne knirschen gehört. Das war laut und kaum zu überhören!

Mit der Motivation ist das auch so eine Sache: Wut und Frust sind keine guten Ratrgeber. Die vielzitierte "Wut im Bauch" hat noch niemandem zu einem Sieg verholfen! Nein, das Pferd muß man von der anderen Seite her aufzäumen, ich muß akzeptieren, daß die WM ohne mich gelaufen ist, dieses Kapitel muß ich einfach abhaken. Und das wieder bedeutet, nicht in jeder Sekunde einer Chance oder einer Gelegenheit nachweinen. Ich muß mit einem festen Konzept, einer Taktik, einer gehörigen Portion Moral und Selbstvertrauen am Start stehen, sonst wird das gar nichts. Ich muß konzentriert fahren, wach sein, aufmerksam und mich voll und ganz auf dieses Rennen einlassen, nicht einem anderen nachtrauern.

Das war naturgemäß sehr schwer, in den Anfangsphasen war ich irritiert, zerfahren, nervös, konnte mich nicht und nicht konzentrieren, die Gedanken waren nicht frei und schon gar nicht bei der Sache, aber ich habe es geschafft, mich im Laufe des Rennens langsam aber sicher darauf einzustellen. Und als es im Finale dann zur Entscheidung ging, war ich ganz genau darauf bedacht, keine Karte zu früh auszuspielen. Aber auch nicht zu spät, denn wenn das As nicht mehr sticht, ist es wertlos. So weit kam es dann aber Gottseidank nicht, ich habe mich im letzten Moment noch darauf besonnen, mich durch meinen Instinkt leiten und führen zu lassen, und damit hatte ich dann Erfolg. SAISONSIEG NUMMER VIER! Der kam gerade zur rechten Zeit, und er war vielleicht auch eine ganz kleine Entschädigung für St.Johann!

Sonntag, 31. August 2008: STRASSENRENNEN IN ADORGNANO DI TRICESIMO

Neuer Tag, neues Rennen, neues Glück. Der Druck ist etwas weg, der Frust auch, da standen die Chancen gleich von Anfang an besser. Es war dann fast eine Kopie des gestrigen Rennens. zu zweit bin ich zum Ziel gekommen, nur hat mich der Typ dann abgesprintet und ich bin Zweiter geworden. Um ein Haar häötte ich abermals gewonnen. Ich habe den Sprint voll durchgezogen, weil es eben bis zuletzt nicht klar war, wer gewinnt, sonst wäre der Sieg vielleicht klarer ausgefallen.  So nehme ich diesern zweiten Platz zum Anlaß, einzusehen, daß ich nicht gewonnen habe, weil ich ganz einfach noch nicht reif dafür war. Und wenn es nur einen Moment war, aber ich war unkonzentriert, und das hat den Sieg gekostet, weil es mir die Moral genommen hat. Es war ein erfolgreiches Wochenende.

Dienstag, 2. September 2008

Habe daheim 90 km trainiert (Gießenberg 6:20), Schnitt 28,4. Ich tue mir jetzt etwas leichter, das verpatzte St.Johann zu vergessen, denn schon stehen neue Entscheidungen vor der Tür. Da ist zum einen der Lavantta,ler Assetline-Zeitfahrcup. Der besteht aus vier Rennen, das erste bin ich nicht gefahren, aber ich kann mit einem Stockerlplatz im letzten Rennen am Wochenende noch aufs Podium der Gesamtwertung kommen. Das ist ein Ziel, ein ganz realistisches, und darauf konzentriere ich mich jetzt. Und dann ist da noch der Ginner-Cup, bei dem ebenfalls noch ein einziges Rennen ausständig ist, das Kriterium in Trumau am nächsten Wochenende.Da bin ich im Moment Gesamtdritter, und das möchte ich auch bleiben.

Mittwoch, 3. September 2008

Eine größere Runde über Lannach, Oisnitz, Preding und über Wildon zurück nach Graz war am Programm, die 86,5 km bin ich in 3:01´  gefahren (Schnitt 28,6.

In einem der größten Revolvderblätter des Landes, der Tageszeitung "Österreich", habe ich folgenden köstlichen Artikel entdeckt:

Aus Angst vor Krokodilen eine Woche lang auf Baum

Brisbane. - Aus Angst vor Krokodilen  hat ein Australier eine ganze Woche lang auf einem Baum ausgeharrt. "Ich habe ihre rotglühenden Augen sieben Nächte lang unter mir leuchten gesehen, bevor ich von einem Hubschrauber gerettet wurde", berichtete ein ziemlich erschöpfter Mann namens David George. Jede Nacht hätten sich zwei Krokodile demonstrativ unter seinem Baum niedergelassen und zu ihm heraufgestarrt: "Ich habe sie angeschrien: ich werde  nicht für euch zum Fraß von diesem Baumn fallen", berichtete der 53jährige, der ein erfahrener Wildhüter ist.

Letztlich gelang es George, die Suchmannschaften auf sich aufmerksam zu machen, indem er das Sonnenlicht mit seiner Tabakdose reflektierte. 

  

Ich stelle mir das gerade mal so vor, wie dieser würdige Nachkomme eines Mick "Crocodile" Dundee sich mit den Tierchen herumschlägt, die für seinen Namen verantwortlich sein sollen. Und wochenlang am Baum lebt.

Donnerstag, 4. September 2008

Eine Rund rund um den Schöckel gefahren, 80 km, 3:26´, Schnitt 23,3. Es war wieder ganz schön heiß, 31°, aber laut Wetterbericht sollte es heute noch einen Kaltwettereinbruch geben. Ich fpühle mich gar nicht gut, so, als ob ein Infekt im Anflug wäre. Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, ein ungutes Gefühl halt. 

Freitag, 5. September 2008: KRANK!  

Auch das noch! Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Hitzewallungen, das schreit nach einem Liter Nonisaft! Ausgerechnet jetzt, vor dem wichtigen Wochenende mit dem Ginner-Cup-Finale! Ich fasse den wagemutigen und hirnverbramnnmten Plan, morgen das Masenbergrennen in Hartberg zu fahren, mit dem Hintergedanken, mich dabei so richtig auszuschwitzen, die krankheit förmlich mit den Schweißtropfen auf die Landstraße rauszubringen! Ob so was gutgeht? Ist wohl mehr Wunsch als Realität, ich möchte das Rennen fahren, sowohl das morgige in Hartberg als auch übermorgen in Trumau, ich möchte erfolgreich sein, und ich will gar nicht einsehen, ich weigere mich einfach, wahrzuhaben, daß das alles durch einen simplen Infekt gefährdet sein kann. Als ich diesen Entschluß gefaßt habe, geht es mir gleich besser. Na also.

Samstag, 6. September 2008: MASENBERGRENNEN IN HARTBERG 

Es hat leider nicht geklappt, bzw. halt nur teilweise. Daß ich Fünfter geworden bin, habe ich nicht mir oder meiner Kraft zu verdanken, sondern einzig dem nicht schmeichelhaften Umstand, daß einfach nicht mehr Starter dabei waren. Das mit dem Schwitzen hat zwar hingehauen, ich habe sogar ganz furchtbar geschwitzt, aber besser ist es mir danach nicht gegangen. Und auch diese Bergauffahrt war gar nicht nach meinem Gerschmack, ich mußte mich furchtbar plagen, und alle Hochgefühle aus dem Vorjahr, als ich hier gewonnen habe, waren mit einem Schlag weggewischt, so als ob sie gar nie vorhanden gewesen wären. Der 5. Platz täüuscht vielleicht darfüber hinweg, daß ich nachher der Meinung war, daß das alles ein reiner Wahnsinn gewesen ist, daß ich jetzt meine Karten für morgen selbst deutlich geschwächt habe. És grenzt doch an Idiotie, mit 38° Grad Fieber den Masenberg raufzufahren, ein paar Fahrer auf Disgtamnzu zu halten, Fünfter zu werden und zu meinen, daß ich damit die in mir steckende Krankheit im wahrsten Sinn des Wortes im Keim erstickt habe.

Abends genehmige ich mir einen weiteren Liter Noni-Saft. 

Sonntag, 7. September 2008: KRITERIUM IN TRUMAU

Der große Tag, und es hat super hingehauen, in der Frühe hatte ich hzwar noch 37,3° Fieber, aber am frühen Nachmittag war alles wie weggeblasen, und ich konnte mich wirklich super konzentrieren und motivieren! Ich war Dritter im Kriterium und Dritter in der Ginner-Cup-Jahreswertung, wäre dort um ein Haar noch Zweiter geworden, weil der Jens Mateyka heute gefehlt hat, damit habe ich nicht gerechnet, das ist der Gesamtzweite gewesen. Ein paar Starter mehr heute und ich hätte es geschafft, ich hätte dann mnehr Punkte für meinen dritten Platz kassiert und noch Gesamtzweiter werden können! Unterm Strich habe ich an diesem Wochenende ganz stark vor Aiugen geführt bekommen, wohin es führt, wenn der gegenwärtige Trend weiterhin anhält: ich meine den Trend, daß immer weniger Starter sich bei den Rennen einfinden! Gestern habe ich davon am Masenberg profitiert, heute habe ich darunter gelitten, denn wenn wir mehr Starter gewesen wären, nur drei Mann mehr am Start, hätte ich noch Gesamtzweiter werden können! Gut, ich darf mich nicht beklagben, denn wie gesagt, gestern habe ich von diesem Umstand profitiert.

Trotzdem, es ist eine allgemeine Krankheit, die den österreichischen Radsport insgesamt auszeichnet: es gehen die Fahrer verloren! Nicht nur in den Masterklassen, wo es mir natürlich am schnellsten auffällt, nein, auch in allen anderen Kategorien krankt es an derselben Stelle. Wo sind die alle hingekommen? Ist es die allgemeine Teuerungswelle, die auch den Treibstolff erfaßt hat? Ist es das Angebot, die wenig attraktiven Rennen? Wenn ich nach Italien schaue, dort ist der Treibstoff noch teurer als bei uns, das Land ist größer, die Anfahrtswege sind da naturgemäß noch länger. Und es gibt prio KJategoirie ungefähr 12- bis 15mal so viele Starter wie bei uns. Nein, nein, das muß andere Gründe haben. Für den Moment sage ich mir, es liegt halt einfach daran, daß Österreich kein traditionelles Radsportland ist. Daran ändern auch kurzfristige Erfolge einiger weniger Profis auch nichts.

Ich erinnere mich noch ganz gut an das Jahr 1987. Ist jetzt schon mehr als 20 Jahre her, aber ich weiß es noch ganz genau, wie die überraschende Bronzemedaille im 100-km-WM-Vierer gefeiert worden ist. Kernaussage damals: wir müssen diesen positiven Effekt mitnehmen und ausnutzen, jetzt muß sich strukturell imn österreichischen Radsport was ändern! Schon im Jahr darauf, 1988, wear jedoch wieder die Realität eingekehrt. Soll heißen, daß im 100-km-Vierer-WM-Rennen wieder die "normalen" Verhältnisse hergestellt worden sind, und die Österreicher waren von den Medaillenrängen so weit weg wie eh und je, nämlich um Lichtjahre. Man hat gesehen, daß die Bronzemedaille vielleicht doch so was wie eine Eintagsfliege gewesen ist. Und übrigens: strukturell hat sich nicht ein i-Punkt geändert! Es wurde zwar mehr geredet als sonst, getan aber wurde genau gleich viel: nämlich absolut gar nichts! Davor schon hatte der österreichische Radsport sogar eine Bahn-WM-Medaille durch Karl Krenauer im Punktefahren geholt, die Resonanz war da noch viel schwächer als später beim Straßenvierer. Womit wir wieder am Anfang wären: alle herausragenden Leistungen und Ergebnisse, alle diese Medaillen, natürlich auch die von Roland Königshofer im Steherbewerb, waren EINZELLEISTUNGEN und auf individuelle Vorbereitungen zurückzuführen! Daß0 der Verband mit seiner Struktur und seiner Hierarchie damit überhaupt nichts zu tun hatte, sieht man am besten daran, daß er nicht in der Lage war, die Voraussetzungen für eine Wiederholung zu schaffen. Ich möchte hier aber nicht den Verband kritisieren, denn eine Kritik hat nur dann einen Sinn, wenn man überzeugt ist, daß die es eigentlich besser machen könnten. Ich bin aber überzeugt davon, daß die gar nichts machen können, und besser schon gar nicht. Wie denn auch? Da hocken nur alte, vergilbte Fettärsche drin, die von der Materie keinen Tau haben und alles blockieren, und die paar Leute, die fähig wären, können nicht, weil sie nicht gelassen werden. Die werden den Teufel tun und sich in einer solchen Struktur aufreiben lassen, die kochen viel lieber ihr eigenes Süpplein, und wer kann ihnen das auch verdenken? Womit ich auch schon am Ende meiner Ausführung angelangt wäre: es wird sich solange nichts ändern, solange dieselben Leute im Verband das Sagen haben, solange es keine professionellen Strukturen gibt, sowohl im Verband als auch in den maßgeblichen Vereinen und Landesverbänden. Und während ich diese Worte hier tippe, muß ich beinahe lachen, denn da wird mir die Ungeheuerlichkeit dieses Satzes bewußt - richtig, eher stürzt der Mond vom Himmel, als daß solches passiert!

 Karl Krenauer 3. Platz WM 1982 - Leicester    

Karl Krenauer heute und bei der WM 1982 in Leicester

    

Helmut Wechselberger heute

Mittwoch, 10. September 2008: VERBOT VON FAST FOOD BALD IN ALLEN SCHULEN?

Es ist ein Artikel in der "Steirerkrone", den ich da aufgesammelt habe, und den ich euch unbedingt näherbringen möchte:

JEDES VIERTE KIND IN ÖSTERREICH IST ZU DICK

Pommes Frittes, Leberkäsesemmeln, Topfengolatschen - voller Kalorien, voller Fett. Was in den meisten Schulkantinen auf dem Speiseplan steht, macht immer mehr Kinder immer dicker. Bereits jeder vierte Heranwachsende hat zu viel auf den Hüften, auf den Beinen usw. Jetzt fordert die Ärztekammer ein Fast-Food-Verbot.

    

Gegessen wird, was auf den Tisch kommt. Und das ist an Österreichs Schulen nicht gerade wenig. "Ausgewogen und biologisch vollwertig sollten die Speisen sein", erklärt Ärztekammer-Präsident Walter Dorner. "Es gibt zwar einige Projekte rund um gesunde Ernährung in der Schule, aber das ist zu wenig." Schokoriegel, Wurstsemmeln, Schnitten und das oft Pause für Pause. Die Forderung der Ärztekammer ist eindeutig: weg mit den Dickmachern aus den Kantinen, ein Fast-Food-Verbot in allen Schulen muß so schnell wie möglich her.

   

"Wir wollen auch eine Begrenzung von Transfetten in den Speisen, wie es das etwa in Dänemark gibt", so Dorner weiter. Die krankmachenden, künstlich erzeugten Fette sind in Massen in Speisen wie Pommes oder Mikrowellen-Popcorn enthalten und erhöhen das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Aber viele Erwachsene sind den Kindern in dieser Sache leider kein sehr gutes Vorbild. Ministerin Andrea Kdolsky stellte Dienstag den neuen Gesundheitsbericht für Österreich vor. Die Ergebnisse: 400.000 Männer und 460.000 Frauen sind demnach krankhaft übergewichtig. Ein Drittel der Herren macht imnmerhin Sporft, von den Frauen allerdings nur ein Viertel.

Donnerstag, 11. September 2008

Bin heute eine 63-km-Runde gefahren, es war schwül, 30°, Schnitt 28,3

Freitag, 12. September 2008: SCHÖCKEL-BERGZEITFAHREN IN ST. RADEGUND

So ein Sauwetter! Regen, Kälte, Nebel und mittendrinnen ich, auf dem Weg zur Schöckel-Mautstation. Dennoch ein dritter Platz, heute war aber der Frust größer als alles andere. Und am Ende aber war es ein herrliches Gefühl, trotz dieses Frustes am Podest zu stehen.  

Heute jährt sich der Todestag von Johnny Cash zum fünften Mal. Ist es wirklich schon so lange her? Naja, ich ziehe mir wieder den Oscar-preisgekrönten Schinken "Walk the Line" rein, der ist die ab solute Nummer 1 auf meiner Film-Hitliste! Makaber, aber auch Tote veröffentlichen immer wieder neue Alben, und Johnny Cash schaffte es auf die Liste der bestverdienenden Toten. Seht doch mal auf seiner website rein  www.johnnycash.com 

Datei:JohnnyCashHouse1969.jpg  Datei:JohnnyCashJuneCarterCash1969.jpg

Johnny Cash vor seinem Haus 1969                                                                                                                   Johnny Cash und June Carter 1969 
Rest in peace, man in black!

Samstag, 13. September 2008: EINZELZEITFAHREN IN SANKT GEORGEN/LAVANTTAL

Der vierte und letzte Bewerb zu dieser Serie, dem Assetline-Zeitfahrcup. Ich bin wieder Zweiter geworden, diesmal wieder hinter Forobosko, und habe damit in der Gesamtwertung den Sprung vom 4. auf den 2. Rang geschafft! Das war wieder ein Hochgefühl der besonderen Art, der zweite Gesamtrang war ja auch nur deshalb drinnen, weil heute der Kootz Ferdi ausgelassen hat, deutlich schwächer gefahren ist als erwartet und damit mehr Punkte verloren hat, sodaß ich ihn  denkbar knapp um 5 Punkte noch abgefangen habe. Damit durfte ich vorher aber nicht rechnen, daher war ich voll und gahzu auf den dritten Gesamtrang eingestellt gewesen.

Sonntag, 14. September 2008: TIROL-MARATHON IN SCHWAZ

Furchtbares Sauwetter, 7° und strömender Regen, das sagt wohl alles. Ich brauche geschlagene zweieinhalb Stunden nach dm Zieleinlauf, um mich halbwegs aufzuwärmen, und danach zittern mir noch die Finger und klappern mir noch die Zähne. Doch der 3. Platz entschädigt für einiges. Den Sieg hebe ich mir für das nächste Jahr auf.

Dienstag, 16. September 2008

Weiterhin arktische Kältem, heute 6°, starker Nord-Wind, 64 km, Schnitt 28,6, 135 Höhenmeter, das war das Äußerste, das heute (erstmals in Winterkleidung unterwegs!) möglich war. Ist es denn wirklich schon Winter? War da nicht noch was? Habe ich was übersehen?

Mittwoch, 17. September 2008

Heute hatte ich subjektiv ein sehr kaltes Gefühl, dabei hat das Thermometer immerhin 15° angezeigt, mehr als das doppelte der vergangenen Tage. Bin wohl richtig ausgefroren! 78,5 km, 250 Höhenmeter, Schnitt 29,0, ich versuche halt, meine Form zu konservieren.

Interessanter Artikel, den ich da gefunden habe,m hier aus der "Steirerkrone", aber er war auch in der "Kleinen Zeitung", im "KURIER" und im "Standard" zu lesen:

WER 4 KG ABNIMMT, BEKOMMT 50.-. € - DIÄT-PRÄMIE FÜR DIE EINWOHNER ITALIENISCHER STADT

Mit einer Prämie will der Bürgermeister der italienischen Stadt Varallo bei Mailand beleibte Einwohner zum Abnehmen animieren. Männer, die in einem Monat 4 Kilo abspecken, bekommen 50.- €, Frauen müssen für dieselbe Summe nur 3 Kilo abnehmen. Wer sein neues Gewicht über fünf Monate hinweg hält, bekommt nochmals 200.-. €

   

Das ist doch mal was ganz anderes, das finde ich hochinteressant - besteht da eine Chance, daß der Ort pleite geht??? Genug der ungustiösen Fotos, wollen wir halt hoffen, daß die Italiener genug Marie zuur Hand haben, um längere Zeit durchzuhalten.

Donnerstag, 18. September 2008:

Es wird wieder wärmer! Heute bereits 16°, ich bin eine 90-km-Runde über den Dexenberg (7:23) gefahren, 380 Höhenmeter, Schnitt 29,7, ich fühle mich stark und rundum einfach wohl! Hurra, jetzt zieht wieder der Frühling ins Land!

Freitag, 19. September 2008:

Heute habe ich wieder einmal voll reingehalten, am Tag vorm Rennen war das sicher nicht gescheit, bin eine lange Runde über Kalsdorf, Dietersdorf, Mooskirchen, Stallhofen, Geistthal und Andritz gefahren, 117 km, bin dabei 8:14 nach Geistthal rauf gefahren (3 km), 3:51´  Stunden, Schnitt 30,4, die Form könnte besser nicht sein!

Samstag, 20.September 2008: STRASSENRENNEN IN GRAD

Ein toller Sieg, Erfolg Nummer 5 in dieser Saison, und über den freue ich mich ungemein. Es war eine superschwere Strecke, dauerndes Auf und Ab, und am letzten, pardon, am vorletzten Berg habe ich angegriffen und die Spitzengruppe abgeschüttelt, habe mich auf den letzten Berg ins Ziel raufgerettet! Die Landschaft ist hier im Naturpark "Goricko" dieselbe wie im Südburgenland, ich habe dort schließlich gut zwánzig Jahre gelebt und kenne die giftigen, ruppigen Anstiege zur Genüge: kurz, höchstens ein paar hundert Meter lang, aber mindestens 14 bis 16 % steil! Während des Rennens habe ich das gestrige schwere Training gar nicht gespürt, aber danach sehr wohl, da ist dann alles mit doppelter Last auf mich eingestürzt! Die Heimfahrt im Auto war schlimm, ich hatte ziemnlich Rückenschmerzen, die Beine waren leer und wahnsinnig sauer, daheim haber ich dann sofort alles gemacht, um die Regeneration zu beschleunigen: Massage, Bad, viel Topfen gegessen, also hochwertiges Eiweiß, früh schlafengehen ist nicht gegangen, denn ich bin erst um 22 Uhr heimgekommen, und war dann um 1 Uhr nachts im Bett. Keine guten Anzeichen für morgen.

Sonntag, 21. September 2008: BERGZEITFAHREN STADL/MUR - FLATTNITZ

Heute hatte ich meinen 50. Geburtstag, das Geschenk habe ich mir gestern schon mit dem fünften Saisonsieg gemacht. Wie erwartet war ich heute ziemlich leer, aber doch nicht so arg wie befürchtet. Ich mußte ich ausgiebig aufwärmen, bin dann das Rennen selbst ziemlich gleichmäßig gefahren, war sogar um 3 Sekunden schneller als im Vorjahr bei meinem Sieg, und bin dennoch nur Elfter geworden. Vor mir lagen die Ränge bis hinauf zum Vierten unglaublich knapp beisammen, aber so ist der Radsport eben. Ich war nicht mal frustriert, ich war nur müde.

  

Geburtstagsfeier gab´s dann am Abend in Graz in kleinem Rahmen, aber ich war von Anfang an total geschlaucht. Bei den Delikatessen und kulinarischen Köstlichkeiten habe ich mich ziemlich zurückgehalten!

Montag, 22. September 2008:

So, das Training hat mich wieder -. wie fühlt es sich so an als alter Sack? Keine Ahnung, ich bin geschlaucht vom Wochenende (denke ich halt!) Bin zum Auftakt in diesem Lebensjahrzehnt 57 km gefahren, 1:51´, Schnitt 30,6, es war bedeckt, tiefe schwarze Wolken, 13°, unbeständiges Wetter - und genauso habe ich mich auch gefühlt. Es war halt ein Pflichttraining, Bewegungstherapie sozusagen.

Dienstag, 23. September 2008:

Bergtraining war heute angesagt, bin die 5 km nach Hiening hoch über Semriach hinauf in genau 20:00 gefahren, bei der Rückfahrt über das Fressnitzviertel rauf zum Höchwirt in 13:06 gefahrern (anfangs sehr steil). Beide Anstiege bin ich so schnell gefahren wie noch nie heuer. Ich denke, ich habe das Wochenende verdaut. Heute war es wieder saukalt, nur 11°, bedeckt, auch starker Wind.

Mittwoch, 24. September 2008:

Das war heue wirklich nichts anderes als ein Alibitraining! 39 km raus zum Thaler See und wieder zurück, Schnitt 26,5!

   

 Dafür habe ich in der Presse einen durchaus interessanten Artikel gefunden, also aufgepaßt, jetzt gibt´s Geschichtsunterricht:

Als Stalin 680.000 Menschen in den Tod schickte

In einer großen "Säuberungsaktion" ließ Stalin 1937 hunderttausende "Sowjetgegner" verhaften oder hinrichten. Die Auswirkungen des Terrors sind noch heute spürbar. Der B efehl mit der unscheinbaren Nummer "00447", den Volkskommissar Nikolai Jeschow am 30. Juli 1937 unterschrieb und den noch am selben Tag alle Mitglieder des Politbüros mit einem Haken oder einem "Ja" versahen, markiert in Rußland den Beginn des "Großen Terrors". Während sich Präsident Wladimir Putin in diesen Tagen des Gedenkens zu keiner ölffentlichen Äußerung anläßlich des Terrorjahres 1937 bereit sah, läuten immerhin die Kirchenglocken in ganz Rußland, um der Opfer der Repressionen zu gedenken.

 

Stalin (links) und Jeschow

Das Thema "Roter Terror" wird auch in Rußlands Medien intensiv behandelt. "Dieser Befehl hat, das ist wohl einmalig in der Weltgeschichte, Kontrollziffedrn für Erschießungen von Bürgern des eigenen Landes nach Regionen und Republiken vorgegeben", schreibt die Zeitschrift "Ogonjok". "Die Nomenklatura vor Ort erhielt die Freiheit, Todesurteile zu fällen und zu vollstrecken. Der Kreml fand sich in jedem Subjekt der UdSSR geklont wieder. Jeder Abteilungsleiter des Geheimdienstes NKWD, jeder örtliche Staatsanwalt und jeder örtliche Parteisekretär konnten sich für eine gewisse Zeit als Stalin fühlen." Alleine 1937 wurden in Rußland 353.074 Todesurteile vollstreckt, 1938 weitere 328.618. Hunderttausende "Sowjetfeinde" wanderten in die Lager des staatlichen Gulag-Systems.

 

Denkmäler im Gorki-Park für dortige Massengräber, die 1943 entdeckt wurden

"Ogonjok" sah sich in den Archiven um und förderte Erstaunliches zutage. So setzte Stalin mit blauem Buntstift eigenhändig das Mindestalter von Kindern, die erschossen werden sollten, von 17 auf 15 Jahre herab. Die Archivmaterialien geben auch einen Hinweis darauf, wie sich die örtlichen "Troikas", bestehend aus Staatsanwalt, Parteisekretär und Geheimdienstler, in einer Art sozialistischem Wettbewerb gegenseitig in ihrem Blutrausch übertrafen. "Genosse Mikojan bittet darum, zum Ziele der Säuberung Armeniens von anti-sowjetischen Elementen zusätzlich 700 Menschen zu erschießen. Ich schlage vor, zusätzlich 1500 Menschen zu erschießen", schrieb etwa Volkskommissar Jeschow.

Im Vorwort für "00447" stand, der Befehl ziele auf die "Endlösung des Problems der inneren Feinde der Sowjetunion" ab. Betroffen waren vor allem Kulaken, Popen,Parteigänger, die Intelligenzija. "Mit dem Befehl 00447 wurden jegliche moralischen Barrieren überschritten"´, so "Ogonjok". Die Kälte der nackten Zahlen, hinter denen sich Schicksale verbergen, beeindruckt bis heute. So forderte Jeschow im März 1938 für den Winter im Lager 617.000 Decken, 1.165.000 Paar Lederstiefel und 742.000 Paar Filzstiefel an. Die Zuteilung sah eine Decke für zwei Personen vor. Die Differenz bei der Zahl der Stiefel läßt den Schluß zu, daß der Geheimdienst damit rechnete, daß 423.000 Menschen den Winter im Gulag nicht überleben würden.

   

Von Stalin persönlich unterzeichnete Erschießungsurkunde              Stalin und Ribbentrop

Putin hatte sich im Vorfeld der Gedenktage mit Lehrern getroffen. Rußland sollte 1937/38 nicht vergessen, sich aber keine Schuldgefühle einreden lassen. "Putin scheint wirklich zu glauben, daß unsere Geschichte weniger dunkle Seiten aufweist als die Geschichte anderer Staaten, daß der Stalinismus nun wirklich nicht so schlimm war wie der Nazismus. Leider sprechen die Fakten dagegen", schrieb die Moskauer Zeitschrift "New Times".

Dennoch, der "Große Terror" ist in Rußland nicht vergessen. Dafür sorgt die Menschenrechtsorganisation "Memorial", dafür sorgen auch Tausende von Menschen, deren Biographien durch den Verlust von Verwandten oder durch Lagerhaft schreckliche Wendungen nahmen.

1937 hat Auswirkungen bis heute. "Stalin hat für Generationen die Fähigkeit zu glauben vernichtet", meint der Politologe Dimitri Oreschkin. "Darauf dressiert, alles zu glauben, glauben wir heute nichts mehr." Oreschkin sieht die russische Gesellschaft in zwei Teile zerbrochen, "Der kleinere Teil schließt die Augen und sucht geistigen Rückhalt im früheren Stalin´schen Glauben.Der größere Teil quält sich mit dem Sinnverlust, erfindet für sich Glaubenersatz und wird oft auf dem Boden der Flasche fündig. Die schleichende geistige Katastrophe hat ihre Wurzeln in dem falschen Glauben an den Bolschewismus."  

Freitag, 26. September 2008 

Eine lockere Runde über 64 km, 2:09´ , für die Bergmeisterschaft am Sonntag habe ich seltsamerweise kein allzu gutes Gefühl. Dumm nur, daß mich meine Gefühle selten trügen. Kann aber nicht sagen, was der Grund ist. Ich fühle mich gesund, also steht doch einer guten Leistung eigentlich nichts im Wege. Aber das Gefühl macht mich doch etwas nachdenklich.

Samstag, 27. September 2008: BERGZEITFAHREN SANKT LORENZEN/KNITTELFELD - RACHAU

Kein schlechtes Rennen an sich, die Strecke ist auch okay, wenngleich etwas nichtssagend, aber die Zeitnehmung!!! Da hat rein gar nichts geklappt, und interessanterweise waren die falschen Zeiten alle um genau eine Minute falsch. Läßt tief blicken, die Zeitnehmer sind anscheinend völlig überfordert. Bin ich jetzt Dritter geworden oder nicht? Offiziell ja, aber... ?!?! Das Rennen wurde bereits zum zweiten Mal durchgeführt, aber ich habe keine Ahnung, wie das im Vorjahr war. Auf jeden Fall gib das ein unbehagliches Gefühl, wenn ich nächstes Jahr entscheiden soll, ob dich da wieder antrete oder nicht. Es ist ja kein offizielles ÖRV-Rennen, aber vielleicht löst sich der Terminsalat ohnehin von selbst auf.

Grundsätzlich ist es ja nur zu begrüßen, wenn sich Veranstalter finden. Auch wenn es kein offizielles, sondern ein sogenanntes "schwarzes" Rennen ist. Das ist doch völlig egal. Dem Verband nicht, aber mir schon. Doppelt dumm, wenn dann dieswer Veranstalter nicht in der Lage, ein korrektes Ergebnis zu erstellen. Alleine in meiner Kategorie weiß ich definitiv von zwei Fahrern, die falsch gestoppt wurden. Ich will jetzt nicht endlos in einer offenen Wunde sticheln, wahrscheinlich ticken die Sekunden halt zu schnell, da verliert man leicht die Übersicht, und überhaupt, ist ja nur ein Rennen, also die wichtigste Nebensache der Welt. Da geht es ja um nichts. Gut, bei mir auch nicht, wenn ich mich dann entschließe, woanders zu starten. Interessant auch, daß die beiden falschen Zeiten jeweils zum Nachteil der betreffenden Fahrer waren. Naja, wie die Zufälle halt so spielen... 

Sonntag, 28. September 2008: ÖSTERREICHISCHE BERGMEISTERSCHAFT  BIRKFELD - SOMMERALM

Meine Ahnung war schon richtig, mit meiner Leistung war ich an sich eigentlich nicht ganz zufrieden. Hätte besser gehen müssen. Gut, so schlecht war es nun auch wieder nicht. Ich bin in einer Gruppe mit Stocker und Forobosko oben auf der Sommeralm angekommen. Es war halt eine durchschnittliche Leistung, und bei einer Meisterschaft reicht so was halt nicht. Mit Aufwärmen und der Rückfahrt zum Start bin ich heute auch wieder auf 65 km gekommen. Mein Klubkollege Sigi Rothauer ist in der Masterklasse 6 leider nur Vierter geworden, ein undankbarer Platz, trotzdem Gratulation an den Sigi! 

Dienstag, 30. September 2008

Bin heute wieder mal beim Bergtraining auf den Plesch-Kogel gefahren. Der ist so sausteil, daß ich nicht mal dran denken mag. Ich bin zuügig und gleichmäßig raufgeklettert und nach 32:32 oben angekommen. Ist eine durchschnittliche Zeit. 

   

Die ganze Runde war 74 km lang, ich bin 27,2 km/h Schnitt gefahren, 18°, milde Temperaturen, ein typischer Herbsttag halt. Aber zwischendurch merke ich heute schon, daß die Saison verdammt lang dauert. In solchen Momenten wünschte ich mir, daß sie zu Ende wäre, aber diese Momente sind Gottseidan nur wenige und ganz kurz, und sehr schnell gewinnt wieder ein positives Gefühl die Oberhand. 

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Wieder Bergtraining, diesmal bin ich wieder nach Hiening raufgefahren (19:58), rauf zum Höchwirt (zweiter Berg) in ausgezeichneten 13:17, die ganze Runde (64 km) in 2:23´ (26,6 km/h). Sonniges Wetter, 17° sind nach wie vor herrliches mildes Herbstwetter.

Donnerstag, 2. Oktober 2008 

Heute stand wieder mal eine längere Trainingsfahrt auf dem Programm, über Lieboch, Stallhofen, Söding und Kalsdorf zurück nach Graz, 107 km, 3:46´, Schnitt 28,5, heute war es frischer, nur 12° - wir sind halt in Österreich, da herbstelt es nicht so lange, da kommt dann bald der Winter. 

Freitag, 3. Oktober 2008 

Heute noch mal 64 km in 2:09´ gefahren, flach, hohe Frequenz, eine leichtere Trainingsrunde. Für viele ösgerreichische Master-Fahrer ist die Saison zu Ende, es steht ja auch nur mehr ein ´letztes Wochenende auf dem Programm. Meine Saison geht noch lange weiter, da heißt es dann, sich konzentriert motivieren. Wenn das Wetter milde und sonnig und warm ist, kein Problem. Aber was, wenn es naßkalt und winterlich ist? Da fragt man sich dann schon andauernd, wozu man sich den Scheiß antut. Toi, toi, toi, so weit ist es noch nicht.

Samstag, 4. Oktober 2008: BERGRENNEN KOLSASSBERG, TIROLER BERGMEISTERSCHAFT

Endlich wieder mal eine Landesmeistermedaille! War das ein Rennen! Saukalt, Regen, Schnee, Wind, Nebel, Kälte, und alles auf einmal, ich wieder einmnal viel zu spät zum Start gekommen, nicht aufgewärmt, also Kaltstart, die Strecke nicht gekannt, daher auch nicht optimal übersetzt. Völlig egal, daß es dann nur die Bronzemnedaille und der 3. Platz waren, schon allein das Rennen war die weite Reise wert. Ich hatte ja keine Ahnung, welchen Bewerb der Superlative da mein ehemaliger Konkurrent und Freund Thomas Kreidl auf die Beine gestellt hatte! Ich eerinnere mich noch, daß vor etlichen Jahren er mir immer eine ganz persönliche Einladung zu seinem Tirol-Marathon geschickt hat. Die Strecke hat mich immer schon gereizt, aber immer ist mir dann irgendwas dazwischengekommen. Heuer war es endlich so weit, und inzwischern ist ja mit dem Kolsassberg-Classic ein zweites Rennen dazugekommen, das er veranstaltet. Und ich bin heuer alle beide gefahren - erstmals!

Das Bergrennen war super aufgezogen. Wenn trotz dieses winterlichen Sauwetters Hunderte Zuschauer entlang der Strecke stehen uznd selbst die Letzten noch frenetisch angefeuert haben, dann soll das was heißen! Das Flair dieser Veranstaltung war einzigartig, wie bei einer Tour-de-France-Bergetappe! Da kann man ihm wirklich nur gratulieren, so was schafft so leicht kein anderer! Dershalb bin ich auch nach der Siegerehrung noch geblieben, habe mir wirklich das gesamte Programm gegeben, und da wurde so einiges geboten!

 

 

Oben: die Wahl zum "Mister Bike" - wer kann schneller aufpumpen? Unten: Livemusik, rechts der Tiroler Bergmeister Bernhard Empl (KTM-Mountainbiker.at)

Das Rennen war ja als großer Saisonabschluß angekündigt worden, schon seit Jahren, und dementsprechend saß man danach noch beisammen und feierte - die abgelaufene Saison, die Siege, die Plazierungen, die Freunde und Bekannten, das Wiedersehen, die bevorstehende Winterpause, einfach alles! Leider war es für mich noch lange nicht Saisonschluß, deshalb mußte ich dann irgendwann spätnachts mal aufbrechen, denn am nächsten Tag stand ja noch das Kriterium in Straßgang bevor, um 4 Uhr früh war ich daheim - Gottseidank war der Start erst nachmittags!

Sonntag, 5. Oktober 2008: KRITERIUM GRAND PRIX BURGER KING IN GRAZ-SEIERSBERG

Heute wieder herrliches Herbstwetter, strahlend blauer Himmel, warm, mild, Sonnenschein! Habe ich gestern den Winter nur geträumt? Egal, dieses Wetter motiviert - und nach meinem 5. Platz war da ein klein wenig Enttäuschung zu verspüren. Die Vorbereitung war ja nicht optimal gewesen, die Nacht war lang gewesen. Und das nicht nur wegen der Saisonabschlußfeier gestern in Kolsass - da haben sich nachts auf der Autobahn noch ganz andere Geschichten abgespielt! Zunächst hat - wieder einmal - irgend so ein ARSCHGESICHT versucht, mein Auto auseinanderzunehmen, hat probiert, meine Frontlippe unter der Stoßstange abzumontieren, hat es aber nicht ganz geschafft, eine  Seite ist lose heruntergehangen. Auf der Autobahn dann, durch die hohe Geschwindigkeit und die ständigen leichen Erschütterungen, hat sich der Rest der Lippe dann halt irgendwann auch noch gelöst - genau kurz nach Bischofshofen.

Das Teil fliegt also nach hinten weg, ich rolle drüber, es rumpelt kurz, ich messe dem aber - im Halbschlaf - keine Bedeutung bei. Doch dabei wird der rechte Hinterreifen aufgeschlitzt und verliert ganz schnell an Luft, und das merke ich dann schon. Es rumpelt ziemlich, ich fahre langsamer, bin dann gerade in einer Baustelle, wo nur eine Fahrspur ist, kilometerlang, kein Platz zum Ausweichen und Stehenbleiben! Ich rolle im Schrittempo weiter, habe dann nach der Baustelle noch einen knappen Kilometer bis zur Raststätte Eben/Pongau. Quälend langsam, mit 25 km/h, nähere ich mich der Ausfgahrt. Inzwischen weiß ich natürlich schon, in welcher Zwickmühle ich sitze: wegen dem Gastank habe ich ja keinen Reservereifen dabei! Ich denke als Ausweg noch an ein Pannenspray, doch als ich dann in der Raststätte stehenbleibe und aussteige, shee ich das ganze Ausmaß diesres Horrormomentes: ich stehe auf der Felge, die von einem etwa 1 Zentimeter hohen Gummirand geziert wird! Ein Wunder, wenn da die Felge heil gelbieben ist - eine sündteure Alufelge natürlich! Jetzt ist guter Rat teuer.

In der Raststätte rufe ich den ÖAMTC an, es ist weit nach Mitternacht. Die erklären mir, daß sie einen Reifen dieser Dimension (205) gar nicht haben. Ein guter Rat wird immer teurer. Und jetzt in der Nacht können sie sowieso nichts machen. Und morgen auch nicht, denn da ist ja Sonntag. Frühestens Montag. Der gute Rat ist mittlerweile unbezahlbar. Was also tun? Hier bis Montag Wiurzeln schlagen? In meiner Not rufe ich den Markus an, einen guten und wirklich treuen Freund, erkläre ihm die Notlage. Der zögert nicht lange, fährt noch schnell in seine Werkstätte, holt den passenden Reifen, steigt ins Auto und fährt von Graz zu mir zur Autobahnraststätten Eben/Pongau! Und das am Sonntag in aller Herrgottsfrühe! Ein wohl entscheidender Anteil an meinem fünften Platz in Seiersberg gebührt sicher ihm - und ein Dankeschön ist das mindeste, das ich ihm schulde. An dieser Stelle also: Danke, Markus!!!

Es war das letzte Rennen der Saison daheim in Österreich, ab jetzt geht es nur mehr ins Ausland, also in den Süden, nach Italien.

Dienstag, 7. Oktober 2008

Bin die 67-km-Runde über Weizberg (7:32) und St.Oswald (7:49) gefahren, und zwar in 2:30´´Stunden. Es war heute warm, 19°, das Wetter ist schön und mild.

Und wieder einmal hjabe ich einen ghanz interessanten Artikel in der "Steirerkrone"! gefunden:

DIE LEBENSERWARTUNG IN DEN USA FÄLLT ZURÜCK - WENIG KRANKENVERSICHERUNG, VIELE DICKE

Vor 20 Jahren lagen die USA auf der Liste der Staaten mit der höchsten Lebenserwartung auf Platz 31, jetzt sind sie auf Rang 41 zurückgefallen. "Da läuft etwas falsch" geben die Gesundheitsbehörden zu.

Ein Grund für das schlechte Abschneiden ist Experten zufolge die Tatsache, daß 45 Millionen US-Bürger keine Krankenversicherung haben und sich medizinische Versorgung kaum leisten können. Zudem ist schon jeder dritte Amerikaner fettleibig, die Tendenz steigt. Es gibt auch enorme Unterschiede in der Lebenserwartung: bei wohlhabenden Weißen erreicht sie europäisches Niiveau - bei schwarzen Männern liegt sie bei 69,8 Jahren, wie in Niicaragua, dem Iran und Mexiko.

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Heute bin ich 69 km gefahren, ziemlich flach, in 2:23´ Stunden. Die Form ist gut, ich fühle mich gut, bin motiviert. Ich fühle, daß da in dieser Saison durchaus noch einige Stockerlplätze auf mich warten.

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Heute bin ich wieder mal eine längere Runde gefahren, 108 km, dabei den Sommerberg (67:24), den Göllesberg (9:34) und die Schemnmerl-Höhe (9:08). Form weiterhin sehr gut und ich sehr motiviert.

Freitag, 10. Oktober 2008

   

  

    Najljepše stražnjice dolaze s Balkana  

Habt ihr gewußt, daß es so etwas wie eine offizielle Hintern-WM gibt??? Ist heuer in München ausgetragen worden, die Jury hatte eine schwere und knappe Entscheidung zu treffen. Die neue "Miß Popo" ist die 19jährige Bulgarin Kristina Dimitrova, ein wahrer Knackarsch.

Samstag, 11. Oktober 2008: RUNDSTRECKENRENNEN IN PONTEPOSSERO DI SORGA UND RUNDSTRECKENRENNEN IM AUTODROMO ADRIA

Erstes Rennen heute in Italien, südlich von Verona, und ich bin nur knapp am Ziel vorbeigeschossen! Danach volle Hektik, ich sofort ins Auto nach der Preisverteilung, und ab nach Adria ins Autodrom, wo am Abend das nächste Rennen stattfindet, ein Rundstreckenrennen auf dem Autorennkurs. Wir starten zusammen mit den Veteranen, der nächgstjünbgeren Klasse, und im unübersichtlichen Zielsprint plaziere ich mich an der 8. Stelle und gewinne damit meine Gentlemen-Klasse! Es war ganz schön schwer, bei diesem superschnellen Rennen (Sch nitt 48 km/h) vor allem Finale noch reinzuhalten, die Beine waren sauer, überall Milchsäure, alles hat mir weh getan. Ich kann mit Gewißheit über dieses Rundstreckenrennen und vor allem über diesen Sieg sagen: ich habe gewonnen, weil ich am meisten leiden konnte! Saisonsieg Nummer 6 war das jedenfalls, zum Mitschreiben!

Und dieser Sieg ist an einem seidenen, hauchdünnen Faden gehangen, denn ich habe den Autorennkurs, das Autodrom, einfach nicht und nicht gefunden! Smergoncino habe ich übersehen und Cavanella di Po vergeblich abgesucht, mein GPS-Gerät leider daheim liegengelassen, da ist wieder einmal alles zusammengekommen. In allerletzter Minute habe ich dann doch noch hingefunden, 15 Minuten vor dem Start, dann war totale Hektik angesagt. Raus aus dem Auto, umziehen, Rad zusammenbauen, Nummer holen und montieren, die Geldbörse samt Autoschlüssel habe ich hinten ins Trikot gesteckt, bin auf die Rennstrecke raus, da sind sie auch schon gestartet, ich mußte sogar ein paar Meter nachfahren und sofort mit vollem Geschäft reinhalten!

Sonntag, 12. Oktober 2008: STRASSENRENNEN IN STRA

Neuer Tag, neues Rennen, neues Glück. Der Klassiker in Stra über 93 km. Mit Platz 6 ein ganz tolles Ergebnis in diesem Massensprint.

 

Das Wahrzeichen von Stra, die Villa Pisani

Montag, 13. Oktober: BOB MARLEYS SCHICKSALSJAHR

Geschockt von den Kugeln einer Mörderbande, flüchtete Bob Marley, der König des Reggae, 1977 nach England und verarbeitete religiöse Bezüge und sehr persönliche Poesie in seinem Meisterwerk "Exodus". Ein dunkler Schatten begleitete ihn.

 

Es war der 7. Juli 1977. In Kingston, der sonst so umtriebigen Hauptstadt auf der Karibikinsel Jamaika - hier leben über eine halbe Million Menschen - war es geisterhaft still. Die Straßen waren verlassen, es herrschte Ausnahmezustand - nicht, wie in der Zeit davor, wegen blutiger Straßenkämpfe verfeindeter Gangs und bürgerkriegsähnlicher Unruhen zwischen Anhängern der gegnerischen politischen Parteien. Vielmehr, weil die gläubigen Rasta-Brüder für diesen Tag die Apokalypse angekündigt hatten. Jah´s letzter Plan werde seinen Lauf nehmen.

 

Als dann um 7 Uhr abends fünf Siebener zusammenprallten, kam der "Retter" - allerdings in Gestalt des Politikers Michael Manley, des regierenden Ministerpräsidenten, und stellte unter dem donnernden Applaus seiner Parteimitglieder Jamaikas neue Verfassung vor. Die Armee patroullierte.

 

Am selben Tag vollzog sich tausende Kilometer weiter weg der Anfang vom Ende für einen Künstler, der wie kein anderer für die Karibikinsel stand und bis heute noch steht. Die Assistentin der Plattenfirma Island, bei der der 31jährige Reggae-König und überzeugte Rastaman Bob Marley unter Vertrag war, brachte den Musiker in eine Londoner Arztpraxis. Zwei Jahre vorher war ein Gegner dem begeisterten Fußballspieler Marley mit der Nopppe seines Fußballschuhes auf die rechte große Zehe getreten. Die Wunde war nie richtig verheilt. Nun, in den London, war die Zehe erneut bei einem Match verletzt worden, und Bob Marley humpelte.

 

Der Doktor mußte Bob eine bestürzende Mitteilung machen: es habe sich ein Krebsgeschwür gebildet. Die Amputation der Zehe sei dringend geboten. Doch das lehnte Marley ab: der Körper eines Rastamannes müsse "ganz" bleiben. Seine Gattin Rita bat ihn, die Entscheidung zu überdenken. Doch "Tuff Gong" - so sein Spitzname - meinte: "Wie soll ich denn dann auf die Bühne? Die wollen doch keinen Krüppel sehen!" Und er gab sich damit zufrieden, daß ein anderer Arzt bloß eine Hauttransplantation vornahm.

 

Ein halbes Jahr vorher war Marley in Kingston einem Mordanschlag lebend entkommen: diesmal aber sollte ihn der Tod nicht mehr verlassen, bis zum 11. Mai 1981.

 

Die letzten Wochen des Jahres 1976 und das darauffolgende Jahr wurden für Bob Marley schicksalhaft: Todesgefahr, Weltruhm, das beste Album seiner Karriere, dazu das Signum des "ersten Superstars der Dritten Welt", der Adel durch einen Ring des von den Rastas gottgleich verehrten Kaisers Haile Selassie - und als ständiger Begleiter der dunkle Schatten.

 

Marley war am 6. Dezember 1976 aus Jamaika nach London geflüchtet: nur wenige Tage, nachdem sieben Bewaffnete versucht hatten, den Künstler und politischen Aktivisten, seine Frau Rita und Manager Don Taylor bei einem Überfall auf das Haus in der legendären Hope Road zu erschießen. Der Anschlag wurde nie geklärt: Gerüchten zufolge hatte es die Opposition nicht gerne gesehen, daß Marley auf Betreiben des Premierministers ein großes Konzert für "die Leute" geben wollte.

 

Die Flucht war der Auftakt eines 16monatigen "Exodus" - und so nannte Marley auch sein fünftes Album, das mit seinen Wailors in London entstand. Vor "Exodus" war die Reggae-Revolution, die die westliche Popmusik gehörig aufmischen sollte, nur durch den Hit "No Woman, No Cry" bekanntgeworden - und das in der Fassung des weißen Blues-Gitarristen Eric Clapton. Doch 1976 gelang Marley mit "Rastaman Vibration" auch der Durchbruch in den USA, obwohl die Fremdartigkeit dieser Klänge und Musiker mnit ihren Dreadlocks und "Spliffs" (Marihuana-Tüten) sogar im "Roxy", einem Top-Club in Los Angeles, noch für Aufregung gesorgt hatten: "Die Mau-Mau kommen!"

  

Und dann "Exodus", ein von Bibelzitaten und religiösen Themen durchzogener Liederzyklus, der Aufbruch des schwarzen Mannes nach Äthiopien, in die alte Heimat, oder zumindest in das versprochene Reich Jah´s, weit weg von "Babylon".

 

"Es liegt eine eigenartige Mystik in der Luft/wenn du genau hinhörst, wirst du sie verspüren/Es könnte der erste Trompetenstoß sein/oder der letzte/noch viele werden leiden müssen/noch viele werden sterben/frag mich nicht, warum", hieß es im Eröffnungssong "Natural Mystic".

Er markierte bereits die Tonart: geheimnisvoll, gedankenschwer, und doch total entspannt und relaxt. Es waren Marleys Betrachtungen der Welt mit den Augen des überzeugten Rastas: Sprachverwirrung ("So much Things to say"), Schuld der herrschenden Klasse ("Guiltiness"), die verhängnisvolle Schrift an der Wand, der Exodus, der Aufbruch der "Jah People" in eine neue Welt.

 

Doch Bob Marley hatte auch Irdisch-Paradiesisches vor Augen: "Jammin", die Erlösung durch den beglückenden Rhythmus ("In the Name of the Lord"), aber auch Erlösung durch die Liebe, durch "One Love". Mit diesen stimmungsvollen Songs voll Gefühl, Schmelz ohne Schmalz, legte Marley die Basis für Lieder-Poeten seiner Art, die sich heute noch auf ihn berufen - etwa Jack Johnson.

 

"Exodus" war das reife Werk eines Künstlers auf dem Höhepunkt seiner Kreativität. Amerikas "Time"-Magazin sah darin das "beste Album des 20. Jahrhunderts". In Großbritannien, wo sich Bob Marley & The Wailors seit jeher der größten Beliebtheit außerhalb Jamaikas erfreuten, warf die LP vier Hit-Singles ab und hielt sich 56 Wochen in den LP-Charts. "Exodus" war der endgültige Durchbruch für Marley, aber auch für seine Legende und für den Reggae schlechthin, zu dessen weltweitem Botschafter er wurde.

Danach waren ihm noch vier Jahre geschenkt. Aber schließlich holte ihn doch die Krebserkrankung, die im Jahr seines größten Rückschlags und sienes größten Triumphes aufgetreten war, ein. Als Bob Marley im Alter von nur 36 Jahren starb, bestattete man ihn wie einen Heiligen: in einer Krypta im Herzen Jamaikas, und seine Grabbeigaben waren seine Gibson Les Paul, ein Fußball, ein Bund Marihuana, eine Bibel und der Ring aus dem Besitz Haile Selassies.

Nach seinem Tod stieg die Popularität Marleys in ungeahnte Höhen. Sein Bild wurde zu einer Ikone, ähnlich jener eines Che Guevara. Zwei Kämpfer gegen die Unterdrücker. Marley und seine Musik sind nach wie vor ein fester Bestandteil der Musikgeschichte - nicht zuletzt in Afrika, wo manche in ihm bis heute einen Propheten der Befreiung sehen.

"Exodus", das fünfte von Bob Marleys Alben, wurde am 3. Juni 1977 veröffentlicht. Es gilt als das stilbildende Album des Reggae schlechthin. Bob Marleys Songs und sein Mythos sind stets beim "Chiemsee Reggae Summer" im bayrischen Übersee präsent. So wie jedes Jahr im August, wenn das Festival für mehr als 20.000 eingefleischte Reggae-Fans über die Bühne geht (www.chiemsee-reggae.de).

 Dienstag, 14. Oktober 2008

Heute war es zur Abwechslung mal wieder ganz, ganz warm, 21°, ich bin eine 80-km-Runde gefahren, flach, mit 29,5 km/h Schnitt. Wenn das Wetter halbwegs so bleibt, habe ich kein Problem damit, Ende Okober noch Rennen zu fahren.

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Es stimmt, die Saison neigt sich langsam dem Ende zu. Heute waren es 66 km, in Edelbach bin ich in 17:39 raufgefahren. 500 Höhenmeter, Schnitt 28,6. So geht es jetzt halt von Tag zu Tag weiter dem Saisonenende entgegen. Interessant auch, daß man jetzt keinen einzigen anderen Radrennfahrer mehr antrifft. Gerade so, als ob es ein schlimmes Verbrechen wäre, sich jetzt noch auf der Straße erwischen zu lassen.

AMATEURSPORT

Ist Motorsport Sport? Ist Kegeln, Modellflug, Billard, Fischen Sport - und wenn ja: gibt es dann überhaupt irgendein Phänomen zwischen Himmel und Erde, das kein Sport wäre? Nordic walking? Southern Comfort? Ist "Sport" einfach ein Suffix, das man an jedes beliebige Verb hängen kann, oder ist "Sport" dann der Fall, wenn mehrere Menschen mit Startnummern auf Rücken und Brust dieselbe Tätigkeit verrichten?

Wie ich einem Österreichischen Sportmagazin entnehmen konnte, kann man solche etwa  bei Radrennen oder Marathonläufen verwendete Bruststartnummern auch auf völlig nackte Körper binden, wie ja - der Gebildete weiß das - die Athleten bei den antiken Olympischen Spielen in Athen prinzipiell nackt anzutreten hatten- just do it, but without Nike, Puma, Adidas. Anders als in dem hier thematisierten Sport war den Frauen die Teilnahme an den Spielen hingegen nackt oder angezogen, als Aktive oder Zuschauerinnen bei Todesstrafe verboten.Unüblich waren in der Antike wohl auch die erigierten Penisse, die hier von zentraler Bedeutung zu sein scheinen. Sieht man einmal von den Startnummern ab, handelt es sich bei dem Sportmagazin um - ja: Amateursport.

Prüderie, Romantik und Moral unterstellen mir, die intimste Intimität zum Sport zu degradieren. Ohne Liebe sei das gymnastische Kabinettstückchen nämlich gar nichts wert. Ja, gebe ich zurück, aber das ist ja bei allen anderen Sportarten auch so. Und die Vorteile liegen auf der Hand: der Amateursport ist billig, je nach Witterung indoor oder outdoor praktizierbar, platzsparend - man braucht weder große Hallen noch Stadien - bloß die Sportartikelindustrie schaut bislang völlig durch die Finger.

Áber vielleicht erfindet man ja noch Kopulierskistöcke (nordic loving), halterlose 'Netzstrümpfe mit den drei Streifen oder - für Trainingszwecke im Herren Einzel - den einzelnen Tormannhandschuh mit Noppen. Man ist ständig in Bewewgung, kommt manchmal sogar ins Schwitzen; die Bewegungsabläufe sind harmonisch, also gelenks- und bänderschonend, außerdem kreislaufstiumulierend. Die Verletzungsgefahr ist dementsprechend gering. Wie auch andere Sportsarten (IEiskunstlauf, Tennis, Tretbootfahren) kann man Amateursport ohne weiteres gemeinsam mit seinem eigenen Partner betreiben. Nurt wo man die Rückennummern herbekommt, weiß ich nicht. Wie  bei anderen Sportarten auch spielt sich das Entscheidende im Kopf ab . Konzentration ist alles. Wille, Einsatz.

Donnerstag, 16. Oktober

Heute waren 83 km auf meinem Plan, in Mellach bin ich in 5:09 hochgestürmt, den 2008 Aframberg in 6:14, den Dexenberg dann in 7:46.  Schnitt heute 28,1 km/h. Die Form ist weiterhin sehr gut, und ich hoffe stark, daß ich sie noch einige Zeit halten kann.

Habt ihr gewußt, daß es in Wien ein Schokolade-Museum gibt? Nein? Interessant, daß man als Schoko-Fan sowas nicht weiß! In der Heindl-Schokowelt findet man alles, was mit Schokolade zu tun hat! Information, Leckerlis, Bilder, Führungen, Historie, usw. Seht doch gleich mal nach unter www.heindl.co.at!

Heindl-schokowelt-erstes-wiener-schokolademusem

Freitag, 17. Oktober 2008

Bin heute nur eine 50-km-Runde gefahren. Es ist nach wie vor herbstlich mild bei herrlichem Radsportwetter. Also so könnte es von mir aus den ganzen Winter über bleiben! Okay, iuch weiß, das wird nicht der Fall sein! Leider!

Samstag, 18. Oktober 2008: RUNDSTRECKENRENNEN IN BUSO DI PONTE DI PIAVE

Ein warmer und milder Herbsttag. Komisch, daß mir ausgerechnet das im Gedächtnis geblieben ist. Die Saison dauert schon sehr lange, sie beginnt sich jetzt wie ein Strudelteig zu ziehen. Indiz dafür, daß ich eigentlich schon in die Winterpause gehörte. Aber wie soll das gehen, wenn man noch ausgezeichnet in Form ist???

Sonntag, 19. Oktober 2008: BERGZEITFAHREN MONTECCHIO MAGGIORE - SAN URBANO

Um einen Hauch nur am zweiten Rang vorbeigefahren, das ist bitter, das erzeugt Frust! Die Gegend hier ist einzigartig, die leicht welligen Hügel, die Ausläufer der Berge, sind ein idedales Trainingsgebiet. Nicht umsonst kommt es, daß hier einige der stärksten Rennfahrer Italiens herstammen, sowohl in der Masterklasse als auch bei den Amateuren oder den Profis!

Romeo and Juliet's castles 

Am Stadtrand von Vicenza sozusagen liegt Montecchio Maggiore, das Schloß dort war die Inspiration zur Geschichte von "Romeo & Julia"!

Jedes Mal, wenn ich hierherkomme, kann ich mich an diesem optischen Augenschmaus nicht sattsehen. Natürlich mag ich auch dieses Bergzeitfahren, das ist ja ohnehin schon längst ein uralter Klassiker, sowohl tatsächlich als auch in meiner kleinen Welt.

Montag, 20. Oktober 2008

Das Training geht unvermindert weiter, gleich nach dem Rennen bin ich heute 68 km gefahren, Schnitt 29,1, heiteres Wetter, 17°, milde Herbsttemperaturen also. Es scheint, als hätte in diesem Jahr der Wettergott ein Erbarmen mit mir. Ich erinnere mich, daß das nicht immer so gewesen ist, Die Saison ist jetzt in Österreich schon so lange beendet, daß kaum mehr jemand daran denkt. Und ich stecke noch mitten drin! Wieso ist das so? Das Wetter? Das wird doch immer wärmer im Laufe der Jahre, und so komme ich halt zu dem Schluß, daß es wieder mal die besonderen Umstände sind, die dem Radsport in Österreich so zusetzen. Schließlich brauchen wir ja was zum Jammern, sonst wäre das Leben doch nicht lebenswert!

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Heute 48 km, gestern 47,5 km - die Winterpause naht mit Riesenschritten! Doch vorher möchte ich noch aus dieser Saison rausholen, was geht. Schließlich will ich doch auch meinen verdienten Lohn für all das Training, die Schweiß.- und Blutstropfen dieses Jahres abholen!

In die herbstliche Jahreszeit paßt vielleicht auch folgende kleine Notiz, entdeckt in der "Steirerkrone":

Gott geklagt, weil er den Tod verbreitet

Strrafanzeige gegen Gott hat ein Abgeordneter des Parlaments im US-Staat Nebraska gestellt. Ernie Chambers wirft dem Schöpfer vor, Wirbelstürme, Überschwemmungen und Tornados verursacht und damiit "unter Abermillionen von Erdbewohnern Tod und Zerstörung verbreitet zu haben". Das wolle er jetzt wenigstens mit einer einstweiligen Verfügung stoppen...

 

Ist schon ein lustiges Kerlchen, dieser Ernie Chambers...

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Heute ist die Trainingsrunde etwas hügeliger ausgefallen, 600 Höhenmeter sind um dieser Jahreszeit kein Pappenstiel! Die Runde war 84 km lang, auf den Gießenberg bin ich diesmal in genau 6 Minuten raufgeklettert. Heute hatte es im Gegensatz zu den letzten Tagen nur mehr 10° - hoffentlich keine Kältewelle! Ich glaube, ich habe schon mal erwähnt, daß man um diese Jahreszeit keinen Radfahrer mehr auf den Straßen antrifft - doppelt schwer für  mich, so ganz alleine herumzufahren! Man muß es einfach so sehen: es ist schließlich ein Privileg, zu dieser Jahreszeit noch Rennen auf der Straße bestreiten zu dürfen und zu können!

Freitag, 24. Oktober 2008

Als Abschluß dieser Trainingswoche bin ich heute 52 km gerollt, wieder bei ganz gutem Wetter. Form gut, Motivation auch wieder, am Wochenende warten jetzt zwei lange Straßenrennen.

Samstag, 25. Oktober 2008: STRASSENRENNEN IN SANSONESSA DI CAORLE

Ein Klassiker unter den Herbstrennen, dieses 93-km-Rennen in Caorle! Kein Anstieg, aber der starke Wind zerzaust das Fahrerfeld jedes Jahr und macht das Rennen sauschwer. War diesmal nicht anders. Da ich zu spät weggefahren bin, mußte ich mit Vollgas über die italienischen Autobahnen brettern! Ist ganz gut gelungen, habe 3 Stunden bis Caorle gebraucht! Leider hatte ich dann aber auch nur mehr 19 Minuten  Zeit, um mich zum Start fertig zu machen. Immer wieder das alte Lied, ich komme zu spät! Wie gerne wäre ich doch einmal zeitgerecht vor Ort! Auch das hatte ich schon, habe da auch schon mal den Start verpaßt, weil ich drei Stunden zuvor schon dort war! Scheint ´ne unheilbare Krankheit von mir zu sein!

Sonntag, 26. Oktober 2008: STRASSENRENNEN IN LENTI

Saisonsieg Nummer 7! Es geht ja doch noch! Anfangs war ich etwas enttäuscht, als ich erkennen muß0te, daß0 wir diesmal NICHT die selektive Strecke aus dem Vorjahr fahren, sondern eine völlig flache - aber es hat doch wieder geklappt, ich bin ihnen einmal mehr im Finale entwischt!

 

 

Panoramablick über Lenti - nichts als braune Erde, Ackerschollen und Gestrüpp - zwischendrin ein paar Häuser

Lenti ist ein Heil- und Thermalkurort, und so haben sich die Veranstalter für die Preisverteilung hier auch einiges einfallen lassen - ist nicht so was Gewöhnliches oder gar Fades wie bei Tausenden anderen Veranstaltungen! Ein Gratis-Eintritt ins Thermalbad ist da gar nicht mehr so was ausgefallenes, auch die Eintrittskarte für die ganze Familie, die man erhält, paßt da ins Bild - wenngleich ich diese Karte nicht konsumieren kann! Die Preisverteilung findet am Abend statt, es ist schon finster draußen, das Thermalbecken ist hell erleuchtet, liegt auch im Freien (so ähnlich wie in Loipersdorf ist ein Teil überdacht, ein Teil im Freien). Dazwischen werden auf einer großen Videoleinwand immer wieder die entscheidenden Szenen des Rennens gezeigt - auch ein Service, den man bei uns in Österreich kaum wo findet! Ich will ja nicht lästern, aber Ungarn ist doch so etwas wie Dritte Welt, zumindest aberr Balkan - und dann stellen die so wasd auf die Beine, und das Jahr für Jahr! Alle Achtung, die zeigen es doch vor, daß es ja geht - nicht so wie in Österreich, wo man immer hört: das geht nicht, und das geht auch nicht! Irrtum, meine Herren, es geht doch!!

Dienstag, 28. Oktober 2008

Noch zwei Wochenenden, dann ist auch diese Saison 2008 Vergangenheit! Bin heute 67,5 km gefahren, gestern 41 km - die beiden langen Rennen vom Wochenende (Caorle 93 km, Lenti 90 km) zeigen noch Wirkung, ich mußte mir die Milchsäure aus den Muskeln fahren. Jetzt, wo sich das Jahr dem Ende zu neigt, steigt die Motivation plötzlich wieder, so als ob ich jetzt alles nachholen müßte, was mir in dieser Saison gegen den Strich gegangen ist!

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Die 55,5 km lange Runde über Mellach, Dillach und Wildon ist auch schon so etwas wie eine klassische Trainingsstrecke von mir - immerhin mit 220 Höhenmetern! In Mellach bin ich den Miurberg diesmal in 5:15 Minuten gefahren. 'Heute hatte es schier unglaubliche 20° - und das Ende Oktober! Da packt man ja fast die Badehose wieder aus!

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Knappe 600 Höhenmeter, 99 km, Schnitt 29,6, am Kropfberg bin ich in 6:54 förmlich raufgesprintet - die Form ist beinahe schon traumhaft, wird mit jedem Tag noch besser! Ich habe die Beine, kann einen hohen Rhythmus fahren, eine hohe Frequenz, habe Motivation, Luft, was will ich mehr???

Samstag, 1. November 2008: RUNDSTRECKENRENNEN IN BUSO DI ROVIGO

Ein 4,8 km langer Stadtrundkurs - der hätte, noch dazu mit meiner Form, locker 20 Runden vertragen statt der zehn, die wir gefahren sind!

Ist schon ein seltsames Städtchen, dieses Rovigo - hier ist RUGBY allgegenwärtig, es scheint nichts anderes zu geben! Ihr habt richtig verstanden,  RUGBY!!! Und das in einer oberitalienischen Kleinstadt - seltsam!

Montag, 3. November 2008

Schon am Tag nach dem Rennen eine der letzten Kraftanstrengungen in dieser Saison - ich habe diesmal 105 km abgespult, war unten in Ehrenhausen und an der slowenischen Grenze in Spielfeld, Schnitt 29,5. Noch ein Rennen am nächsten Wochenende, dann geht es ab in die wohlverdiente Winterpause! Die Form ist nach wie vor sehr gut, meine Motivation etwas langatmig, aber das eine Wochenende schaffe ich auch noch!

Köstlicher Artikel, wieder aus der "Steirerkrone":

US-Städte verbieten tief sitzende Hosen

Die Städte Alexandria und Shreveport im US-Bundesstaat Louisiana verbieten die bei den Teenagern beliebten baggy pants - weit unterhalb der Hüfte sitzende Hosen, die den unerwünschten Blick auf Unterwäsche oder Hinterteil bieten. Verstöße werden mit 25.- $ (= 18.- €) Geldstrafe geahndet, im Wiedérholungsfall steigt die Summe.

   

 Unten rechts Popstar Ciara

Dienstag, 4. November 2008:

Heute nur eine kleiné Runde mit 47 km absolviert, bewölkt, 13°, also ziemlich mild.

Mittwoch, 5. November 2008:

Heute war es zur Abwechslung wieder mal heiter, bin 60 km in 2:08´ gefahren, Schnitt 28,1.

Erinnert ihr euch noch an den seltsamen Typen Ernie Chambers, der in den USA Gott geklagt hat? Die Geschichte geht weiter, ihr glaubt es kaum, jetzt lese ich folgenden Artikel, die Geschichte steht jetzt schonh in fast allen Zeitungen, ich nehme jetzt mal, der Abwechslung wegen, den "KURIER" zur Hand:

Himmlische Justiz-Posse mit Erzengel Michael als Zeugen

Mit einer Klage gegen Gott hat der US-Senator Ernie Chambers kürzlich von sich reden gemacht. Der Allmächtige sei für terroristische Drohungen, Naturkatastrophen und zahlreiche weitere Übel verantwortlich zu machen, argumentierte Chamnberds. Nun hat das Gericht überraschend eine Erwiderung auf die Klageschrift erhalten.

Das mit "Gott" unterzeichnete Schreiben sei plötzlich auf einem Schreibtisch gelegen, sagte der Justizangestellte John Friend vom Bezirksgericht in Omaha. In der Erwiderung werde geltend gemacht, daß der Beklagte Immunität gegenüber der irdischen Gerichtsbarkeit genieße. Auch wird die Zuständigkeit des Bezirksgerichts bestritten. Doch wenn man Gott für Unterdrückung und Leid verantwortlich mache, werde ein wichtiger Gesichtspunkt mißachtet: "Ich habe Mann und Frau mit freiem Willen geschaffen, und neben dem Versprechen eines unsterblichen Lebens ist der freie Wille mein größtes Geschenk an euch." In dem Schreiben werde der Erzengel Michael als Zeduge angeführt, erklärte der Justizangestellte Friend.

Die Gerichtsbarkeit kann nun ihren Gang gehen. Chambers betonte, er nehme die Strafanzeige ernst, wolle damit aber auch die abstrusen Seiten der amerikanischen Justiz sichtbar machen, in der jeder jeden verklagen könne. Chambers ist bekennender Agnostiker.

Na servus Geschäft, bin schon gespannt, wie die Geschichgte weitergeht. Kommt es zu einer Hauptverhandlung? Wer vertritt den Angeklagten? Kommt der überhaupt? Wird er vorgeführt? Wird das Verfahren niedergeschlagen? Was passiert mit Chambers - wird der irgendwohin eingeliefert? Ich verspreche euch, ich bleibe dran.

Donnerstag, 6. November 2008

Bin heute rauf bis Mixnitz gefahren, die lange Trainingseinheit, dreieinhalb Stunden hin und zurück, 98,5 km, Schnitt 28,2. Ist mir ganz gut gegangen, keine Probleme, ich hab´ doch noch die nötige Ausdauer. Die Form ist erstaunlich gut, ich kann sie auch weiterhin ganz gut halten. Fragt sich nur, wie lange noch?

Und wieder ist mir ein Artikel aufgefallen, diesmal in der "Presse":

BIG MAC - JUBILÄUM EINES FETTEN BROTES

Seit 1967 sorgt der "Big Mac" rund um die Welt für verläßlichen Bauchspeck: ein Hamburger mit Kultfaktor feiert Geburtstag. Amerikanisches Paradegericht mit russischem Geheimrezept? Richtig gelesen. Denn was den Big Mac, Star-Burger des McDonald´s-Konzerns erst so richtig berühmt machte, ist eigentlich die pikant gewürzte Mayonnaise, die den mehligen Geschmack der drei formgebenden Brot-Lappen von Beginn an auffällig gekonnt kaschierte. Das Rezept dafür stammt ursprünglich aus Rußland - so viel (und schlauerweise nicht mehr) verriet zumindest der Pittsburgher Unternehmer Jim Delligatti, der den Big Mac 1967 - manche Quellen behaupten auch 1968, wir wollen aber lieber das frühere Datum glauben - entwickelte und die Soße jeden Morgen von Hand anrührte (deswegen beginnt der Dienst von McDonald´s-Mitarbeitern also eher früh!).

Neben 550 Millionen jährlich verkauften Stück in den USA zählt der BigMac heute auch in Europa längst zum Standardsnack gestreßter Esser mit Fett-Gelüsten. Und sicher: mit der Kohlsuppe kann es der große Mac angesichts seiner 24 Gramm Fett und 494 Kilokalorien nicht aufnehmen. Aber daß die fünflagige Brot-Fleisch-Komnbination dauerhaft zur ernährungstechnischen Todsünde hochstilisiert wird, ist angesichts der Daten anderer Zwischenmahlzeiten nicht wirklich verständlich. Wer attackiert zum Beispiel das gemeine Wurstbrot? Die Kohlehydrat-Fett-Bombe wird tausenden Kindern jeden Morgen aufs Neue von unschuldig-fürsorglichen Eltern in die Schultasche gepackt, der Kritik von Öko-Essern war sie bis dato kaum merklich ausgesetzt. Gibt es im Diät-Wesen eigentlich gar keine Gerechtigkeit?

Gut, ich nehme mal an, beim Verfasser dieser Zeilen handelt es sich um einen einge"fleischten" Big-Mac-Fanatiker. Deshalb hier auch gleich zur Abschreckung ein paar Bilder:

   

Samstag, 8. November 2008: STRASSENRENNEN IN PRAMAGGIORE

Das letzte Rennen der Saisaon, und mit Rang 14 war es ein durchschnittliches Ergebnis. War ein ganz netter Abschluß, aber ist es jetzt wirklich vorbei? Es war warm, ich bin sogar kurzärmelig gefahren, einfach eine ganz andere Welt, wenn man das mit Österreich vergleicht. Der Ort hier ist ja hauptsächlich wegen seiner Weinstraße, den unzähligen Weingärten und -bergen sowie den vielen Weinen und -verkostungen berühmt. Eine solche gab es auch nach dem Rennen im Rahmen einer ganz groß aufgezogenen Preisverteilung. Prämiiert wurden übrigens die ersten 15 jeder Klasse. Es war wieder eines dieser typischen Saisonabschlußrennen.

 

Sonntag, 9. November 2008

Am Tag nach dem Abschlußrennen bin ich heute schon zum erstenmal in diesem Winter übrigens die Trainingsausfahrt mit der Vychodil-Partie mitgefahren. Treffpunkt Samstag und Sonntag und feiertags jeweils um 10 Uhr beim Resowi in der Heinrichstraße. Dabei habe ich das gestrige Rennen gar nicht gespürt, wir sind über Dobl, Lieboch, Geistthal, St.Pankrazen, St.Oswald und Gratkorn zurück nach Graz gefahren, 115,5 km, 3:50´, Schnitt 30,0, es war sonnig, milde Temperaturen, 14°, eigentlich traurig, daß die Saison vorbei sein soll. Nach Geistthal rauf bin ich in genau 8 Minuten gefahren, war damit bei den Schnellsten (gut, das darf man natürlich nicht überbewerten, denn die Jungs sind seit mindestens einem Monat schon im Wintertraining, ich dagegen gerade mal einen Tag. Und weiter rauf nach St.Pankrazen war ich auch wieder bei den Schnellsten dabei. Ist gut für die Moral, obwohl ich mich gar nicht anstrengen mußte. Aber da muß man ganz streng trennen, denn ein Monat Training ist nicht zu übersehen.

Montag, 10. November 2008

Ich kann es einfach nicht lassen! Es ist doch eine Todsünde, mit einer so guten Form in die Winterpause zu gehen! Heimlich habe ich mich online heute mal nach einem entsprechenden Rennen umgesehen, aber nichts gefunden. Die Saison scheint wirklich zu Ende zu sein - in Österreich sowieso nochg was seit Wochen, in Italien jetzt auch, da kommen nur mehr MTB- und Querfeldenrennen. Schade drum, muß mir jetzt mal den Kopf über ein seriöses und fundiertes Wintertraining zerbrechen. Mexiko-Rundfahrt: ist schon Ende Oktober, Kolumbien-Rundfahrt: ist gar schon im August, Hawaii-Challenge: sogar schon im September! Alle diese exotischen Rennen sind schon vorbei, aber da war doch noch was in Costa Rica , eine Master-Rundfahrt! Nach einigen Stunden erfolgloser Internet-Recherche gebe ich es auf.

Dienstag, 11. November 2008: PAARZEIT-MEISTERSCHAFT 1977

Ich möchte jetzt hier einmal eine Serie beginnen, und zwar über meine Teilnahme und Erlebnisse an Österreichischen Meisterschaften und gleich mit meiner allerersten beginnen: das war das Paarzeitfahren bei den Junioren am Samstgag, 19. Juni 1977. Das bedeutet jetzt selbstverständlich einen Ausflug in das Mittelalter des Radsports, in die Zeit, als es noch keine Zeitfahrrahmen gab, in die Zeit der Baumwolltrikots und -hosen, als der Unterswchied zwischen Zeitfahren und anderen Rennen allein in der krampfhaft aerodynamischen Haltung lag. Damals war eine Österreichische Meisterschaft noch was ganz besonderes, jedenfalls nichts alltägliches. Zusammen mit meinem damaligen Klubkollegen Harald Maier war ich nach Niederösterreich gefahren, am Sonntag, gleich am nächsten Tag, gab es ein langes Straßenrennen in Gänserndorf. Das Paarzeitfahren fand in Obersiebenbrunn statt, führte über eine Distanz von 50 km und stellte sich als Treffpunkt der gesamten nationen Spitzenklasse heraus. Ich habe sogar noch alle Unterlagen, wie Starter- und Ergebnisliste, eine Menge Fotos und all den Kram. Richtig, der Maier Harry war mein Partner, wir gingen um 10.04 IUhr mit der Startnummerr 3 ins Rennen, das Startintervall betrug 2 Minuten. Vor uns waren die Teams von Union Comet Wien III (Gruber/Ohnmacht) und ÖAMTC Velo Wien (Ringwald/Führer) ins Rennen gegangen, die müßten wir beide einholen, rechneten wir uns aus. ARBÖ E-Werk Ke-li Wien II mit Fischer und Haunzwickl, die unsere Verfolger waren, dürften uns auch nicht einholen.

Der Maier Harry hatte mir damals ein Jahr Rennerfahrung voraus und war schon als potentieller ganz Großer zu erkennen. Natürlich war er sehr viel stärker als ich, der ich übernervös war und nur darauf bedacht, nur ja nichts falsch zu machen. Im übrigen hatte ich ein sehr gutes Gefühl, denn ich wußte, mit ihm an meiner Seite konnte mir nicht viel passieren, würde ich automatisch ganz vorne landen. Insgesamt waren 23 Paare am Start. Nun gut, wir starteten mit aller Kraft und Energie, traten eine hohe Übersetzung (52/13 und 14) und rasten aus Obersiebenbrunn raus. Leider nicht nach Markgrafneusiedl, wie vorgesehen, sondern in eine südlichere Richtung. Die ersten paar Kreuzungen überlebten wir wie durch ein Wunder, jedesmal raste irgendein Auto laut und energisch hupend hinter uns über diese Kreuzung, wir nahmen eine aerodynamische tief geduckte Haltung ein und rasten - Richtung Wien! Richtig, irgendwann kam der Donauturm in Sicht, wir wunderten uns noch, als wir eine Ampelkreuzung bei Rot gegen den dichten Verkehr überquerten, nicht mal ein Streckenposten stand dort rum!

Die ersten Fragezeichen tauchten im Hinterkopf auf, als wir die beiden Union-Comet-Wien-Fahrer Gruber und Ohnmacht unter einem Apfelbaum an der Straßenböschung sitzen sahen, die uns lachend zuwinkten. Ich schob das auf meine Überanstrengung, ich hatte wohl schon Halluzinationen! Und da der Harry auch nicht reagierte, trat ich stur weiter in die Pedale. Dann kamen uns auf der anderen Straßenseite Ringwald und Führer entgegen, die sah er dann auch und nahm endlich die Beine hoch. Endlich deshalb, weil ich wahrscheinlich nicht mehr lange mitgehalten hätte! Er sagte was von "Da stimmt was nicht", aber ich hatte so wenig Luft, ich konnte gar nichts sagen, ich röchelte und pfiff aus dem allerletzten Loch. Irgendwo an der Wiener Stadtgrenze rollten wir also aus, drehten um und fuhren dann leicht und locker mit Rückenwind wieder zurück nach Obersiebenbrunn.

Mein Gott, was hatten wir für einen Vorsprung herausgefahren! Wir rollten gut 20 km zurück, keine Verfolger in Sicht, die hatten wir ja in Grund und Boden gefahren! Harry meinte zwar mehrmals, wir hätten uns irgendwo verfahren (gut, Bodenmarkierungen hatte ich auch keine gesehen!), aber das konnte und wollte ich nicht glauben. Wie sich nachher herausstellte, hatten wir uns tatsächlich verfahren, und zwar - ich getraue es mich kaum zu sagen - schon nach 150 METERN!!! Da hatten wir- wie unsere beiden Paare vor uns auch - einen Richtungspfeil nicht gesehen, weil dort nämlich gar keiner war. Es hatte niemand der Mühe wert gefunden, schon nach 150 Metern den ersten Pfeil anzubringen, weil jeder dachte, daß doch niemand so blöde sein kann, und sich an einer Stelle zu verfahren, die vom Start aus zu sehen ist!

Nachher dann, im Gespräch, meinte jeder, der mit dem Harry sprach, ich sei viel zu schwach für ihn gewesen. Das Argument, daß wir uns verfahren hatte, ließ niemand gelten. Und obwohl Harry meinte, ich sei sehr stark gefahren und durchaus in der Lage gewesen, mit ihm mitzuhalten, änderte das nichts an der allgemeinen Meinung. Das hat mich tief getroffen, das habe ich mir sehr zu Herzen genommen. Naja, da sieht man wieder, wie man eingeschätzt wird! Der Vollständigkeit halber möchte ich hier noch das Ergebnis anführen:

1. Karl Krenauer/Fritz Schwarzer (ARBÖ Ke-li Neunkirchen) 1:11:27 (Schnitt 42,5 km/h), - 2. Reinhard Popp/Gerhard Mantel (ÖAMTC RCA Tyrolia Wien) -1:41, - 3. Gerhard Waltenberger/Johann Wörndl (RC Union Schartner Bombe Eferding) -3:08, - 4. Johann Traxler/Ernst Sattelmayr, Titelverteidiger (RC ARBÖ Kneuer Linz) -3:36, - 5. Helmut Stuhlpfarrer/Karl Edler (RC ÖAMTC iso-span Knittelfeld) -4:02

Über dieselbe Distanz, 50 km, fuhren die Jugendfahrer ein Straßenrennen, das holte sich in der Zeit von 1:19:45 (Schnitt 37,6 km/h) Gerhard Zadrobilek (ARBÖ Vöslauer Heilquelle), der solo 29 Sekunden vor seinen Verfolgern eintraf, deren Sprint sich Asinger (iso-span Knittelfeld) vor Umreich (ÖAMTC Tyrolia) sicherte. Ja, das war also meine erste Österreichische Meisterschaft gewesen, damals noch in der Juniorenklasse, und schon eine Woche später ging es mit der Straßenmeisterschaft weiter.

Samstag, 15. November 2008

Bin heute 72 km gefahren, 2:21´, Schnitt 30,6, die Form ist noch verdammt gut. Bin leider zur Vychodil-Trainingsgruppe um ein paar Minuten zu spät gekommen. Ist zwar schade, aber ich bin im Winter so schrecklich faul und komme am Feiertag schwer aus dem Bett. Da ist es nämlich warm und bequem.

STRASSENMEISTERSCHAFT 1977

Hier also jetzt der Bericht von meiner zweiten Österreichischen Meisterschaft, wieder 1977. Nur eine Woche nach der Paarmeisterschaft fanden die Titelkämpfe auf der Straße statt, und zwar auf einem überaus schweren Rundkurs in Gaal bei Knittelfeld, der unmittelbaren Heimat von Rudi Mitteregger. In 10 Runden mußten wir dabei 128 km zurücklegen. Ein sauschwerer Anstieg jede Runde war das Kriterium der Strecke, die für mich natürlich viel zu schwer war. Bereits nach knapp 3 km kam es zu einem Massensturz, der mir einen Ausflug in die nahe Wiese bescherte. Ich hatte aber dennoch ein, zwei Fahrer touchiert und wie durch ein Wunder nicht am Asphalt gelegen. Als ich dann wieder auf die Straße zurückgekommen war, merkte ich, daß mein Vorderrad einen ganz gewaltigen Achter aufwies, wie wild rechts und links am Bremsgummi anschlug. Normalerweise hätte ich absteigen müssen, aber nach 3 km wollte ich nicht schon diese Meisterschaft abhaken. Es war doch eine Meisterschaft, da macht man so was nicht! Und außerdem hatten wir, mein Vater und ich, meinen Klubkollegen Harry Maier auch mitgenommen, und weil der dabei war, wollte ich nicht derjenige sein, der schon nach 5 Minuten aufgegeben hat. Also hieß es weiterfahren, ich war auch sehr bald wieder im Feld und nahm mit dem gesamten Pulk den ersten Anstieg in Angriff. In jenem Jahr fanden im Juli die Junioren-Weltmeisterschaften in Wolkersdorf (NÖ) statt, da war jedes große Rennen davor, wie z.B. die Meisterschaft, ein Qualifikationsrennen, da waren alle dabei, die Rang und Namen hatten. Haushoher Favorit war der Fehringer Hans Lienhart.

Schon nach zwei Runden hatte ich meine übliche Position eingenommen, war hinter dem Feld in einer kleinen abgerissenen Gruppe. Mit dabei war auch mein "ewiger Schatten", mein Klubkollege Julius Steiner. In allen bisherigen Rennen war der an meinem Hinterrad gewesen, einzig am Berg war ich der Stärkere. Und so sind wir auch hier in der Gaal Runde um Runde in der glühenden Hitze hinter dem Feld hergefahren, ich habe so vom Rennverlauf an der Spitze natürlich nichts mitbekommen. Der Harry hat auch keinen sehr guten Tag gehabt, war in der ersten Gruppe nicht dabei, auch nicht in der zweiten. Durch die Hitze und die schwere Strecke wurde die Meisterschaft zu einem wahren Ausscheidungsrennen. Wer abgerissen ist, ist abgestiegen. So wurde das Starterfeld sehr schnell imnmer kleiner. Auch davon habe ich nichts mitgekriegt. Wie denn auch, ich lag ja meilenweit zurück.

Die zweite Hälfte des Rennens bin ich dann mit derm Julius alleine gefahren, vorher war auch noch eine Zeitlang der Edler (Knittelfeld) mitgefahren. Am Berg hatte ich keine Probleme, wollte aber auch nicht wegfahren, denn dann hätte ich alleine fahren müssen, das war mir viel zu mühsam. Oben am Berg ist der alte Julius vor seinem berühmt-berüchtigten VW-Bus gesessen, die Füße in einem Wasserkübel, und hat mit informativen und aufbauenden Kommentaren nicht gegeizt. "Fahrts, es Wappler! Fahrts endlich was! So eine Schande!" Gegen Ende des Rennens, in einer der letzten Runden, ist ein Hobbyfahrer mit uns zusammen den Berg hochgefahren. War das schon demütigend genug (der hat ganz locker mitgehalten, ich bin sicher, wenn er gewollt hätte, dann wäre er uns auf und davon gefahren!), mußte er oben dann ausgerechnet mit dem alten Steiner noch blöde Bemerkungen austauschen. "Na, Julius, was sagst zu deinem Buam?" Die Antwort kam mürrisch aus dem Wasserkübel: "Scheiße, so eine Schande, laß mich in Ruh!"

In der vorletzten Runde ist dann zu Beginn des Anstieges die Spitzengruppe da gewesen, hat uns überrundet und ist vorbeigefahren. Für ungefähr 100 Meter konnte ich in einer Gruppe mit den stärksten Junioren Österreichs fahren! Da habe ich auch gesehen, daß der Traxler Hans attackiert hat und weggefahren ist, die anderen haben nur geschaut und auf irgwendwas gewartet. Mehr habe ich nicht gesehen, dann war ich schon wieder alleine. Und ohne es zu wissen, war ich Augenzeuge der entscheidenden Situation dieses Rennens geworden. Johann Traxler hat nämlich angegriffen, als er gemerkt hat, daß der Favorit Hans Lienhart von Muskelkrämpfen geplagt wurde, und ist solo ins Ziel gekommen. Dahinter dann bin ich oben auf der Kuppe weggefahren, habe mich todesmutig die Abfahrt runtergestürzt und bin dann das kurze Flachstück zurück zum Ziel nach Bischoffeld/Gaal alleine gefahren. Gut, ich bin zwar als 12. ins Z'iel gekommen, aber ich lag eine Runde zurück! Dazwischen war noch eine kleine Gruppe mit dem Maier Harry. Und weil gar so viele Fahrer das Rennen aufgegeben haben, bin ich relativ weit vorne gelandet. Dennoch, Ruhmesblatt war diese Meisterschaft auch keines, wenn man davon absieht, daß ich wenigstens ausgefahren bin!

Österr. Junioren-Straßenmeisterschaft in Gaal/Knittelfeld, 128 km: 1. Johann Traxler (ARBÖ Kneuer Linz) 3:13:30, - 2. Günther Muskovits (RC UNION Raiffeisen Eisenstadt) -0:47, - 3. Gerhard Jonas (ARBÖ Jugend Wien), - 4. Hans Lienhart (RC Union Pesch Radiatoren Kumberg), - 5. Willi Lauscha (ARBÖ Jugend Wien), - 6. Manfred Horvath (ARBÖ Uhl-Theresienfeld), - 7. Michael Peduzzi (ARBÖ Jugend Wien), alle gleiche Zeit, - 8. Reinhard Popp (ÖAMTC RCA Tyrolia) -1:20, - 9. Ernst Sáttelmayr (RC ARBÖ Kneuer Linz) -2:05, - 10. Leo Hummelbrunner (ARBÖ Lada RSV Wiener Neustadt), gleiche Zeit, - weiters: 16. Robert Bartonek -1 Runde

Sonntag, 16. November 2008

Heugte bin ich endlich mit der Vychodil-Partie mitgefahren, habe es geschafft. Wir sind über Unterpremstätten und Dobl nach Lannach, wo wir auf die Voitsberger Gruppe mit Maurizio Vandelli getroffen sind. Und wer den kennt, weiß, was jetzt abgegangen ist. Wir sind auf den Gießenberg rauf, da habe ich mich gleich unmittelbar hinter ihm eingereiht, dann ging es weiter über Steinberg und Rauchegg, dann weiter rauf Richtung Reinischkogel, runter nach Ligist, auf der anderen Seite gleich wieder auf die Ruppbauern Höhe rauf, dann Richtung Geistthal, rauf nach St.Pankrazen, und immer war ich an der vordersten Front mit dabei. Nach 145,5 km und 4':44´ Stunden (Schnitt 30,8) war mir klar, diese Saison ist noch NICHT zu Ende!

Mittwoch, 19. November 2008

Bin heute die kurze Runde, 50,3 km, über Mellach und Dillach nach Wildon und zurück gefahren, 1:49´  Fahrtzeit. Ich habe es mir in den Kopf gesetzt, heuer noch irgendwo ein Rennen zu fahren. Bei der Jahreszeit muß es naütrlich was Exotisches sein. Ich suche und suche ständig, finde aber nichts.

Samstag, 22. November 2008

Ich habe endlich was gefunden! Wie konnte ich das all die Zeit nur übersehen haben??? Vuelta Gran Canaria/Maspalomas Anfang Dezember! Ist nicht weit weg, trotzdem sehr warm, eine ganze Woche lang! Und ich kann mich mit  meiner ausgezeichneten Form so richtig in den kanarischen Bergen austoben! Ist zwar verdammt spät, um noch ein Ticket zu ergattern, aber egal, ich versuche es trotzdem! Bin daraufhin mit der Vychodil-Partie eine 107-km-Runde über Kalsdorf runter nach Wildon gefahren, über Leibnitz und St.Veit rauf nach Kirchbach und über den Guggitzberg und den Hühnerberg zurück nach Graz. Heute hat ein orkanartiger Sturm geblasen, das war nicht leicht!

Sonntag, 23. November 2008

Bin heute nur 62 km gefahren, habe mich dann auf meinen Laptop gestürzt und versucht, einen Flug nach Gran Canaria zu bekommen. Und siehe da, es gibt noch 2 freie Plätze! Was will ich mehr? Mir reicht doch schon ein einziger!

Dienstag, 25. November 2008

Ich beschließe jetzt hiermit das "Tagebuch 2008",  die Vuelta Gran Canaria wird ultimativ mein letztes Rennen in diesem Jahr sein. Die Berichte von dieser ersten Dezemberwoche könnt ihr unter "Gran Canaria 2008" nachlesen, auch wie es mir in der dortigen Rundfahrt ergangen ist. Ich bin ja schon einmal, 2000, diese Vuelta gefahren und damals Fünfter geworden. Klar, daß da die Erwartunen in Richtung Podestplatz gehen!


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