rob1958's Webseite

Auf dieser Seite möchte ich alles übers Bergrennen auf das Kitzbüheler Horn berichten, dieses Rennen war seit jeher das schwerste Europas und als solches natürlich am Wunschzettel aller Bergspezialisten. Auch ich wollte da unbedingt einmal mitfahren, nachdem ich davon gehört hatte. 1971 fand das Rennen zum ersten Mal statt, 1976 sah ich im Fernsehen das Duell Wolfgang Steinmayr gegen Lucien van Impe, das mich in seinen Bann gezogen hatte, und 1978 stand ich dann selbst erstmals am Start.

das H�rnli von Kitz

 Seit dem Anfang war der 15. August der Fixtermin für das Kitzbüheler-Horn-Bergrennen. Es war immer wieder eine neuerliche Herausforderung und eine abermalige Standortbestimmung sowohl für den aufkommenden Radnachwuchs als auch für den international bereits arriviierten Radsportler. Dieser Ansporn und die ausgezeichnete Besetzung waren der Garant dafür, daß hier hervorragender Radsport geboten wurde. An diesem 15. August stand ganz Kitzbühel im Zeichen des Radsport.

Die Giganten der Landstraße quälten sich die Kehren hinauf zum Alpenhaus. 1971 wurde dieses Rennen erstmals durchgeführt. Der Initiator des Rennens, Walter Mössenlechner, fand in Günther Huber vom Fremdenverkehrsverband Kitzbühel einen idealen Veranstaltungspartner. Der ÖAMTC RV Kneissl Tirol, der Fremdenverkehrsverband Kitzbühel und Ernst Walter Reisch, der Besitzer des Alpenhauses am Horn, führten das Bergrennen zu Weltruhm. Die Höhepunkte dieser Veranstaltungen waren sicherlich das Rennen mit dem späteren Tour-de-France-Sieger Lucien van Impe aus Belgien, dem vielfachen Bergkönig der Tour, und auch die fünf Siege des Lokalmatadors aus Innsbruck, des besten österreichischen Kletterers der Nachkriegszeit, Wolfgang Steinmayr.

Die Siegerliste dieses Rennens ist wie ein Who-is-who des Radsports: 1971, 1972, 1973 und 1974 siegte Wolfgang Steinmayr, 1975 war das denkwürdige Privatduell Steinmayr gegen Van Impe, das der Belgier mit neuem Streckenrekord für sich entschied, Rudi Mitteregger gewann damals das Amateurrennen. 1976 triumphierte Steinmayr zum fünften Mal, 1977 siegte Mitteregger zum zweiten Mal. 1978 war es der Niederösterreicher Anton Schöllberger, der sich in die Siegerliste eintrug, 1979 war abermals Mitteregger voran, der zum dritten Mal gewann. Und ab 1980 war dann nichts mehr so wie vorher: denn erstmals waren die Profis am Start, und der Italiener Giovanbattista Baronchelli gewann.

 

Mitglied
Hornregion Kitzb�hel

Blick vom Alpenhaus auf die Serpentinen des Schlußkilometers

Blick vom Parkplatz des Alpenhauses auf den Gipfel

Das Kitzbüheler Horn ist einer der bedeutenderen Berge der Kitzbüheler Alpen in Tirol, in deren Ostflanke er nahe der Gemeinde Kitzbühel liegt. Mit einer Höhe von 1.996 m ü. A. verfehlt er nur knapp die Zweitausendergrenze.

Am gleichnamigen Hauptgipfel befindet sich ein 102 m hoher Fernsehturm des ORF. Es existiert mit dem Harschbichl (1.604 m) noch ein weiter von Norden her zugänglicher untergegeordneter Gipfel.

Der Berg ist mit mehreren Seilbahnen und einer mautpflichtigen Panoramastraße von Kitzbühel aus erschlossen, am Hang befinden sich mehrere Bergwirtschaften. Das sogenannte Alpenhaus war in den letzten Jahren das Ziel der Königsetappe bei der Österreich-Radrundfahrt. In 1800 m Höhe ist ein Alpenblumengarten angelegt, in dem trotz des Namens Bergpflanzen aus aller Welt zu besichtigen sind.

Für den Wintersport im gleichnamigen Skigebiet existieren diverse Schlepplifte. Auf der St. Johann zugewandten Seite gibt es eine Sommerrodelbahn. In Höhe der Mittelstation der Seilbahn des Ortes befindet sich ein kleiner Bergsee. Beide Gipfel werden aufgrund der recht gut ausgebauten Wege nicht nur von Wanderern sondern auch intensiv von Mountainbikern genutzt.

Sender am Gipfel

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Gipfelhaus mit Sender

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Gipfelhaus

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Restaurant Alpenhaus

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Alpenhaus mit Panoramablick

INTERNATIONALES KITZBÜHELER-HORN-BERGRENNEN

SIEGERLISTE

(Die Kommentare sind den Tageszeitungen "Kronen-Zeitung" und "KURIER" entnommen)

 Fünffacher Sieger am Horn: Wolfgang Steinmayr (links, Bestzeit 31:17)

Ziel beim Alpenhaus auf 1670 m Seehöhe

1971

Beim erstmals ausgetragenen Bergrennen von Kitzbühel auf das Kitzbüheler Horn feierte der Tiroler Wolfgang Steinmayr einen Doppelsieg. Zunächst gewann er das Bergrennen mit Massenstart über 7,5 km von Kitzbühel zum Alpenhaus, am Nachmittag entschied wurde er dann beim 2,5 km langen Einzelzeitfahren der 40 Zeitschnellsten vom Alpenhaus zum Gipfel aber vom Schweizer Paul Ackermann knapp geschlagen.

    1. Wolfgang Steinmayr (AUT, RV Union Alpi)                   35:45

    2. Rudolf Mitteregger (AUT, RC iso-span Knittelfeld)         36:58

    3. Paul Ackermann (CH)                                       37:51

ZF: 1. Paul Ackermann (CH)                                       10:42

    2. Wolfgang Steinmayr (AUT, RV Union Alpi)                   10:57

    3. Matthias Ortlepp (BRD)                                    10:59

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wolfgang Steinmayr (rechts) mit Kurt Schneider

1972

Wie im Vorjahr so hieß auch diesmal der Sieger Wolfgang Steinmayr. Der Tiroler verbesserte seinen eigenen Rekord aus dem Vorjahr um 28 Sekunden und siegte ungefährdet vor dem Australier Clyde Shefton, den er um über eine Minute distanzierte. Beim Zeitfahren am Nachmittag zum Gipfel blieb der kleine Tiroler abermals glücklos und mußte sich abermals - wie schon im Vorjahr - einem Schweizer geschlagen geben, Meinrad Vögele.   

    1. Wolfgang Steinmayr (AUT, RV Union Kneissl)                34:17

    2. Clyde Shefton (AUS)                                       35:23

    3. Rudolf Mitteregger (AUT, RV Union Kneissl)                35:49

ZF  1. Meinrad Vögele(CH)                                        10:27

    2. Wolfgang Steinmayr (AUT, RV Union Kneissl                 10:51

    3. Rudolf Mitteregger (AUT, RV Union Kneissl)                10:52

Wolfgang Steinmayr

 

1973

Bei der dritten Austragung des Bergrennens feierte der Tiroler Wolfgang Steinmayr seinen dritten Sieg. Neuerlich verbesserte er seinen Rekord auf tolle 31:21 Minuten, der zweitplazierte Schweizer Vögele verlor über eine Minute. Der totale Triumph des Wolfgang Steinmayr beim extrem schweren Bergrennen am Kitzbüheler Horn verhängte sich in den Speichen seines Hinterrades - beim 2,5-km-Zeitfahren über die mit 16 % einer Mauer gleichenden Rampe zum Gipfel rutschte die Kette über den Kranz in die Speichen - Steinmayr stürzte, mußte in den steilen Kurven nochmals anfahren und verlor. Aber am Vormittag, da bewies er, daß er der vielleicht beste Bergfahrer Europas ist. Ohne sich voll auszugeben, verbesserte er seinen eigenen Rekord um 3 Minuten. "Kolossal", lobte Lucien Berghmans, Journalist und Merckx-Freund. Und Ferdi Kübler, der am Nachmittag seinen Landsmann Meinrad Vögele zum Sieg im Zeitfahren trieb, schüttelte nur den Kopf. "Steinmayr fährt wie Fuente, leichtfüßig, ohne Anstrengung. Er ist ein Phänomen." Es war wirklich phänomenal, wie er sich schon nach ein paar Metern löste, wie er problemlos und ohne Anstrengung Kehre um Kehre emporkletterte - ohne sich voll auszugeben, verbesserte er seinen eigenen Streckenrekord um 3 Minuten und ließ den Zweitplazierten, Vögele, um 1:21 Minuten hinter sich. Und dort oben beim Alpenhaus ließen sich die ausgepumpten, schwergezeichneten und erschöpften Fahrer auf die bereitgestellten Tragbahren fallen. Wolfi spazierte lässig auf der Terrasse und konnte nicht verstehen, daß man sich beim Bergfahren so plagen muß. Niemand konnte am Nimbus des kleinen Wolfgang kratzen. Beim Zeitfahren passierte dann das Mißgeschick mit der Kette - Vögele gewann mit genau 10,6 Sekunden vor Steinmayr, der den totalen Triumph nicht auskosten konnte, der aber wieder bewies, daß er dann am besten ist, wenn für alle anderen die Straße unmenschlich steil wird.

    1. Wolfgang Steinmayr (AUT, RV Union Kneissl)                31:21

    2. Meinrad Vögele (CH)                                       32:42

    3. Rudolf Mitteregger (AUT, RV Union Kneissl)                33:01

ZF: 1. Meinrad Vögele (CH)                                        9:00

    2. Wolfgang Steinmayr (AUT, RV Union Kneissl)                 9:11

    3. Rudolf Mitteregger (AUT, RV Union Kneissl)                 9:31

 

1974 

"Das Bergrennen aufs Kitzbüheler Horn ist die härteste Bergprüfung, die es gibt", meint der zweifache Rundfahrtsieger Rudi Mitteregger. Doch dieser Tag gehörte ganz allein dem Bergspezialisten Wolfgang Steinmayr- Sein neuer Rekord hinauf aufs Kitzbüheler Horn, sein erster Sieg beim Einzelzeitfahren zum Gipfel war aber auch schon der einzige Höhepunkt dieser als "Großer Bergpreis von Europa" titulierten Kraxlerei von Kitzbühel hinauf aufs Horn. Sportlich hervorragend auch noch das Duell zwischen Clyde Shefton und unserem Rudi Mitteregger um Platz 2 - die negativen Höhepunkte dieses Rennens: die groß angekündigten polnischen Weltmeister Janusz Kowalski und Ryszard Szurchowski waren nicht am Start erschienen - Visaschwierigkeiten! Und außerdem fehlte noch die heimische Spitzenklasse, so auch Denk und Humenberger, die trotz ihrer Nennung nicht nach Kitzbühel gekommen waren.

    1. Wolfgang Steinmayr (AUT, RV Union Kneissl)                31:17

    2. Clyde Shefton (AUS)                                       32:35

    3. Rudolf Mitteregger (AUT, RV Union Kneissl)                32:46

ZF: 1. Wolfgang Steinmayr (AUT, RV Union Kneissl)                 9:55

    2. Rudolf Mitteregger (AUT, RV Union Kneissl)                10:19

    3. Paul Ackermann (CH)                                       10:32

Lucien van Impe (B, Gitane) ist der erste Profi am Kitzbüheler Horn

1975 

Am 10. August wird das Kitzbüheler Horn Schauplatz einer interessanten Veranstaltung sein. Wolfgang Steinmayr, der beim Bergrennen in Lausanne schon einmal schneller war als Eddy Merckx, bekommt einen großen Konkurrenten. Kein Geringerer als der Dominator im Bergpreis der diesjährigen Tour de France, der Belgier Lucien van Impe, wird den Österreicher testen. Dem Privatduell Van Impe gegen Steinmayr steht nichts mehr im Wege. ÖRV-Präsidiumsmitglied Rudolf Thury setzte sich ans Telefon und erreichte den Generalsekretär der UCI, den Polen Jekel. Thury erhielt auf die Frage, ob Sanktionen von der UCI zu erwarten seien, wenn die beiden Gemsen ein Privatduell austragen würden, folgende Antwort: "Wenn es kein offizielles Rennen ist, das den UCI-Bestimmungen unterliegt, kann nichts passieren." Beim offiziellen Rennen der Amateure wird unter zahlreichen Ausländern auch der Olympiazweite von München, Clyde Shefton, starten, der Zweite des Vorjahres. Der Wunsch Wolfgang Steinmayrs, sich als Amateur mit dem besten Kletterer der Profis zu kmessen, geht am 10. August also am Kitzbüheler Horn in Erfüllung. Die Veranstalter verpflichteten um 30.000.- Schilling Gage den Bergkönig der Tour de France, Lucien van Impe. Der Vergleich zwischen den beiden Gemsen wird, da das Rennen nicht als "open" deklariert ist, als Streckentest bezeichnet. "Es wird das größte Radsportspektakel, das Tirol je erlebt hat", freute sich Kneissl-Manager Walter Mössenlechner, als er vor einigen Tagen den zweifach unterfertigten Vertrag mit dem belgischen Kletterkönig Lucien van Impe für das Kitzbüheler-Horn-Rennen in Händen hielt.

Und heute ist es soweit: Wolfgang Steinmayr dreht auf den 16%igen STeigungen des Kitzbüheler Horns auf,um noch eine Stufe höher zu steigen: vom Bergkönig zum Bergkaiser! In einem Privatduell kämpft der Tiroler - Europas bester Amateurkletterer - gegen den Bergspezialisten der Profis, Lucien van Impe. Wer gewinnt, darf mit Recht behaupten, der beste Bergfahrer der Welt zu sein. Und Wolfgang Steinmayr ist für diese Auseinandersetzung gerüstet. Beim letzten Training unterbot der Tiroler den von ihm gehaltenen Rekord (31:17) um 7 Sekunden. "Dabei bin ich gar nicht voll gefahren, 2 Minuten sind sicher noch drinnen", erklärte er, als er die 7,5 km lange Strecke von der Höglbrücke zum Alpenhaus hinter sich gebracht hatte. Das neue Superrad Steinmayrs - mit einem Gewicht von nur 7,4 Kilo - hat die Generalprobe glänzend bestanden.

Österreich-Rundfahrt-Sieger Wolfgang Steinamyr riskierte viel und verlor alles! Der Bergkaiser heißt Van Impe! Der Tiroler hatte nicht nur die schlechteren Nerven, sondern auch eine viel zu harte Übersetzung. Der sonst so eiskalte Rechner Steinmayr attackierte - und verlor.

 

Lucien van Impe, Team Gitane

Lucien van Impe, dreifacher Bergpreissieger der Tour de France, zermürbte den Österreicher mit ständigen Attacken. Mit letzter Kraft versuchte Steinmayr, den dreimal enteilten Belgier zu stellen. Dreimal gelang es dem dreifachen Rundfahrtsieger auch, dohc der Kräfteverschleiß und die große Hitze forderten dann Tribut. Beim sechsten des siebeneinhalb Kilometer langen Kurses stieg Steinmayr - schon rund 100 Meter hinter Van Impe liegend - erschöpft vom Rad. Der Traum vom Sieg über den Profi war ausgeträumt. Es spricht für die Moral des Tirolers, daß er sich nach einer Verschnaufpause total demoralisiert wieder aufs Rad setzte und weiterfuhr. "Ich konnte doch nicht aufgeben. Da kommen Tausende Zuschauer, und ich soll mit dem Auto ins Ziel fahren? Nein, so etwas tue ich nicht", erklärte Steinmayr im Ziel. Für Lucien van Impe war das Privatrennen schon im ersten Abschnitt gelaufen. "Ich sah Steinmayr mit einer Übersetzung fahren, die meiner Meinung nach nicht durchzustehen war. Aber ich bin bereit, ihm im nächsten Jahr Revanche zu geben." Der Vorsprung des Belgiers gegenüber Steinmayr betrug im Ziel 7:43 Minuten. Und das waren die Übersetzungen, die die beiden fuhren: Steinmayr auf seiner neuen Maschine (7,4 kg) 39/22, Van Impe fuhr mit 42/25 und 26.

Während Lucien van Impe von begeisterten Zuschauern auf dem Kitzbüheler Horn auf die Schultern gehoben wurde, spielte sich ein paar hundert Meter weiter unten, dort, wo die Steigung mit 16 % am steilsten wird, das Drama des Wolfgang Steinmayr ab. Fix und fertig stieg er vom Rad, wollte auf seine Ersatzmaschine mit der leichteren Übersetzung umsteigen. Doch das Ersatzrad war schon zu weit vorne, weil alle dachten, Wolfi hätte aufgegeben. "Ich habe hasardiert und verloren", sagte Steinmayr mit trockener Kehle oben am Horn, nachdem er sich mit letzter Kraft durchs Ziel geschleppt hatte. Steinmayrs Hasardspiel: zum erstenmal wählte er auf dem Berg eine superschwere Übersetzung von 39/22, gleichbedeutend mit 4,06 Meter pro Kurbelumdrehung. "Ich hatte mit dieser Maschine im Training den Streckenrekord unterboten, sie liegt mir. Ich dachte, ich schaff´s."

Van Impe dagegen wählte die leichtere Übersetzung von 42/26, die gleiche, die auf Wolfis Ersatzrad montiert war. "Ich fahre nicht mit Kraft, sondern mit Gleichmäßigkeit", sagte Van Impe. Steinmayr wäre vielleicht mit der harten Übersetzung besser durchgekommen, hätte er sich nicht durch Van Impes Taktik fertigmachen  lassen. "Ich sah schon in der ersten Kurve, die Übersetzung meines Gegners ist viel zu schwer", lächelte Van Impe. "So eine Übersetzung fährt nur Merckx."

Van Impe wird von den Zuschauern ins Ziel gepeitscht

Und so fuhr Van Impe schon in den ersten Spitzkehren, als Steinmayr viel zu viel Kraft aufwenden mußte, 10, 20 Meter davon. Aber er machte nicht auf Tempo, er ließ seinen Gegner wieder herankommen, und gerade, als der Tiroler das Loch zuzumachen vermeinte, trat Van Impe erneut an. Das wiederholte sich viermal; Steinmayr wackelte am Rad und Van Impe landete seine entscheidende Attacke. "Da sah ich, ich schaff´s nicht mehr", sagte Steinmayr. "Der Radwechsel wäre meine einzige Chance gewesen, die Niederlage in erträglichem Rahmen zu halten. Ans Aufgeben dachte ich jedoch keine Sekunde." Van Impe unterbot Steinmayrs Streckenrekord auf der 7,5 km langen Strecke um 1:14 Minuten. Seine Bestzeit lautet nun 30:03 Minuten. "Wäre ich aber im Schlußstück gefordert worden, wären 2 bis 3 Minuten sicher noch drinnen gewesen", sagte Van Impe.

Auch im abschließenden Zeitfahren war der Belgier schneller: auf der zweieinhalb Kilometer langennStrecke distanzierte er Steinmayr um mehr als eine Minute.

Das offizielle Rennen der Amateure am Vormittag gewann der Steirer Rudi Mitteregger. Er begann in einem tollen Tempo, verschaltete sich aber nach 3 km und kam dadurch zu Sturz. Trozt des Mißgeschicks siegte Mitteregger sicher. Beim Einzelzeitfahren mußte er sich allerdings durch den bisher nicht sonderlich in Erscheinung getretenen Innsbrucker Brusics geschlagen geben.

Duell1. Lucien van Impe (B, Gitane)                               30:03

     2. Wolfgang Steinmayr (AUT, RV Union Kneissl)                37:47

MS:  1. Rudolf Mitteregger (AUT, RV Union Kneissl)                33:02

     2. Kent Klang (SWE)                                          33:20

     3. Fabio Rosanelli (I)                                       33:33

ZF 1:1. Lucien van Impe (B, Gitane)                                9:15

     2. Wolfgang Steinmayr (AUT, RV Union Kneissl)                10:21

ZF 2:1. Bernhard Brusics (AUT, ÖAMTC Innsbruck)                   10:43

     2. Rudolf Mitteregger (AUT, RV Union Kneissl)                10:44

     3. Erich Jagsch (AUT, Union Wolkersdorf)                     10:46

1976

Steinmayr nicht zu halten! Auf dem Kitzbüheler Horn, wo im Vorjahr der belgische Bergkönig Lucien van Impe sein großes Können demonstriert hatte, feierte gestern unser vierfacher Rundfahrtsieger Wolfgang Steinmayr einen überlegenen Sieg. Steinmayr gewann das erste Teilstück (mit Massenstart über 7,5 km) klar vor dem Stockerauer Erich Jagsch und siegte am Nachmittag beim Bergzeitfahren auf den Gipfel noch deutlicher. Wolfgang Steinmayr nähert sich seiner Bestform. An die Rekordmarken des kleinen Belgiers aus dem Vorjahr kam er nicht heran - aber Toursieger Steinmayr schrammte nur knapp an seiner persönlichen Bestleistung vorbei.

    1. Wolfgang Steinmayr (AUT, Union Raiffeisen)                31:25

    2. Erich Jagsch (AUT, ARBÖ Stockerau)                        33:10

    3. Anton Schöllberger (AUT, ARBÖ Uhl-Theresienfeld)          33:10

ZF: 1. Wolfgang Steinmayr (AUT, Union Raiffeisen)                 9:54

    2. Seraphin Klausner (AUT, Union Alpi Innsbruck)             10:31

    3. Anton Schöllberger (AUT, ARBÖ Uhl Theresienfeld)          10:31

Mitteregger  Rad-Champions 06

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rudi Mitteregger (hier als 60jähriger) gewinnt dreimal am Horn, 1976, 1977 und 1979 - ganz rechts Tag des Radsports am 8. Juoi 2006 in Podersdorf, von links: Rudi Mitteregger, Bernhard Rauchbauer, Francesco Moser

 

 

 

 

 

 

1977

Mitteregger nimmt Horn in Rekordzeit! Rundfahrtsieger gewinnt in Kitzbühel! Zum großen Triumph fuhr Rundfahrtsieger Rudi Mitteregger gestern beim 7. Kitzbüheler-Horn-Bergrennen: der Steirer deklassierte seine Konkurrenten auf beiden Halbetappen und stellte auf dem zweiten Teilstück, dem Einzelbergzeitfahren vom Alpenhaus zum Sender am Gipfel, einen neuen Streckenrekord auf!

Platz 2 hinter Mitteregger, der das Horn-Rennen nach seinem Vorjahrstriumph bereits zum zweitenmal gewann, ging in beiden Teilstücken an Mittereggers Klubkameraden Ossi Kircher. In der Siegerliste schob sich Mitteregger nun auf Platz 2 - es führt Wolfgang Steinmayr (Siege 1971 bis 1974) - 1975 war bekanntlich Lucien van Impe am schnellsten aufs Horn geklettert. Rudi Mitteregger gewann in neuer Rekordzeit das Zeitfahren, die Bestzeit hatte der vierfache Sieger Wolfgang Steinmayr gehalten.

    1. Rudolf Mitteregger (AUT, ARBÖ Vöslauer Heilquelle)        31:17

    2. Oswald Kircher (AUT, ARBÖ Vöslauer Heilquelle)            32:09

    3. Herbert Seidl (AUT, ARBÖ Kneuer Linz)                     32:47

ZF: 1. Rudolf Mitteregger (AUT, ARBÖ Vöslauer Heilquelle)         9:06

    2. Oswald Kircher (AUT, ARBÖ Vöslauer Heilquelle)             9:21

    3. Erich Jagsch (AUT, ARBÖ Jessernigg Stockerau)              9:22

   

  Anton Schöllberger, hier bei der Salzkammergut-MTB-Trophy 2003

1978

Die großen Kletterer fehlten - Schöllberger gewann in Kitz! Der Niederösterreicher Anton Schöllberger kam in Abwesenheit der guten Kletterer (Mitteregger bei der Schwarzwald-Tour, Eibegger und Traxler bei der Tell-Tour in der Schweiz) beim Bergrennen auf das Kitzbüheler Horn zu leichten Siegen. Bis zum Alpenhaus distanzierte er den Deutschen Ortlepp um 24 Sekunden und Waltenberger um 36 Sekunden, blieb aber mit 32:35 doch deutlich über der Rekordzeit von Lucien van Impe. Auch das Zeitfahren zum Gipfel gewann Schöllberger.

Was mein allererstes Rendezvous am Kitzbüheler Horn angeht: ich habe daran nur ganz furchtbare Erinnerungen, insgesamt dreimal mußte ich stehenbleiben, weil ich sonst völlig entkräftet umgefallen wäre. Irgendwie bin ich dann doch raufgekommen, das Finale der 40 Zeitschnellsten habe ich aber nicht geschafft, weil damals auch noch die Junioren und Senioren mitgewertet wurden.

    1. Anton Schöllberger (AUT, ARBÖ Lada Wiener Neustadt)       32:35

    2. Matthias Ortlepp(BRD)                                     32:59

    3. Reinhard Waltenberger (AUT, Union Bürger Pucking)         33:11

   35. Robert Bartonek (AUT, ÖAMTC ARV Bianchi Vychodil Graz)    41:44

ZF: 1. Anton Schöllberger (AUT, ARBÖ Lada Wiener Neustadt)       10:30

    2. Matthias Ortlepp (BRD)                                    10:33

    3. Oswald Kircher (AUT, Union Bürger Pucking)                10:59

Anton Schöllberger

1979

Mitteregger sieht bei Horn-Rennen in Kitzbühel! Zum drittenmal nach 1975 und 1977 Sieger beim härtesten Rennen Europas! Er ist zwar eine steirische Gemse, aber trotzdem ließ sich Rudi Mitteregger den Sieg beim Bergrennen auf das Kitzbüheler Horn gestern nicht nehmen. Seit Wolfgang Steinmayr zurückgetreten ist, ist auch Tirol ein Revier für den dreifachen Rundfahrtsieger.

Mitteregger feierte zwei Siege. Er gewann sowohl am Vormittag die 7,5-km-Konkurrenz zum 1600 m hoch gelegenen Alpenhaus und sicherte sich dann am Nachmittag auch das 2,5-km-Zeitfahren zum Gipfel (2000 m). Es war heuer der dritte Horn-Sieg des Oldboys unseres Radsports, der zuletzt 1975 und 1977 am Horn die Nase vorne gehabt hatte.

Mein zweiter Versuch am Horn, ich schaffe die Strecke diesmal ohne Absteigen, fahre relativ zügig, habe aber dennoch meine Probleme mit der Steigung, weil mir das Ganze viel zu steil ist. Ich verbessere meine persönliche Bestzeit aus dem Vorjahr um gut 2 Minuten und verpasse damit die Qualifikation fürs nachmittägige Zeitfahren nur ganz knapp um 2 Plätze. - Huuu, nochmal gutgegangen!

 

    1. Rudolf Mitteregger (AUT, ARBÖ ASKÖ Puch Knittelfeld)      31:18

    2. Harald Maier (AUT, RC ASKÖ Puch Knittelfeld)              32:42

    3. Josef Eigentler (AUT, Union Hagebank Innsbruck)           32:52

   28. Robert Bartonek (AUT, RC Union Raiffeisen Eisenstadt)     39:42

ZF: 1. Rudolf Mitteregger (AUT, RC ASKÖ Puch Knittelfeld)        10:07

    2. Harald Maier (AUT, RC ASKÖ Puch Knittelfeld)              10:23

    3. Helmut Wechselberger (AUT, Union Sporthaus Okay Tirol)    10:31

1980 

Daß in Abwesenheit von Van Impe Italiens Radstar "Gibi" Baronchelli das Kitzbüheler-Horn-Bergrennen gewinnen würde, erwartete man, aber daß der 17jährige Tiroler Junior Heinrich Egger mit 32:11 die zweitbeste Zeit des Tages fahren würde, war eine Riesensensation.Er fuhr den steilen Berg schneller hoch als die Profis Jagsch und Vandenbroucke.

    1. Giovanbattista Baronchelli (I, Bianchi)                   30:41

    2. Matthias Ortlepp (BRD)                                    32:27

    3. Erich Jagsch (AUT, Spar)                                  32:42

ZF: 1. Giovanbattista Baronchelli (I, Bianchi)                   10:03

    2. Beat Breu (CH, Cilo-Aufina)                               10:08

    3. Erich Jagsch (AUT, SPAR)                                  10:17

Baronchelli gewinnt 1980 am Horn

1981

Mitteregger: "Letztes Stück ist mörderisch!" Auch Radprofi Erich Jagsch aufs Kitzbüheler Horn!

Ein radsportlicher Leckerbissen ist jedes Jahr die Kletterfahrt der Radasse auf das Kitzbüheler Horn. Sie bietet auf der 7,5-km-Strecke, die Steigungen zwischen 12 und 16 % aufweist, einen direkten Leistungsvergleich zwischen Profis und Amateuren. Morgen ist es wieder soweit. Mit den Italienern "Gibi" Baronchelli, dem Deutschland-Tour-Sieger Silvano Contini, dem Belgier Johan de Muynck und dem Schweizer Beat Breu messen sich vier kletterstarke Profis mit Amateuren aus 7 Nationen. Auch einer der besten österreichischen Profis, Erich Jagsch, ist am Start, nachdem sich SPAR als Sponsor des Niederösterreichers gemeldet hat. Natürlich sind Österreichs beste Kletterer mit von der Partie. Der Steirer Harald Maier, der Tiroler Helmut Wechselberger und sein Landsmann, der Bergspezialist Heinrich Egger, wollen es den Profis zeigen. Egger gelang dies bereits im Vorjahr. Als Junior erreichte er die zweitbeste Zeit des Tages. Am Start befindet sich auch der mehrfache Glocknerkönig Rudi Mitteregger. Der Oldboy meinte zum bevorstehenden Rennen: "Die Kletterei auf das Horn ist schwerer als die Fahrt über den Großglockner. Vor allem das 2,5 km lange Zeitfahren hinauf zum Gipfelhaus ist mörderisch. Die Steigungen nach den engen Kehren sind so extrem, daß man glaubt, eine Mauer hinaufzufahren." Ein erster Vergleich Profis-Amateure fand in Tirol mit dem Duell Van Impe - Steinmayr statt. Steinmayr, inzwischen Präsident des Tiroler Landesradsportverbandes, begnügt sich diesmal damit, als Zuschauer dabeizusein, um den direkten Vergleich Profis-Amateure hautnah mitzuerleben.

Kitzbüheler Horn: Breu von Wechselberger zu neuer Bestzeit getrieben!

Ein Profi, der Schweizer Tour-de-Suisse-Sieger Beat Breu, gewann zwar beide Prüfungen auf das Kitzbüheler Horn, der Tiroler Helmut Wechselberger konnte den Profis aber gehörig zusetzen. Beim Rennen mit Massenstart (7,5 km) hatte sich das Trio Breu, Wechselberger und Woodtli vom Start weg abgesetzt, bis knapp vor dem Ziel hielt Wechselberger das Hinterrad von Breu, der dadurch zu einer Verbesserung des Van-Impe-Rekordes (30:03) getrieben wurde. Im Einzelzeitfahren war Breu dann eine Klasse für sich. Er gewann hinauf zum Gipfel mit einer maximalen Steigung von 19 % in 9:40 Minuten.

Mein Rennen war - wieder einmal - furchtbar. Ich habe mich hinaufgequält, das waren bei jedem Kurbeltritt furchtbare Schmerzen, die Lungen haben gebrannt, ich hatte absolut keine Form und mußte in diesen dreiviertel Stunden höllisch leiden. Unzählige Male habe ich mich da gefragt, warum ich mir diesen Scheiß überhaupt antue. Oben dann war ich stolz, daß ich raufgekommen bin. Zum dritten Mal das Horn bezwungen! Leider mit der bis dahin schwächsten Zeit. Die Bundesheerzeit hat ihre Spuren hinterlassen.

Helmut Wechselberger fährt in 30:06 seine persönliche Bestzeit am Horn

    1. Beat Breu (CH, Cilo-Aufina)                               29:45

    2. Helmut Wechselberger (AUT, Union Repro-Fuchs Salzburg)    30:06

    3. Heinrich Egger (AUT, RC Union Hagebank Innsbruck)         30:56

   66. Robert Bartonek (AUT, RC Union Raiffeisen Eisenstadt)     44:12

ZF: 1. Beat Breu (CH, Cilo-Aufina)                                9:40

    2. Johan de Muynck (B, Del Tongo-Colnago)                     9:47

    3. Helmut Wechselberger (AUT, Union Repro-Fuchs Salzburg)    10:00

Beat Breu (Cilo-Aufina)

1982 

Beat Breu, der Schweizer Weltklassekletterer, macht Jagd auf den Streckenrekord am Kitzbüheler Horn und wird dabei von den besten heimischen Bergfahrern gejagt. Breu ist erklärter Topfavorit, der Schweizer gewann heuer bei der Tour de France zwei Bergankünfte und wurde Dritter im Bergpreis. Amateur gegen Profi, Toursieger gegen Kletterkönig, oder Helmut Wechselberger gegen Beat Breu. Dieses unter mehreren Gesichtspunkten interessante Duell steht heute beim Kitzbüheler-Horn-Bergrennen am Programm. Der Sieger der Österreich-Rundfahrt und Gewinner der Rheinland-Pfalz-Tour, Helmut Wechselberger, möchte dabei vor heimischem Publikum seine Qualitäten unter Beweis stellen: "Ich werde voll auf Angriff fahren", verspricht der Tiroler. Sein großer Kontrahent, der Schweizer Beat Breu, bei der heurigen Tour de France zweifacher Etappensieger, möchte hingegen auf dem Kitzbüheler Horn einen neuen Streckenrekord aufstellen. Rund 150 Fahrer werden die selektive Bergstrecke in Angriff nehmen. Neben Breu und Wechselberger nehmen noch Profi Erich Jagsch, die Amateure Mitteregger und der Schweizer Woodtli als ernstzunehmende Sieganwärter an diesem Rennen teil.

Beat Breu in Rekordzeit aufs Kitzbüheler Horn!

Das Wetter war prächtig, die Zuschauer strömten in Scharen und die Schweizer gewannen. So geschehen beim traditionellen 2-Etappen-Bergrennen auf das Kitzbüheler Horn. Beim ersten Abschnitt, von Kitzbühel hinauf zum Alpenhaus, war der hohe Favorit Beat Breu in der neuen Streckenrekordzeit von 29:34 Minuten um 12 Sekunden schneller als bei seiner Rekordfahrt im Vorjahr. Das Zeitfahren am Nachmittag, das dann weiter vom Alpenhaus zum Gipfel führte, gewann Bernhard  Woodtli (Schweiz).

    1. Beat Breu (CH, Cilo-Aufina)                               29:34

    2. Rudolf Mitteregger (AUT, RC ASKÖ Puch Knittelfeld)        30:39

    3. Helmut Wechselberger (AUT, Union Landlubber Jeans)        30:57

ZF: 1. Bernhard Woodtli (CH, Gerber-Campagnolo)  

    2. Beat Breu (CH, Cilo-Aufina)

    3. Helmut Wechselberger (AUT, Union Landlubber Jeans)

Beat Breu, der 2007 auf der Radrennbahn ein Comeback als Steher versuchte

1983

Der große Gegner am Horn: Breu!

Auf dem Kitzbüheler Horn sagt der Österreicher Harald Maier den Bergspezialisten wie Beat Breu und Acacio da Silva (Portugal) den kampf an. "Ich möchte gewinnen, weil in Kitzbühel muß wieder einmal ein Österreicher vorne sein." Maier, als Gemse zu einigen Spitzenplätzen bei den Profis geklettert, kennt die Stärke von Breu (zweimal Sieger am Kitzbüheler Horn, Streckenrekordhalter, Sieger der Tour de Suisse 1981) und Da Silva (Sieger im Bergpreis der Tour de Suisse) genau. "Aber ich komme wieder in Form, das gibt mir Selbstvertrauen." Weitere starke Fahrer in dem Rekordfeld (mehr als 200 Nennungen) sind Nikki Rüttimann, der Glocknerkönig aus der Schweiz, Bernhard Woodtli, Helmut Wechselberger ist noch gemeldet, dürfte aber wegen seiner Erkrankung fehlen.

Breu und Rüttimann kletterten im Rekordtempo zum Sieg! Breu in Rekordzeit am Horn!

Schweizer Radfestival auf dem Kitzbüheler Horn - und Rekorde, Rekorde! Profi Beat Breu verbesserte seinen eigenen, im Vorjahr aufgestellten Streckenrekord auf dem 7,5 km langen Anstieg auf 29:01 Minuten, am Nachmittag gewann dann Glocknerkönig Nikki Rüttimann mit neuem Rekord das Einzelzeitfahren. In Abwesenheit von Helmut Wechselberger (er hielt sich die ganze Woche zur Durchuntersuchung in einer Innsbrucker Klinik auf) beherrschten die Schweizer Radrennfahrer das Bergrennen aufs Kitzbüheler Horn: am Vormittag Supersieg von Beat Breu mit Rekordzeit, am Nachmittag beim Zeitfahren dann dreifacher Schweizer Triumph: Rüttimann vor Woodtli und Breu. Der österreichische Profi Harald Maier kam nie in die Nähe einer Siegeschance - am Vormittag mit zweieinhalb Minuten Rückstand Fünfter, aber vor Da Silva, am Nachmittag mit 1:18 Rückstand Sechster.

Tolle Form, ausgezeichnete Saisonergebnisse bis dahin, und meine Hoffnungen trügen nicht: ich schlage einige ganz ausgezeichnete Bergfahrer und komme in einer persönlichen Bestzeit von 36:57 ins Ziel, habe meinen eigenen Rekord um zweieinhalb Minuten damit verbessert. Die Qualifikation fürs Zeitfahren verpasse ich wieder um zwei Plätze, diesmal aber trauere ich dem Zeitfahren nach, da würde ich mich auch gerne mal hochwuchten.

    1. Beat Breu (CH, Cilo-Aufina)                               29:01

    2. Bernhard Woodtli (CH, Bleiker-Gerber)                     30:11

    3. Heinrich Egger (RC Union Hagebank Innsbruck)              30:41

   36. Robert Bartonek (AUT, ÖAMTC Lugitsch-Gniebing)            36:57

ZF: 1. Nikki Rüttimann (CH)                                       9:03

    2. Bernhard Woodtli (CH, Bleiker-Gerber)                      9:38

    3. Beat Breu (CH, Cilo-Aufina)                               10:07

 

Gerhard Zadrobilek, hier beim Franz-Stocher-Abschiedsrennen in Purkersdorf 2005

1984 

Dreimal Breu - aber nun wollen Wechselberger und Zadrobilek ran! Zwei Österreicher gegen den Rest der Welt! Helmut Wechselberger und unser Radprofi Gerhard Zadrobilek sagen beim heutigen Bergrennen auf das Kitzbüheler Horn den besten Kletterern der Welt den Kampf an. Amateure und Profis - einer überstrahlt sie alle: Beat Breu, Streckenrekordhalter am Horn, Sieger 1981, 82, 83... Für Wechselberger ("Hoffentlich habe ich die klimatische Umstellung verkraftet") ist es das erste Rennen nach den Olympischen Spielen - Gerhard Zadrobilek wiederum unterbricht seine Rennserie in Italien, um nur ja am Kitzbüheler Horn (Start 9.45 Uhr) dabei zu sein. Die Palette der Gegner reicht heute von Nikki Rüttimann, dem Glocknerkönig des Vorjahres, der heuer bei der Tour de France so großartig gefahren ist, über Da Silva, Woodtli, Ludek Kubias bis hin zum ungekrönten König des Kitzbüheler Horns: der Schweizer Beat Breu, in den letzten 3 Jahren jeweils Erster am Horn, Streckenrekordhalter mit 29:01 Minuten, holt zum vierten Streich aus...

Schweizer Gemse Breu bleibt Horn-Kaiser - Zadrobilek Dritter! Die 29-Minuten-Schallmauer beim Kitzbüheler-Horn-Bergrennen bleibt weiter aufrecht. Hornkaiser Beat Breu, Radprofi aus der Schweiz, reichte gestern eine Zeit von 30:32 zum vierten Sieg en suite. Es war dies die langsamste Siegerzeit seit 1980 (Baronchelli in 30:41). "Man kann nicht so einfach jedes Jahr einen neuen Rekord aufstelle", kommentierte Breu seine vierte Siegesfahrt am Kitzbüheler Horn, "ich habe heuer schon sehr viele Rennen bestritten und bin schon ein bißchen müde." Außerdem gab es zwei Gründe, die ein Fallen der Schallmauer gestern verhinderten: die kühle, naße Witterung, die auf der Fahrbahn einen glitschigen, gefährlichen Film zog. "Da konnte man nicht so antreten wie man wollte", so Breu. Und der Österreicher Gerhard Zadrobilek. Breu setzte sich zwar schon recht früh vom Feld ab, der Österreicher blieb ihm aber stets auf den Fersen. Zadrobilek, im Ziel nur 11 Sekunden hinter Breu, trauerte dem Sieg nach: "Wenn ich die Strecke gekannt hätte, vielleicht... Aber ich war das erste Mal bei diesem Rennen." Und der Österreicher hatte auch keine Möglichkeit, die Strecke zu studieren. Am Dienstag fuhr er noch ein 230-km-Straßenrennen bei Mailand und kam erst um 21 Uhr nach Kitzbühel. In letzter Minute nachgenannt hatte der Tiroler Helmut Wechselberger. Mit der für ihn freigebliebenen Startnummer 13 wurde Heli hinter dem Tschechen Camrda zweitbester Amateur. An die von ihm gehaltene, beste je am Horn gefahrene Amateur-Zeit aus dem Jahre 1981 (30:06) fuhr Wechselberger um 1:09 Minuten vorbei. Einen Rekord gab es aber doch: der Schweizer Bernhard Woodtli holte sich das Einzelzeitfahren in der Bestzeit von 9:52 Minuten.

Ein Super-Ergebnis! Trotz Nässe, Regen, Kälte und Nebel kann ich so starke Bergfahrer wie die Deutschen Neuwirth, Lex und Schwarzenbrunner, den Schweizer Profi Indergand sowie die beiden Tschechen Berka und Kubias klar distanzieren. Der ehemalige Horn-Sieger Anton Schöllberger liegt nur 19 Sekunden vor mir, Lammer und Pfleger sprinten mich auf den letzten 15 Metern ab. Meine persönliche Bestzeit verbessere ich abermals um zweieinhalb Minuten. Rang 22 und zwölftbester Österreicher sind eine absolute Klasseleistung - ohne Übertreibung! Mit meiner Zeit hätte ich das erste Horn-Rennen gewonnen, wäre in den ersten beiden Austragungen aufs Podest gefahren und häte bei der Premiere mit Steinmayr den damals stärksten Amateur Europas geschlagen! Erstmals bin ich auch am Nachmittag beim Zeitfahren dabei, aber da mir die extrem steilen Passagen nicht so liegen, leide ich da doppelt unter dem nassen Asphalt. Wenn ich aufstehe, rutsche ich durch, ich muß daher beinahe alles sitzend fahren, die Zeit von 11:15 reicht "nur" zum 35. Platz.

 

 

 

Gerhard Zadrobilek

    1. Beat Breu (CH, Cilo-Aufina)                               30:32

    2. Gerhard Zadrobilek (AUT, Team Atala-Campagnolo)           30:43

    3. Bernhard Woodtli (CH, Bleiker-Gerber)                     30:57

   22. Robert Bartonek (AUT, ÖAMTC Rinke St.Martin/Raab)         34:38

ZF: 1. Bernhard Woodtli (CH, Bleiker-Gerber)                      8:52

    2. Karel Camrda (CSSR)                                        8:56

    3. Gerhard Zadrobilek (AUT, Team Atala-Campagnolo)            9:07

   35. Robert Bartonek (AUT, ÖAMTC Rinke St.Martin/Raab)         11:15

Beat Breu vom Carrera-Team

1985

Für das open-Bergrennen auf das Kitzbüheler Horn haben neben den österreichischen Profis Zadrobilek und  Maier auch die italienischen Spitzenprofis Claudio Corti, Gianbattista Baronchelli sowie die Schweizer Breu und Woodtli genannt.

Der Berg, der Maier nicht mag - Zwei komplette (wenn auch zerlegte) Räder im Gepäck, das Auto vollgepfercht bis unters Dach, dazwischen irgendwo noch eine Schachtel Müesli - so ist Radprofi Harry Maier gestern nach Kitzbühel abgebraust. Der letzte Abstecher, bevor es dann zur WM nach Montebelluno geht. Zum vierten Mal quält er sich heute die 7,5 km langen Kehren zum Alpenhaus am Kitzbüheler Horn hinauf, als einer von 5 Profis. Einer von ihnen ist aber fast unschlagbar - der Schweizer Beat Breu. Vierfacher Sieger in Kitz, Streckenrekordhalter (29:01 Minuten) - auf dieser Steigung fast nicht zu biegen. "Das Kitzbüheler Horn mag mich nicht, glaub´ ich, sonst hätt´ ich doch schon einmal gewinnen müssen", ätzt Harry. Die bisherigen Plätze? 6, 2 und 4.

Breus fünfter Triumph! Der fünfte Sieg in Serie! Beat Breu regiert in Kitz! Wechselberger Vierter - kleiner Beat Breu kletterte wie ein Großer: wieder Sieg - Breu als Supergemse! Der kleine Schweizer Beat Breu war auch diesmal wieder er Größte auf dem Kitzbüheler Horn. Der Radprofi sicherte sich zum fünftenmal den Sieg beim Bergrennen auf den Hausberg von Kitzbühel. Bei drückender Hitze blieb der Eidgenosse bei diesem für Profis und Amateure offenen Rennen knapp über seinem eigenen Rekord. Mit einem überlegenen Sieg des Schweizers Beat Breu endete gestern das Bergrennen für Profis und Amateure auf das Kitzbüheler Horn. Der Eidgenosse gewann bei beiden Etappen überzeugend, das abschließende Zeitfahren mit einem Vorsprung von 20 Sekunden auf den besten österreichischen Profi, Harald Maier. Wechselberger wurde bester Amateur.

Das war der fünfte Streich! Der Schweizer Profi Beat Breu triumphierte gestern beim Open-Bergrennen aufs Kitzbüheler Horn bereits zum fünften Mal in Serie, wie im Vorjahr vor seinem Landsmann Bernhard Woodtli. Den Streckenrekord hat er zwar um eine halbe Minute verpaßt, daran war gestern aber die Gluthitze schuld. Bester Amateur: Helmut Wechselberger als Vierter. Am Vormittag Sieger des Bergrennens, nachmittags auch im Zeitfahren vorne, Gesamtsieg - wie im Vorjahr vor seinem Landsmann Woodtli. Bester Amateur auf Rang 4 Helmut Wechselberger, noch vor Profi Harry Maier. Der Vorjahrsdritte Gerhard Zadrobilek erhielt von seinem Stall heuer ebenso keine Starterlaubnis wie die beidne italienischen Profis Visentini und Baronchelli - die WM-Vorbereitung hat absoluten Vorrang. Fünf Profis kamen nach Kitzbühel, und drei von ihnen landeten auf dem Siegesstockerl. Der Schweizer Profi Beat Breu ist am Horn einfach nicht zu schlagen. Auch bei seinem sechsten Antreten feierte der Bergspezialist im ersten Teilstück (ab Höglern) bis zum Alpenhaus den fünften Sieg und verwies seinen Landsmann Bernhard Woodtli auf den zweiten Platz. Rang 3 für Vizeweltmeister Claudio Corti, der stärkste Amateur, Helmut Wechselberger aus Tirol, landete mit nur 2 Sekunden Rückstand auf Platz 4. Der Sieger des ersten Teilstücks der 15. Auflage des traditionellen Kitzbüheler-Horn-Bergrennens war ein alter Bekannter. Beat Breu aus der Schweiz, der seit 1982 den Rekord für die 7,5 km lange Strecke zum Alpenhaus in 1670 m Seehöhe hält, war auf diesem Abschnitt auch heuer der Schnellste. Mit 29:31 verpaßte er die Bestmarke um genau 30 Sekunden.

Bei drückender Hitze legten die Favoriten Breu, Woodtli, Corti, Wechselberger, der österreichische Profi Harry Maier sowie Antonio Bevilacqua aus Italien und die Amateure Arno Küttel aus der Schweiz und Josef Holzmann aus Deutschland vom Start weg ein hohes Tempo vor. Bereits nach rund einem Kilometer attackierte Breu und konnte sich rund 70 Meter absetzen. Er hielt kosntant seinen Vorsprung, verteidigte ihn während der gesamten Strecke, konnte ihn sogar noch auf den letzten Kehren zum 1670 m hoch gelegenen Alpenhaus ausbauen. Für einen neuen Streckenrekord reichte es diesmal nicht, der Schwiezer blieb genau 30 Sekunden über seiner 1983 aufgestellten Bestmarke von 29:01 Minuten. Spannend der Kampf um Platz 3: der Italiener  Claudio Corti konnte sich knapp mit 2 Sekunden vor Wechselberger durchsetzen. Breu und Alpencup-Sieger Bernhard Woodtli waren zusammen mit Vize-Weltmeister Claudio Corti die Animatoren dieses Rennens. Mit dem hohen Anfangstempo der Kletterspezialisten konnte nur noch Helmut Wechselberger mithalten. Mit dauernden Attacken zermürbten die beiden Schweizer Leichtgewichte ihre Gegner. Auf der zwischen 12 und 16 % steilen Strecke setzte sich schließlich Breu souverän durch. "Angesichts der großen Hitze kann ich mit meiner Leistung sehr zufrieden sien", meinte der "Hornkönig" nachher. Hinter Woodtli gab es einen spannenden Kampf um Platz 3. Bei seiner Aufholjagd hatte Wechselberger im Ziel schließlich nur noch 2 Sekunden Rückstand auf Claudio Corti. "Ich hatte bei Halbzeit starke Rückenschmerzen und habe mich erst gegen Ende wieder erholt. Da ich kein reiner Bergspezialist bin, ist meine Leistung gar nicht so schlecht", meinte Wechselberger im Ziel, der auch bester Amateur und bester Österreicher war.

Die Überraschung lieferte der Lienzer Ullrich Mattersberger. Der Osttiroler, der auch als Berg- und Marathonläufer bekannt ist, landete an 10. Stelle. Enttäuschend das österreichische Trumpf-As Harry Maier: nur Platz 7, und auch der beste Amateur, Helmut Wechselberger, zeigte ihm das Hinterrad. Der Tiroler rollte als Vierter durchs Ziel, immerhin um einen Rang besser als im Vorjahr.

Wieder Breu! Im zweiten Teil des Kitzbüheler-Horn-Bergrennens, im Zeitfahren über 2,3 km der 40 zeitschnellsten Fahrer der ersten Etappe vom Alpenhaus auf den 2000 m hoch gelegenen Gipfel des Horns, bewies Beat Breu erneut seine Vormachtstellung. Auch dieses Teilstück wurde eine Beute von "Supergemse" Breu. Er legte die Strecke in 9:35 Minuten zurück und distanzierte damit den sensationell fahrenden Österreicher Harry Maier um 20. Sekunden. Helmut Wechselberger wurde in diesem Teilstück Sechster.

In diesem Jahr konnte ich wieder eine ausgezeichnete Leistung bieten, die Affenhitze setzte auch mir sehr zu, ich verpaßte meine persönliche Bestzeit aus dem Vorjahr nur um 20 Sekunden. Mit Platz 23 aber wieder ein Ergebnis mitten in der Weltklasse, ich habe die niederländischen Elitefahrer Bob Rijkenberg, Ewald Tenhagen, Pierre Duin und Geert van Dam geschlagen, sowie auch den Tschechen Vladimir Berka. Der niederländische Profi Frans Maassen lag nur 20 Sekunden vor mir. Zum zweitenmal qualifizierte ich mich für das nachmittägige Zeitfahren, dort aber bringe ich dann die Beine nicht mehr rum, bin völlig leer und quäle mich dementsprechend die steilen Kehren hoch. Da die Straße unglaublich schmal ist, gibt es auch in den Kehren keine flacheren Passagen, das bricht mir endgültig das Genick. Meine Vorjahrszeit verfehle ich um über eine Minute ganz klar.             

 

 

Claudio Corti heute

    1. Beat Breu (CH, Cilo-Aufina)                               29:31

    2. Bernhard Woodtli (CH, Bleiker-Gerber-Campagnolo)          30:03

    3. Claudio Corti (I, Supermercati Brianzoli)                 30:42

   23. Robert Bartonek (AUT, ÖAMTC Rinke St.Martin/Raab)         34:58

ZF: 1. Beat Breu (CH, Cilo-Aufina)                                9:35

    2. Harald Maier (AUT, Supermercati Brianzoli)                 9:55

    3. Claudio Corti (I, Supermercati Brianzoli)                 10:02

   38. Robert Bartonek (AUT, ÖAMTC Rinke St.Martin/Raab)         12:26

Harald Maier

1986

Am Freitag, 15. August (Mariä Himmelfahrt) wird in Kitzbühel wieder Spitzenradsport geboten. Die Straße auf das 1998 m hoch gelegene Horn ist Schauplatz des internationalen Horn-Radrennens, das traditionsgemäß für Profis und Amateure ausgeschrieben ist. Entsprechend das Starterfeld: so hat der Dominator der letzten Jahre, der fünffache Horn-Sieger Beat Breu aus der Schweiz, sein Kommen zugesichert. Seine schärfsten Konkurrenten aus dem Profilager sind die Italiener Claudio Corti und Mario Becchia sowie der Österreicher Harry Maier. Aus dem Feld der rund 200 Amateure ragt mit dem Tiroler Helmut Wechselberger der Sieger der heurigen Österreich-Rundfahrt heraus. Der neutralisierte Start wird um 9.45 Uhr in der Innenstadt vorgenommen, richtig los geht es dann um 10 Uhr bei der Walsenbach-Brücke. Die erste Etappe führt über 7,5 km (Steigung bis zu 16 %) zum 1669 m hoch gelegenen Alpenhaus. Die Bestzeit hält der seit 1981 am Horn ungeschlagene Beat Breu mit 29:01 Minuten. Der zweite Abschnitt, ein Einzelzeitfahren der stärksten 40 Fahrer der ersten Etappe, führt über 2,3 km zum Gipfelhaus, beginnt um 13.30 Uhr.

Wieder rauf aufs Horn - alle jagen Beat Breu! 16 Prozent Steigung - die große Kletterei! Alle jagen Beat Breu! Der kleine Schweizer Bergfloh, schon fünffacher Sieger beim klassischen Kitzbüheler-Horn-Bergrennen, der auf dieser Strecke auch alle Rekorde hält, ist der Mann, den es heute zu schlagen gilt. Einer der Herausforderer ist der Österreicher Harry Maier.  Heute ab 9.45 Uhr klettern sie wieder von Kitzbühel rauf aufs Horn, 7,5 km lang, Steigungen bis zu 16 %. Und die stärksten 40 kämpfen dann am Nachmittag auf den 2,5 km vom Alpenhaus zum Gipfelhaus in einem Zeitfahren um den Sieg. Favorit? Wie all die Jahre der Schweizer Beat Breu, der aber in der Tour de France viel von seinen einstigen Kletterqualitäten vermissen ließ. Und Gegner hat Breu viele: unseren Harald Maier, den Italiener Mario Becchia, dann den jugoslawischen Glocknerkönig Jure Pavlic und den Schweizer Bergmeister Daniel Lanz. Österreichs Amateur-Kletterer kommen auch, die großen Stars aber, wie Heli Wechselberger, fehlen - sie sind ja schon in Amerika.

Sechster Streich der "Gemse" Breu? Zwar nicht bis zum Himmel, aber doch hoch hinaus wollen über 200 Radler heute, am Feiertag Mariä Himmelfahrt. Profis und Amateure nehmen ab 9.45 Uhr die erste Etappe des 16. internationalen Kitzbüheler-Horn-Bergrennens in Angriff. Wer sich auf der 7,5-km-Strecke mit bis zu 16 % Steigung zum Alpenhaus unter den ersten 40 plazieren kann, kämpft schließlich bei einem Einzelzeitfahren bis zum Gipfelhaus um den Gesamtsieg. Der Favorit heißt, wie schon in den letzten Jahren, Beat Breu: der Schweizer gewann fünfmal in Serie am Horn und hält auch den Rekord beim Alpenhaus (29:01). Österreichs Hoffnungen trägt Profi Harry Maier. Zwei angekündigte Stars werden leider nicht kommen: der Italiener Mario Becchia zog seine Nennung zurück, der Holländer Hennie Kuiper gab keine Zusage.

Beat Breu siegt vor Harry Maier! Bergfloh siegte abermals! Harry Maier nur von Breu besiegt - zum sechsten Mal Breu! Zweiter Rang für Maier! Schweizer Breu ist auf Horn-Sieg schon abonniert - 6. Sieg des Profis! Das halbe Dutzend ist voll: der Schweizer Profi Beat Breu holte sich zum sechsten Mal in ununterbrochener Reihenfolge die erste Etappe des für Amateure und Profis offenen Kitzbüheler-Horn-Bergrennens. Der 29jährige Profi aus St.Gallen in der Schweiz legte die 7,5 km lange Strecke von der Walsenbach-Brücke zum Alpenhaus in 28:53 Minuten zurück und verbesserte damit seinen eigenen, seit 1983 bestehenden Streckenrekord um 8 Sekunden! Ganz im Zeichen des Schweizer Profis Beat Breu stand auch die 16. Auflage des Kitzbüheler-Horn-Bergrennens: er sicherte sich die erste Etappe auf der Alpenstraße hinauf zum Alpenhaus in 1670 m Seehöhe mit neuer Rekordzeit von 28:53 Minuten. Damit verbesserte er seinen eigenen Rekord um 8 Sekunden. Das Kitzbüheler Horn bleibt also der "Hausberg" des Schweizers Beat Breu. Der kleine Radprofi siegte auch gestern, es war sein sechster Erfolg. Breu holte sich den Sieg in beiden Etappen, fixierte auf dem ersten Teilstück mit 28:53 neuen Streckenrekord und verwies Harry Maier (30:46) auf den zweiten Rang. Der kleine Beat Breu war wieder einmal der Größte. Der Schwiezer Bergspezialist war wieder nicht zu schlagen. Breu, der sich bereits zum sechsten Mal als Sieger feiern lassen durfte, verbesserte seinen eigenen Rekord um 8 Sekunden und war dann auch im Zeitfahren vom Alpenhaus zum Gipfelhaus (2,3 km) der Schnellste. Daß auch die heimischen Zuschauer auf ihre Rechnung kamen, dafür sorgte Harry Maier. Der steirische Profi belegte mit 1:53 Minuten Rückstand Platz 2 vor dem überraschend starken deutschen Amateur Axel Schäfer aus Feuerbach  (2:21 Minuten zurück). Gegen den Schweizer Kletterspezialistne Beat Breu hatte Harry Maier keine Chance. Harry landete an 2. Stelle, als bester Amateur belegte Axel Schäfer aus der BRD den 3. Platz. Mit 30:46 Minuten lag Maier deutlich zurück an 2. Stelle. Die Überraschung der ersten Etappe war aber der deutsche Amateur Axel Schäfer aus Feuerbach, der die Strecke in 31:14 schaffte und damit Profi Daniel Lanz aus der Schweiz (31:38) auf den vierten Platz verwies. Der Glocknerkönig, der Jugoslawe Jure Pavlic, mußte sich in 32:10 mit Platz 5 begnügen. Der Schweizer Profi Beat Breu schaffte den sechsten Erfolg beim siebenten Antreten - bei der Premiere 1980 wurde er 50.! - mit einem klassischen Start-Ziel-Sieg. Bereits nach wenigen hundert Metern löste er sich vom Feld, nach rund 2 km konnten auch Harry Maier und der Jugoslawe Jure Pavlic das hohe Tempo des Schweizers nicht mehr halten. Breu. "Harry Maier war eine Zeitlang noch bei mir, aber nach der Fahrt durch den Wald kam ein flaches Stück, da habe ich alle Verfolger abschütteln können." Breu stürmte dann in einem einsamen Lauf den Gipfel. Erst etwa einen Kilometer vor dem Ziel ging Breu auf Rekordjagd. Von Rennleiter Reinhold Weichselbraun über die gute Zwischenzeit informiert, setzte er zu einem gewaltigen Endspurt an. "Als ich hörte, daß ich meinen eigenen Rekord brechen könnte, da habe ich noch einmal Auftrieb bekommen. Die Solofahrt war ausschlaggebend für den neuen Rekord, weil ich dadurch ein gleichmäßiges Tempo fahren konnte", begründete Breu die neue Bestzeit. Harry Maier: "Mir liegen die Straßenrennen wesentlich besser, Beat Breu ist ein Spezialist für den Berg." Der hoch eingeschätzte Jugoslawe Jure Pavlic, der bie der heurigen Österreich-Rundfahrt Glocknerkönig wurde, konnte nur bis zur Hälfte mithalten und fiel dann auf den 5. Rang zurück. Herausragend die Leistung zweier Tiroler: Heinrich Egger vom RC Union Hagebank Innsbruck landete an 8. Stelle, der Lienzer Ullrich Mattersberger, der auch als Bergläufer immer wieder in den Siegerlisten aufscheint, schaffte den 10. Rang. Für eine schöne Leistung aus Tiroler Sicht sorgte Heinrich Egger: mit tollen 33:01 Minuten belegte er als bester österreichischer Amateur Rang 8! Die erste Etappe des Horn-Rennens, die liegt der "Gemse" Beat Breu besonders gut: "Auf das Horn-Rennen freue ich mich immer schon das ganze Jahr", versicherte der "König" der Alpenstraße aufs Kitzbüheler Horn. Breu: "Ich habe ein eigenes Rad, das ich mir extra für das Hornrennen jedes Jahr zugelegt habe. Mit dem fahre ich ausschließlich diese Veranstaltung." Breu war dann auch im anschließenden Einzelzeitfahren bis zum Gipfel (2,3 km) nicht mehr zu halten: traurig war Breu darüber, daß sein Landsmann Bernhard Woodtli seine Karriere beendet hat: "Wir haben uns immer gegenseitig am Berg zu Höchstleistungen angespornt, aber er mußte seine Karriere beenden, weil sein Knie kaputt war." URC-Hagebank-Funktionär Harald Baumann Jr. lud seine Schützlinge auf der Fahrt zum Horn-Rennen in St.Johann/Tirol aus: "Damit sich Klausner und die anderen schon warmfahren können." Alfred Soder z.B. schaffte das erste Teilstück in wirklich guten 33:17 Min.!

Der Schweizer Beat Breu ist nun, nach insgesamt 6 Siegen am Kitzbüheler Horn, zweifellos der "König" des Horns. Sein heuriger Sieg war der erste große Erfolg, der dem 29jährigen Profi in diesem Jahr gelang. Beat Breu: "Ich war nicht von vornherein auf einen Rekord aus. Dann aber lief es sehr gut. Ich habe diesen Erfolg auch wirklich dringend gebraucht, denn heuer, da hatte ich eine ganz schlechte Saison." Wird ihm, dem Seriensieger vom Horn, der jährliche Sieg nicht schon langweilig? Breu: "Aber nein, gewinnen ist ja niemals langweilig." Der österreichische Profi Harry Maier, von Breu am Horn klar geschlagen, gratulierte dem Sieger, denn von Berggemse Breu am Horn geschlagen zu werden, ist keine Schande. "Also, ich war mit meiner Leistung am Kitzbüheler Horn durchaus zufrieden.." Und eines ist ihm klar: "Bei einem Straßenrennen hätte ich Breu sicher geschlagen. Daß ich hinter ihm den zweiten Gesamtrang geschafft habe, zeigt mir, daß ich in Form bin." Jugoslawien-Trainer Franc Hvasti war mit der Leistung des Glocknerkönigs Jure Pavlic nicht unzufrieden. "Jure wurde am Nachmittag Zweiter, das war sehr gut."

Wieder eine ausgezeichnete Zeit am Horn, ich kenne die Strecke jetzt schon sehr gut, so gut, daß ich auch mit einer schwächeren Tagesform mich drüberretten kann. Wegen des neuen Streckenrekordes von Breu habe ich einen Rückstand von 7 Minuten aufgerissen, das ist natürlich ganz schön viel, genaugenommen eine Minute pro Kilometer. Dennoch: auf diesem schweren Anstieg mit den großen Zeitabständen der ausgezeichnete 23. Rang, und im Zeitfahren bin ich auch wieder dabei. Aber am Nachmittag ist bei mir die Luft draußen, die Strapazen am Vormittag sind zu groß, und da fahre ich voll am Limit, sodaß am Nachmittag der Speicher leer ist. Was das ganze noch unglaublich erschwert: oben am Alpenhaus kann man sich weder ausrollen noch warmfahren, man rollt ein Stück den Berg runter und fährt dann das Steilstück rauf, zum Aufwärmen auch nicht ideal. Bleibt nur Aufwärmen auf der Rolle. Alles aber nicht gerade optimal.

Beat Breu

    1. Beat Breu (CH, Cilo-Aufina)                               28:53

    2. Harald Maier (AUT, Supermercati Brianzoli)                30:46

    3. Axel Schäfer (BRD, SpVgg Feuerbach)                       31:14

   23. Robert Bartonek (AUT, ÖAMTC Rinke St.Martin/Raab)         36:05

ZF: 1. Beat Breu (CH, Carrera-Vagabond)                           9:33

    2. Jure Pavlic (YUG, Carrera-Vagabond)                        9:49

    3. Harald Maier (AUT, Supermercati Brianzoli)                 9:54

   41. Robert Bartonek (AUT, ÖAMTC Rinke St. Martin/Raab)        12:23

 

Vorn am Horn (von Erich Zott in "Pedal" Nr. 7, Sep/Okt 1986)

Seit 16 Jahren gibt es das Rennen aufs Kitzbüheler Horn. Seit 16 Jahren brennt die Sonne auf die Rundrücken der Radgemsen. Und Petrus hat seine Freude daran.

Ich bin seit Jahren dem Hornfieber erlegen. Das faszinierende Bergrennen lockt mich wie ein Magnet nach Kitzbühel - und so wird es auch in Zukunft bleiben. Nachdem ich nur über Dinge schreibe, die mir selbst in die Knochen fuhren, bestreite ich mein persönliches Rennen auf dem Hausberg. Immer am Tag nach dem offiziellen Rennen, wenn die Start- und Ziellinien frisch sind und wie Grenzbalken das Unmögliche vom Möglichen trennen.

Wenn die weißen Kilometermarkierungen des Organisators Reinhold Weichselbraun über Sein und Nichtsein entscheiden, lerne ich die Gefühle der Rennfahrer hautnah kennen. Unter normalen Umständen fahre ich gerne gegen Berge, denn sie sind wahnsinnig gerecht. Nach gebotener Leistung belohnen sie dich mit malerischer Landschaft und zünftigen Talfahrten. Das Kitzbüheler Horn aber ist nicht normal. Es ist eine böse Schlange und ich beginne, sie mit jeder Serpentine zu hassen.

Ich fühle, wie sich in den steilen Rampen mein Hintern vom Rückgrat losreißt, wie dieses bergige Untier mir die Muskeln lähmt. Meinen Armen entweicht jede Kraft, und ich bin mir nicht mehr bewußt, daß die Hände, die den Rennlenker umkrampfen, mir gehören. Wenn ich aus dem Sattel gehe, stürzen Unmengen von Schweiß über mich hinweg und hinterlassen einen ätzenden Salzsee in meinen Augenwinkeln. Mich fröstelt bei 26 Grad und ich verspüre Schmerzen im Magen, in der Leber und der Nierengegend. Im Hirn hämmert es monoton warum... warum... warum.

Durch die verschmierten Brillengläser sehe ich die ersten rotkarierten Wandervögel den Berg belagern, sie habne ein müdes Lächeln für mich und meinen Kult. Das Hinterrad dreht sich durch, ich reiße am Pedal, rette mich in die nächste Kurve. Der Redakteur, der tritt halt schwer, denke ich und leiste mir das erste Lächeln.

Das Alpenhaus rückt immer näher und meine Gedanken servieren mir krügelweise das Belohnungsbier. Das Fleckvieh wirft mir fragende Blicke zu und kämpft mit den lästigen Fliegen, ich krampfe mich auf den lästigen Berg und trete zum Finale an. Geschafft. Glücksgefühl und eine totale Hochachtung vor allen, die am Vortag im Renntempo das Kitzbüheler Horn niedermähten.

Beat Breu ist der absolute Dominator dieser Kurvenorgie. Sechs Siege feierte er in luftiger Höh´  und übertrifft dabei immer seine Bestzeiten. Lucien van Impe, die belgische Gemse, setzte Jahre vorher dem Kampf zwischen Amateur und Profi die Glanzlichter auf. Helden sind sie alle. Da gibt es Oldies aus Edelstahl und der athletische Bierführer aus Rosenheim hat den Berg sogar gerne, er holt sich immer seinen Pokal.

Da gibt es den Rallyeguru Walter Röhrl, der aus Konditionsgründen dabie ist. Im blauweiß-bayrischen Trikot, mit Audi-Power und Überlebenswillen. Eigentlich ist er für einen Bergspezialisten viel zu lang geraten, aber er beißt sich durch. Als Kontrast dazu die kleine Karin Pichler vom Veranstalterklub Kneissl-Tirol. Sie ist wieder dabei und mir noch zwei Pedalladies.

Die Sonne glüht sie nieder, die letzten Freuden des Radsports und Unmengen von Zuschauern schwitzen mit. Mütter, Freundinnen, Ehefrauen laufen als Betreuerinnen neben ihren Helden. Töchter halten zu ihren Vätern, mehr als an anderen Tagen und die unmöglichste Belohnung gibt es für die vierzig Besten. Anstatt sie in ein Sanatorium für überdehnte Wirbelsäulen zu schicken, dürfen sie am Nachmittag (wo wir alle schon beim Bier sitzen), wenn die Hitze bereits unerträglich geworden ist, das hochkarätige Teilstück (teilweise 22 %) in Angriff nehmen. Im Einzelzeitfahren, weil nebeneinander zu wenig Platz  ist auf dem Silberstreif nach oben.

Triathleten, Leichtathleten, Langläufer, Masochisten, Touristen und hart Gesottene schwitzen ihre Seelen in den Asphalt. Immer mehr Bergspezialisten kommen zum Rennen, die breite Masse bleibt fern, wer einmal resigniert, fällt für´s nächste Jahr aus, egal, ob Amateur oder Profi.

Der Kampf gegen die Uhr und gegen den Berg endet für viele oft in den Armen der unermüdlichen Sanitäter. Die rührige Schwester Oberin behandelt mit kalten Kompressen und mütterlichen Worten und überdies hat sie stets genug Sauerstoff im Zelt. Keiner kommt an ihr vorbei. Harry Maier nach 9:54 Minuten, Beat Breu bereits nach 9:33 Minuten, der jugoslawische Glocknerkönig Jure Pavlic benötigte 9:49 Minuten. Die Bestzeit am Vormittag über 7,5 km gehört einem "völlig Verrückten", wie Maier Beat Breu nannte, mit 28:53 Minuten setzte er neue Maßstäbe. Diese Richtzeit wird im nächsten Jahr als Herausforderung über dem wolkenlosen Himmel des Horns hängen und ich werde wieder an der Schönheit der Bergwelt zweifeln.

1987  mit Anfahrt über insgesamt 68,2 km

Beat Breu will siebenten Sieg aufs Horn! Sechsmal hat er schon gewonnen, heuer strebt er seinen siebenten Sieg an: Beat Breu, der Schweizer Kletterer ist am Wochenende wieder Favorit beim für Profis und Amateure offenen Kitzbüheler-Horn-Bergrennen. Seine schärfsten Rivalen werden der Vorjahrsdritte Axel Schäfer (BRD) und Österreichs zweifacher Bergmeister Helmut Wechselberger sein. Weitere Prominente in Kitzbühel: Österreichs Profi Paul Popp und der Italiener Luciano Loro, der die Tour de France als 15.  knapp hinter Gerhard Zadrobilek beendet hatte. Zadrobilek übrigens fehlt ebenso wie Harald Maier. Der Schwedizer Beat Breu jedenfalls ist der große Favorit. Sechs Siege en suite und Streckenrekord beweisen, daß dem 30jährigen St.Gallener die Strecke liegt. Diesmal gilt es aber, vorher eine 62-km-Schleife durch den Raum Kitzbühel zu drehen. Daher bringt Breu mit seinem Landsmann Werner Stutz einen Domestiken mit. Die Konkurrenz - allen voran Tirols Aushängeschild Helmut Wechselberger - will alles daransetzen, einen siebenten Breu-Erfolg zu verhindern. Für Breu heißt es heute: zu zweit gegen alle.

Breus siebenter Triumph! Beat Breu - wer sonst? Der 30jährige Schweizer Radprofi sicherte sich die 16. Auflage des offenen Kitzbüheler-Horn-Bergrennens mit 38 Sekunden Vorsprung auf den Profi Luciano Loro und 1:02 Minuten vor Josef Holzmann aus München. Vor dem Tiroler Helmut Wechselberger (1:48 zurück) landete noch Herbert Seidl vom ARBÖ Bosch-Linz an der 4. Stelle. Beat Breu feierte damit den siebenten Erfolg in Serie! Selbst im nunmehrigen Kitzbüheler-Horn-Bergrennen "mit Anlauf" - erstmals drehten die Profis sowie die A/B-Amateure eine 62 km lange Runde durch den Bezirk Kitzbühel - war Breu nicht zu schlagen. Der Dominator der letzten sechs Jahre war über die neue Austragungsformel nicht sehr glücklich, weil sie ihn als Bergspezialisten benachteiligte. "Man sollte das Horn-Rennen als reines Bergrennen beibehalten", meinte Breu vor dem Start. Die Schleife wurde von Rennleiter Reinhold Weichselbraun auf Wunsch von Bundestrainer Karol Madaj eingebaut - allerdings glänzte dieser mit dem überwiegenden Teil der österreichischen Spitzenfahrer durch Abwesenheit. Das Feld bog nach 1:20 Stunden Fahrtzeit dann geschlossen zum 12-16prozentigen Anstieg auf das Horn ein. Schon nach einem Kilometer hatte sich die Spreu vom Weizen getrennt: der St.Gallener zog unwiderstehlich davon, lediglich Wechselberger, Loro, Holzmann, Jens Zemke (BRD) und Seidl konnten halbwegs das Tempo des Spitzenreiters halten. Bei km 3,5  - etwa der Hälfte des Aufstiegs - betrug der Vorsprung Breus bereits gut 100 Meter. Zu diesem Zeitpunkt war auch schon die Reihung des späteren Zieleinlaufs gegeben: Breu vor Loro, Holzmann, Seidl und Wechselberger. Wegen bitterer Kälte, schauerartigem Regen und dicken Nebelschwaden wurde das nachmittägige Zeitfahren zum Gipfel hinunter verlegt, Start war auf der Goinger Alm, Ziel wieder, wie schon am Vormittag, beim Alpenhaus. Breu gewann abermals, diesmal vor Wechselberger und Loro. Tirols Aushängeschild Helmut Wechselberger, der sich für das Horn-Rennen sehr viel vorgenommen hatte, mußte einem beschwerlichen Vortag Tribut zollen. Mit Bernhard Rassinger hatte er in Neunkirchen die Österreichische Paarmeisterschaft gewonnen. Zudem war er 900 km mit dem Auto unterwegs gewesen und erst nach Mitternacht in Kitzbühel eingetroffen. Diese Anstrengungen waren dem Tiroler zuviel.

Die Anfahrt war mein Tod. Über 60 km im Höllentempo und strömenden Regen, bei großer Kälte und starkem Wind waren mein Untergang. Als wir Kitzbühel erreicht haben und zur Horn-Straße eingebogen sind, war ich am Ende. Der Regen hat aufgehört, der Nebel ist rausgekrochen, die Luftfeuchtigkeit war unglaublich hoch und es ist schwül geworden. Ich habe kaum Luft bekommen und mich von Anfang an nur den Berg hochgeschleppt. Nur irgendwie ins Ziel kommen, das war mein einziger Gedanke. Dennoch bin ich am Alpenhaus als 23. eingetroffen, die Plazierung war nicht so schlecht, aber durch die Strapazen der Anfahrt war der Anstieg dann dreimal so schwer geworden. Die Anfahrt war so schnell, daß der Siegerschnitt mit 27,5 km/h außergewöhnlich hoch war, die reine Auffahrtszeit war selbst bei Breu weit über 30 Minuten gelegen. Das war zwar zu erwarten gewesen, aber die Zeitabstände zwischen den einzelnen Fahrern waren auch viel größer - daher noch Platz 23 mit mehr als 9 Minuten Rückstand. Natürlich war ich auch beim Zeitfahren dabei, aber wegen des schlechten Wetters und einiger Murenabgänge über die schmale Gipfelstraße mußte das Zeitfahren nach unten verlegt werden, und so sind wir die letzten zweieinhalb Kilometer des Vormittagrennens gefahren, mit dabei natürlich das Steilstück einen Kilometer vor dem Ziel. Für mich aber kein Vorteil, ich habe mich wiederum nur hochgeschleppt. Ein normales Fahren war mir gar nicht mehr möglich. Ich selbst habe die Variante mit der Anfahrt als absurden Schwachsinn empfunden, der Charakter und die Atmosphäre des Horn-Rennens gehen dabei völlig verloren. Und Bundestrainer Madaj hinten reinzukriechen, fand ich auch nicht in Ordnung. Der hat die Streckenänderung übrigens nicht honoriert, das Rennen weiterhin nicht beachtet.

    1. Beat Breu (CH, Helvetia - La Suisse)                    1:53:17

    2. Luciano Loro (I, Del Tongo-Colnago)                     1:53:55

    3. Josef Holzmann (BRD, RSC Amway Germering)               1:54:19

   23. Robert Bartonek (AUT, ÖAMTC Rinke St.Martin/Raab)       2:02:39

ZF: 1. Beat Breu (CH, Helvetia - La Suisse)                       7:15

    2. Helmut Wechselberger (AUT, RC Union Look Trailer)          7:26

    3. Luciano Loro (I, Del Tongo-Colnago)                        7:26

Helmut Wechselberger

1988 

Heli Wechselberger müde - Achter Sieg in Serie für Beat Breu! Der Steirer Gerhard Höltschl war am Horn die Sensation! Achter Sieg für Beat Breu - der Schweizer Radprofi hat das Kitzbüheler Horn schier gepachtet, holte sich gestern sowohl Bergrennen als auch Einzelzeitfahren in souveräner Manier. Enttäuschend Lokalmatador Helmut Wechselberger, dem vom Österreicher Gerhard Höltschl (Trantura St.Gallen) die Show gestohlen wurde. Beat Breu - wer sonst? Das Kitzbüheler Horn "gehört" dem Schweizer. Auch diesmal - bei der 18. Auflage des selektiven Bergrennens - hatte Breu keinen Gegner, fuhr mit einem Vorsprung von 37 Sekunden auf den Tschechoslowaken Karel Camrda seinen achten Gesamtsieg in Folge heraus. Breu gewann sowohl die 7,5-km-Fahrt zum Alpenhaus als auch am Nachmittag das 2,5-km-Zeitfahren von der Goinger Alm zum Alpenhaus. Beide Male ließ er Camrda knapp hinter sich. Und die Österreicher? Helmut Wechselberger kam beim Zeitfahren auf Rang 3 (27 Sekunden hinter Breu), in der Gesamtwertung reichte es nur für Platz 10. "Ich spürte die Strapazen eines 260-km-Straßenrennens vom Sonntag", entschuldigte der Tiroler Profi seine schwächere Leistung. Beim Rennen mit Massenstart mit mehr als 2 Minuten Rückstand auf einen souveränen Sieger Beat Breu nur als 12. im Ziel, im Zeitfahren mit 27 Sekunden Rückstand dann aber Dritter. Beat Breu, die Gemse aus St.Gallen in der Ostschweiz, gewann beide Bewerbe und konnte nur vom Querfeldein-Weltmeister Karel Camrda (CSSR) etwas gefordert werden. Der Steirer Gerhard Höltschl war aber die Sensation, landete als bester Österreicher mit 1:28 Minuten Rückstand auf Rang 4.

An die 200 Fahrer nahmen die 7,5-km-Strecke zum Alpenhaus  in Angriff. Reinhold Weichselbraun gelang es auch heuer wieder, starke Bergspezialisten an den Start zu bringen. Erneut schlug der Favorit zu und Beat Breu lancierte nun schon zum achten Mal den Sieg in Folge. Allerdings fiel des dem "Horn-König" schwer wie nie, denn der heurige Amateur-Querfeldeinweltmeister Karel Camrda fightete bis zum letzten Meter mit. Gleich nach dem Start beginnt ein starker Gewitterregen und wie aus Kübeln geschüttelt prasselt der wolkenbruchartige Niederschlag hernieder. Das kann aber die Asse nicht bremsen und ein forsches Tempo wird vorgelegt. Als erster attackiert dann Breu. In der Folge zerfällt die Spitze und nur Jens Zemke kann folgen, fällt aber später wieder zurück. Dagegen dreht Camrda auf, erreicht Breu und fordert diesen. Kehre um Kehre kämpfen sich beide hoch. Im Steilstück einen Kilometer vor dem Ziel erhofft man sich eine Vorentscheidung, aber die beiden Spitzenreiter überwachen sich. Der 31jährige Schweizer "Horn-König" ist dann routiniert genug, in der vorletzten Kehre, knapp 200 Meter vor dem Ziel, durch einen Sprint einen entscheidenden Vorsprung zu gewinnen. Am Alpenhaus überraschen des weiteren die beiden Deutschen Axel Schäfer (Betzingen) und Carli Spiess (Germering), die mit 42 Sekunden Rückstand die nächsten Plätze einnehmen. Das anschließende Bergzeitfahrne der 40 Zeitschnellsten von der Goinger Alm zum Alpenhaus über 2,5 km endet ohne Überraschung: Breu vor Camrda, Wechselberger, Schäfer und Zemke lautete die Reihenfolge auf den vorderen Plätzen.

Im Regen tue ich mir weit schwerer als erwartet, finde in dem steilen Anstieg auch nie meinen Rhythmus und somit ist es vom ersten Tritt an eine furchtbare Quälerei. Die Zeit von genau 38 Minuten ist viel zu langsam, um ins Zeitfahren am Nachmittag zu kommen, das übrigens wegen des schlechten Wetters und dichten Nebels wiederum von der Goinger Alm zum Alpenhaus gefahren wird. Vielleicht hat auch das schwere Bergrennen von Schaan nach Oberplanken (Schweiz) drei Tage vorher zuviel Substanz gekostet, das war nämlich bis zu 22 % steil. Alles in allem nicht mein Tag, Schwamm drüber, auf ein Neues im nächsten Jahr!

    1. Beat Breu (CH, Domex-Weinmann)                            30:21

    2. Karel Camrda (CSSR)                                       30:22

    3. Axel Schäfer (BRD, TSV Betzingen)                         31:04

   52. Robert Bartonek (AUT, ÖAMTC Rinke St.Martin/Raab)         38:00

ZF: 1. Beat Breu (CH, Domex-Weinmann)                             7:53

    2. Karel Camrda (CSSR)                                        8:19

    3. Helmut Wechselberger (AUT, Malvor-Bottecchia)              8:20

1989 

Breus neunter Sieg in Folge! Zahlreiche Radsportfreunde säumten die Bergstrecke aufs Kitzbüheler Horn und erlebten bei herrlichen Wetterbedingungen einsatzfreudige Rennfahrer, doch am Ende die gleiche Plazierung wie im Vorjahr. Kein Nervenspiel ging diesmal der St.Gallener Beat Breu ein. Der Tour-de-Suisse-Gewinner setzte sich schon bald vom Feld ab und gewann am Vormittag ebenso souverän wie das angehängte Zeitfahren am Nachmittag, jeweils vor dem Tschechen Karel Camrda und Axel Schäfer. Die Frage nach dem Sieger erübrigte sich eigentlich. Beat Breu, der 33jährige St.Gallener, sicherte sich seinen neunten Sieg in Folge. Und dahinter wie im Vorjahr der Tscheche Karel Camrda und der Württemberger Axel Schäfer. Die Überraschung aus Tiroler Sicht lieferte der 22jährige Alfred Soder an 5. Stelle und der Lienzer Senior Ullrich Mattersberger (35) an 7. Position. Man muß in der Chronik der Veranstaltung schon weit zurückblättern, um eine derartige Spitzenposition eines Tirolers zu finden. "Für mich ist dies bisher der größte Erfolg", freute sich dann auch Alfred Soder, der für den URC Hagebank Innsbruck startet. Nachmittags bewies er beim  Zeitfahren zum Gipfelhaus mit 19 % Steigung als Fünfter erneut, daß er groß in Form ist. Im übrigen standen schließlich die ersten sechs Fahrer des Massenstart-Rennens beim Zeitfahren an genau gleicher Position. Auf und davon - so lautete diesmal die Marschrichtung von Beat Breu und heraus kam am Alpenhaus überhaupt die bisher drittschnellste Zeit. "Diesmal wollte ich eben kein Nervenspiel eingehen", sagte der neunfache Seriensieger, denn im Vorjahr konnte er sich erst auf den letzten Metern Karel Camrda, den Querfeldein-Weltmeister der Amateure von 1988, vom Leib halten. Neuerlich durfte sich Organisationsleiter Reinhold Weichselbraun über das Bombenwetter freuen, denn über 300 Starter deuteten erneut an, daß die Herausforderung am Kitzbüheler Horn gefragter ist denn je. Und mit Bravour bewältigte wohl jeder der Teilnehmer die Bergpassagen bei einem Profil von 12 bis 16 % Steigung.

Die Anfahrt ist Gottseidank wieder passé, das Hornrennen hat seinen ursprünglichen Charakter wiedergefunden. Dennoch muß ich mich diesmal sehr quälen, es läuft nicht wie erhofft, die Leistung reicht nicht mal aus, um ins Zeitfahr-Finale zu kommen. Trotz aller Quälerei finde ich nie richtig Tritt und Rhythmus, muß mit der Steigung mehr kämpfen als mir lieb ist. Ich kann zwar den guten deutschen Bergfahrer Carli Spieß um eine Minute distanzieren, aber das war´s dann auch schon. Und der hatte wahrscheinlich auch einen rabenschwarzen Tag.

Beat Breu

    1. Beat Breu (CH, Domex-Weinmann)                            29:11

    2. Karel Camrda (CSSR)                                       30:18

    3. Axel Schäfer (BRD, TSV Betzingen)                         31:06

   56. Robert Bartonek (AUT, ÖAMTC Rinke St.Martin/Raab)         37:31

ZF: 1. Beat Breu (CH, Domex-Weinmann)                             9:39

    2. Karel Camrda (CSSR)                                       10:03

    3. Axel Schäfer (BRD, TSV Betzingen)                         10:12

Roman Kreuziger unterschreibt 1992 einen Profivertrag bei Navigare in Italien, hier (links) mit Sohn Roman 2009

1990 

Das Kitzbüheler-Horn-Rennen wird wieder ohne Profis ausgetragen! Warum starten Profis und Amateure nicht mehr gemeinsam? Der Veranstalter Reinhold Weichselbraun erhielt vom Sponsor Verkehrsverband Kitzbühel die Order, das Bergrennen in Zukunft nur mehr für Amateure auszuschreiben, da die Unkosten für die Profis zu hoch sind. Daher gibt es schon 1990 kein Open-Rennen mehr. Nach dem Horn-Rennen 1989 war aber doch der Auftrag da, für das 20. Hornrennen wieder Profis einzuladen. Leider war der Termin bei der UCI trotz Bemühen umsonst. Weichselbraun wollte aber dem König des Kitzbüheler Horns, Beat Breu, die Chance geben, einen zehnten Sieg zu erringen, daher lud er einige Profis ein. Da aber laut Reglement Amateure und Profis nicht mehr zusammen starten dürfen, hat er sich entschlossen, um die Radsportfreunde nicht zu enttäuschen, die Profis nur zum Zeitvergleich starten zu lassen. Für sie war daher kein Rennen ausgeschrieben.

Wieder setzte sich der Schweizer Beat Breu, 34, aus St.Gallen, knapp im Sprint vor dem Tschechen Karel Camrda durch. Da er mit 30:09 die schnellste Zeit des Tages fuhr, gilt er als der "Sieger" des heurigen Horn-Rennens. Das Amateurrennen entschied der Exil-Tscheche Roman Kreuziger für sich.

Um es gleich vorwegzunehmen: es regnet, ist, und bei naßer Straße fahre ich mein bestes Rennen am Horn. Mitten in die Weltspitze rein, Platz 16, meine persönliche Bestzeit aus dem Jahr 1984 verbessere ich heute, 6 Jahre später, um 26 Sekunden. Rang 10 verfehle ich nur um 50 Sekunden, schlage dabei immerhin solche Kaliber wie Alois Sinzinger, Roman Bioly (BRD), Reichold, Scharnreiter, Feger, Margreiter, Politsch (gar um mehr als 3 Minuten), Thomas Mayrhofer um 4 Minuten. Natürlich bin ich für das Zeitfahren am Nachmittag qualifiziert, doch da verzichte ich auf einen Start, es steht der Berg-Weltcup in Trento unmittelbevor bevor, da möchte ich mich nicht unnötig belasten.

 

 

 

Profi1. Beat Breu (CH, Domex-Weinmann)                            30:09

     2. Karel Camrda (CSSR, Cikli Tabor)                          30:11

     3. Josef Holzmann (BRD, Team Stuttgart)                      30:52

Amat.1. Roman Kreuziger (CSSR, ARBÖ Prime Wien)                   30:28

     2. Walter Bonca (YUG, ARBÖ Bosch-Küchen Mattighofen)         31:31

     3. Pavel Camrda (CSSR, Cikli Tabor)                          31:43

    16. Robert Bartonek (AUT, ÖAMTC FC Donald St. Ruprecht/Raab)  34:12

ZF:  1. Beat Breu (CH, Domex-Weinmann)                             9:43

     2. Karel Camrda (CSSR, Cikli Tabor)                          10:10

     3. Josef Holzmann (BRD, Team Stuttgart)                      10:14

Amat.1. Roman Kreuziger (CSSR, ARBÖ Prime Wien)                    9:51

     2. Alfred Soder (AUT, RC Union Hagebank Innsbruck)           10:18

     3. Walter Bonca (YUG, ARBÖ Bösch-Küchen Mattighofen)         10:19

Zehnfacher Rekordsieger am Horn: der Schweizer Profi Beat Breu

1991

Erstmals sind keine Profis mehr dabei, die AB- und die C-Amateure starten gemeinsam, und mit dem Deutschen Bernhard Käser gewinnt zwar einer der Favoriten, er kann sich aber nur knapp gegen den Tschechen Martin Novak durchsetzen. Auf Platz 3 landet bereits mit Gerhard Streit der zukünftige Sieger am Horn.

Mit meiner Bestzeit aus dem Vorjahr wäre ich diesmal Neunter geworden! Leider verfehle ich diese Zeit um 3 Minuten ganz klar, aber ich bin wieder beim Zeitfahren dabei, zum fünften Mal habe ich mich qualifiziert´. Doch diesmal fahre ich hier die mit Abstand schwächste Zeit meiner Karriere, nämlich gar nur 13:18, werde damit 40. und Letzter. Das war auch nicht unbedingt das, was ich mir erhofft hatte. Aber wie jedes Jahr ist nach dem Vormittagsrennen die Luft draußen, dort oben kann ich mich nicht einfahren und aufwärmen, starte sozusagen kalt ins Zeitfahren, und bin regelmäßig schwächer als am Vormittag.

    1. Bernhard Käser (BRD, RSV Passau)                          30:58

    2. Martin Novak (CSSR, Cikli Tabor)                          31:08

    3. Gerhard Streit (AUT, ARBÖ Wiesbauer Trantura)             31:43

   37. Robert Bartonek (AUT, ÖAMTC FC Donald St. Ruprecht/Raab)  37:24

ZF: 1. Bernhard Käser (BRD, RSV Passau)                          10:00

    2. Martin Novak (CSSR, Cikli Tabor)                          10:05

    3. Gerhard Streit (AUT, ARBÖ Wiesbauer Trantura)             10:18

   40. Robert Bartonek (AUT, ÖAMTC FC Donald St.Ruprecht/Raab)   13:18

1992 

Alljährlich am 15. August wird vom Radsportverein Ford Schuler-Schwoich aus Kufstein das Bergrennen auf das Kitzbüheler Horn durchgeführt, heuer schon zum 22. Mal. Trotzdem es in Österreich an diesem Tag mehrere Rennen gab, kamen über 160 Bergfahrer aus ganz Österreich, Süddeutschland und der Ostschweiz nach Kitzbühel. Die Bergspezialisten aus der CSSR, die auch dieses Jahr gerne wieder gekommen wäre, durften laut ÖRV-Bestimmungen nicht starten. Das Hauptrennen war vom Start bis ins Ziel spannend, da in der Starterliste viele neue Namen aufschienen und niemand konnte voraussagen, wer der neue König am Kitzbüheler Horn werden wird. Gleich vom Start weg wurde aufs Tempo gedrückt, das Feld der Bergfahrer wurde immer länger. 15 Fahrer, darunter Schmuckerschlag, Kreidl, Streit, Dollinger, Mayrhofer, Traxl und Rindler bildeten nach 1 km die Spitze. Bei der Maut fiel dann die erste Entscheidung. Streit, Dollinger, Kreidl und Schmuckerschlag eroberten Meter um Meter. Bei Kilometer 4 bekamen Kreidl und Schmuckerschlag Schwierigkeiten. Mit dem Zick-Zack-Fahren gingen viele Meter verloren und Streit und Dollinger hatten bald einen Vorsprung von 150 Metern. 1000 Meter vor dem Ziel übernahm Dollinger die Führung und wollte durch Tempo seinen Gegner abschütteln. Doch Streit gab nicht nach, blieb am Hinterrad von Dollinger, zog in einer Kurve vorbei und machte noch mehr Tempo.Dollinger verlor nur 10 Meter, die er bis ins Ziel nicht mehr aufholen konnte und verlor letztlich das Horn-Rennen nur um eine Sekunde! Somit stand fest: neuer König am Kitzbüheler Horn ist Gerhard Streit. Das Bergzeitfahren vom Alpenhaus zum Gipfelhaus über 2,3 km mit einer Steigung von bis zu 19 % gewann wieder Streit vor Dollinger und Kreidl.

Was war das nur für eine Qual! Keine Form, da wird das Horn schier unbezwingbar. Wäre ich doch zuhause geblieben. So sehr mußte ich mich selten noch schinden. Es war nicht mein Tag heute, da geht man am besten raus und unter die Dusche. 9 Minuten Rückstand auf Streit sprechen eine klare Sprache. Erstmals keine Profis dabei, und auch sonst war das Rennen eher dürftig besetzt, und ich konnte absolut kein Kapital daraus schlagen.

    1. Gerhard Streit (AUT, ARBÖ Trantura St.Gallen)             30:51

    2. Helmut Dollinger (AUT, ÖAMTC Lustenau)                    30:52

    3. Gerhard Schmuckerschlag (AUT, ARBÖ Denzel PSK Wien)       31:18

   43. Robert Bartonek (AUT, ÖAMTC FC Donald St. Ruprecht/Raab)  40:09

ZF  1. Gerhard Streit (AUT, ARBÖ Trantura St.Gallen)

    2. Helmut Dollinger (AUT, ÖAMTC Lustenau)

    3. Thomas Kreidl (AUT, RC Union Hagebank Innsbruck)

1993 

Gerhard Streit wieder Sieger! Der ÖAMTC Radsportverein Ford Schuler aus Kufstein veranstaltete wie alle Jahre das Kitzbüheler-Horn-Bergrennen. Tourismus-Verband, Raiffeisenbank Kitzbühel und Herr Walter Reisch vom Alpenhaus Kitzbühel Horn übernahmen die Unkosten für diese große Radsportveranstaltung in Kitzbühel. Punkt 9.45 Uhr startete der Obmann des Tourismusverbandes Kitzbühel über 150 Rennfahrer zu diesem schweren Bergrennen. 1 Kilometer blieb das Feld geschlossen und es wurde auf gegenseitige Kontrolle gefahren. Bei der Mautstelle bildeten 8 Fahrer die Spitzengruppe (Ettenauer, Bauer, Huber, Streit, Spadinger, Mattersberger, Obwaller und Pickles. Bei km 3 setzten sich Streit, Bauer, Mattersberger und Ettenauer etwas ab. Im Bereich der Goinger Alm nach 18 Minuten Fahrtzeit attackierte Streit und konnte Bauer einige Meter abnehmen. Bauer fuhr wieder an Streit heran, Mattersberger verlor 20 Sekunden und weitere 20 Sekunden verloren Ettenauer und Schmuckerschlag. 1 km vor dem Ziel fuhr Schmuckerschlag an Ettenauer, Mattersberger und Bauer vorbei und konnte bis auf 14 Sekunden an Streit heranfahren. Gerhard Streit aus Thörl/Stmk gewann somit zum zweitenmal das Bergrennen auf das Kitzbüheler Horn. Der Juniorenfahrer Stefan Bauer, der für dieses Rennen vom Bundestrainer für die Hauptklasse freigegeben worden war, bewies seine Kletterfähigkeiten und wird in den Bergen noch für weitere gute Plazierungen sorgen.

Schwache Besetzung am Horn, nur wenige Deutsche, keine Schweizer am Start, ich qualifiziere mich in 39:45 mit dem 38. Rang noch knapp fürs Zeitfahren, aber ich verzichte dann auf einen Start. Die Form ist nicht gut genug, und wenn ich mich mit 39:45 fürs Zeitfahren qualifiziere, sagt das eigentlich schon alles über das Niveau des Rennens aus. Ich habe die gesamte Distanz über keinen Rhythmus gefunden, es waren Krampf und Qual pur. Man merkt eben, daß die Veranstaltung enorm zu kämpfen hat, keine Profis am Start, kein Fernsehen, keine Sponsoren, keine Resonanz, weniger Starter, der Niveauverlust ist die logische Folge. Ich sehe ganz schwere Zeiten für die Veranstaltung heranbrechen.

    1. Gerhard Streit (AUT, ARBÖ Sparkasse Thörl)                32:11

    2. Gerhard Schmuckerschlag (AUT, ARBÖ Denzel Wien)           32:25

    3. Stefan Bauer (AUT, LSV Kitzbühel)                         32:47

   38. Robert Bartonek (AUT, SC Tiroler Radler Bozen)            39:45

ZF: 1. Gerhard Streit (AUT, ARBÖ Sparkasse Thörl)                10:37

    2. Gerhard Schmuckerschlag (AUT, ARBÖ Denzel Wien)           10:38

    3. Josef Ettenauer (AUT, Union Mapei Traismauer)             10:48

1994 

Gerhard Streit´s dritter Streich! Zum dritten Mal in Serie gewann der für den SC Sport-Vasold Liezen startende Steirer Gerhard Streit in der Zeit von 30:56 Minuten das schon traditionelle Kitzbüheler-Horn-Bergrennen zum Alpenhaus. Gerhard Schmuckerschlag (ARBÖ Denzel Wien) verwies er mit 45 Sekunden Rückstand auf Platz 2, Dritter wurde Erich Hofrichter (Wüstenrot Salzburg) mit 1:09 Rückstand. Beste Frau war die für den RC Union St.Johann/Tirol fahrende Kirchbergerin Johanna Freysinger mit knapp 9 Minuten Rückstand auf Streit. Das Einzelzeitfahren über die 2,3-km-Distanz vom Alpenhaus zum Gipfel konnte der Steirer in 10:04 ebenfalls für sich entscheiden. Der Vorsprung auf den zweitplazierten Robert Spadinger (ARBÖ Wüstenrot Salzburg) betrug 28 Sekunden. Dritter am Horn-Gipfel war Schmuckerschlag, an diesem Rennen nahmen die 40 zeitbesten vom ersten Bewerb teil. Für den Sieger war es "von Anfang an ein gutes Rennen und nicht schwer". Vom Start weg ist er sein Tempo gefahren, ohne von der Verfolgergruppe Druck zu bekommen. Diese blieb durchwegs rund 30 Sekunden hinter ihm und konnte nicht aufholen. Ab 1995 soll das Horn-Rennen wieder an zusätzlichem Reiz gewinnen, weil wegen des geänderten Reglements wieder Profis starten dürfen.

Für positive Eindrücke sorgten aber auch Tiroler Radler. So wurde etwa der Kitzbüheler Toni Oberacher (Tony´s Pro-Shop) als Sieger der Hobbyklasse Gesamtsechster, eine halbe Minute dahinter kam Hans-Peter Feger (ÖAMTC Ford-Schuler) als Sieger der C-Klasse ins Ziel. Sensationell die Zeit der schnellsten Dame, Johanna Freysinger aus Kirchberg/Tirol (RV Lukaswirt Nill/St.Johann). 39:31 hatte bislang noch keine Dame geschafft.

Knapp vorbei ist auch daneben! Wieder die Qualifikation nicht geschafft, nur Rang 38, und die Zeit von 39:19 ist auch alles andere als gut. Wieder das übliche: kein Rhythmus, die Form ungenügend, Übersetzung zu hart, gleich am Limit, keine Reserven. Auf den Nenner gebracht: zu schwach fürs Horn!

    1. Gerhard Streit (AUT, SC Sport-Vasold Liezen)              30:56

    2. Gerhard Schmuckerschlag (AUT, ARBÖ Denzel Wien)           31:41

    3. Erich Hofrichter (AUT, ARBÖ Wüstenrot Salzburg)           32:05

   38. Robert Bartonek (AUT, SC Tiroler Radler Bozen)            39:19

ZF: 1. Gerhard Streit (AUT, SC Sport-Vasold Liezen)              10:04

    2. Robert Spadinger (AUT, ARBÖ Wüstenrot Salzburg)           10:32

    3. Gerhard Schmuckerschlag (AUT, ARBÖ Denzel Wien)           10:39

1995

Rad-Elite geht Kitzbüheler Horn auch heuer wieder aus dem Weg! Tiroler Bergklassiker in Zukunft nur noch ein Hobbyrennen! Keine 20 Elitefahrer wagen heute den Gipfelsturm auf das Kitzbüheler Horn! Österreichs Radstars haben vor dem schweren Tiroler Bergklassiker einen so großen Bammel, daß der Verband seit Jahren am gleichen Tag ein Cuprennen auf  "flachem Terrain" ansetzt. Damit dürfte für Gerhard Streit der Weg zum 4. Sieg frei sein. Österreichs Radkalender ist arm an Prestigeveranstaltungen. Da ist es kurios, daß man Klassiker wie das Kitzbüheler Horn verblühen läßt. Das Duell zwischen Steinmayr und Van Impe in den 70ern, die Zweikämpfe zwischen Heli Wechselberger und Beat Breu in den 80er bleiben unvergessen. Doch in den 90ern verlor der Tiroler Klassiker viel an Flair. Erstens wurde es für Veranstalter Reinhold Weichselbraun immer schwieriger, die finanziellen Mittel aufzutreiben, um bekannte Profis in Kitzbühel an den Start zu bringen. "Man nannte mich den Totengräber, weil ich keine Profis holte. Ich mußte mich aber auch nach der Decke strecken." Zweitens fehlen seit Jahren in der heimischen Radszene die großen Bergspezialisten, die österreichischen Topfahrer gingen dem Horn immer mehr aus dem Weg. Und das ist auch heute der Fall: keine 20 Elitefahrer stellen sich der 7,3 km langen Tortur auf das Horn. Damit ist der dreifache Sieger Gerhard Streit aus der Steiermark einsamer Favorit. Die Zukunft? Weichselbraun, der nach 25 Jahren an seinen Sohn Christian übergibt, denkt an ein Hobbyrennen für Mountainbiker...

Am 15.August wurde zum 25. Mal das Bergrennen vom RV ÖAMTC Ford-Schuler Kufstein von Kitzbühel auf das Kitzbüheler Horn bei Nebel und Regen durchgeführt. Über 100 Bergfahrer aus dem In- und Ausland wurden vom Obmann des Tourismusverbandes Kitzbühel, Herrn S. Bartenstein, in das schwere 7,5 km lange Bergrennen geschickt. Gleich vom Start an wurde von den Favoriten Tempo gemacht. Schon bei der Maut nach ca. 2,5 km übernahm der junge Stefan Bauer aus Kitzbühel vor dem Vorjahrssieger und steirischen Bergspezialisten Gerhard Streit die Führung und baute diese auf ca. 100 Meter aus. Feger, Nachbargauer, Spadinger und Raffeiner bildeten die Verfolgergruppe. Seite an Seite kämpften sich Streit und Bauer zum Ziel empor. Im Sprint gewann Streit vor Bauer. Den dritten Platz belegte Spadinger vor Raffeiner und Feger. Das anschließende Zeitfahren vom Alpenhaus zum Gipfel des Kitzbüheler Horns über 2,3 km gewann Bauer vor Streit und Spadinger.

Kitzbüheler Stefan Bauer erst im Sprint geschlagen: Streit holt vierten Horn-Sieg! 25. Kitzbüheler-Horn-Rennen: über 100 Fahrer starteten beim Jubiläum! Strömender Regen und dichter Nebel gestern beim 25. Radrennen aufs Kitzbüheler Horn - die Bergspezialisten fanden beim Jubiläum dennoch ohne Probleme auf den Gipfel: der Steirer Gerhard Streit besiegte erst im Sprint den Kitzbüheler Stefan Bauer. Österreichs Rad-Elite läßt das Kitzbüheler Horn zwar links liegen, das legendäre Tiroler Bergrennen übt aber nach wie vor eine große Faszination aus. Über 100 Kletterspezialisten wagten gestern den Gipfelsturm. Das schlechte Wetter ließ die Favoriten vom ersten Meter aufs Tempo drücken. Der junge Kitzbüheler Stefan Bauer übernahm schon nach 2 km bei der Mautstelle die Führung. Nur der dreifache Sieger Gerhard Streit konnte mit dem Lokalmatador mitgehen, der Rest des Feldes mußte abreißen lassen. Bauer und Streit bauten den Vorsprung rasch auf 100 Meter aus und kämpften sich Seite an Seite ins Ziel. Im Sprint setzte sich der Routinier aus der Steiermark nach 31:10 Minuten knapp durch und verhinderte den ersten Tiroler Sieg seit Wolfgang Steinmayr 1976. Der Streckenrekord des Schweizer Profis Beat Breu (28:53) blieb unangetastet. Stefan Bauer gelang im anschließenden Zeitfahren vom Alpenhaus zum Gipfelhaus die Revanche - der Kitzbüheler gewann mit 2 Sekunden Vorsprung auf Streit.

Seinen vierten Sieg in Folge holte sich der Steirer Gerhard Streit beim 25. Radrennen auf das Kitzbüheler Horn im Sprint vor dem Kitzbüheler Stefan Bauer. Das gestrige Rennen war das letzte in der Ära von Organisationsleiter Reinhold Weichselbraun, er übergibt an seinen Sohn. Die Zukunftsaussichten für den einstigen Klassiker sind aber wenig rosig. Statt an die tollen Rennen Anfang der 80er Jahre anzuschließen, könnte es vielleicht bald nur noch ein lokales Hobbyrennen geben.

Die Atmosphäre ist verschwunden, das Flair ebenfalls. Eine traurige Stimmung, man spürt den Niedergang förmlich. Es sollte auch das letzte Rennen seiner Art sein. 25 Austragungen organisierte Weichselbraun, 1995 starb das Horn-Rennen mit dem vierten Sieg von Gerhard Streit. Ich hatte im Nebel und Regen wenig Motivation, ungenügende Form und konnte den Rhythmus nicht finden. Wie so oft am Horn. Und wie immer ist die Zeit dann gleich um Minuten hinter der persönlichen Bestzeit zurück. Wie diesmal auch. Zu meiner Entschuldigung: es ist ein allgemein langsames Rennen, keine Bestzeiten werden gefahren. Bezeichnend, daß erstmals ein Sprint über den Sieger entscheidet. Ich quäle mich zum Alpenhaus hinauf, am Schlußkilometer stehe ich förmlich und verliere noch einige Plätze. Schade um diesen Ausklang.

    1. Gerhard Streit (AUT, SC Sport-Vasold Liezen)              31:10

    2. Stefan Bauer (AUT, ARBÖ RV Kitzbühel)                     31:10

    3. Robert Spadinger (AUT, ARBÖ Wüstenrot Salzburg)           32:20

   43. Robert Bartonek (AUT, SC Tiroler Radler Bozen)            40:06

ZF: 1. Stefan Bauer (AUT, ARBÖ RV Kitzbühel)                     10:28

    2. Gerhard Streit (AUT, SC Sport-Vasold Liezen)              10:30

    3. Robert Spadinger (AUT, ARBÖ Wüstenrot Salzburg)           10:38

2006  Horn-Rennen wieder aus der Taufe gehoben!

Zum 25. Mal fand 1995 das traditionelle Bergrennen auf das Kitzbüheler Horn statt, seither Funkstille. Vor ein paar Jahren wurde der kurvige Anstieg von der Österreich-Rundfahrt entdeckt, und heuer, nach 12 Jahren Pause, war es dann endlich wiedre soweit. Der rührige, kleine Kitzbüheler Verein SV Kitzsport veranstaltet das "Internationale Kitzbüheler Horn-Bergrennen 2006" zum 1670 m hoch gelegenen Alpenhaus. Auf der Originalstrecke von früher nahmen 64 Fahrer das Rennen auf, die meisten in der Hobbyklasse, ganze 10 Elitefahrer "verirrten" sich nach Kitzbühel. Einsamer Start-Ziel-Sieger wurde der mehrfache Berg-Staatsmeister Hans-Peter Obwaller, der auch 1995 schon dabeigewesen war. Mit seiner Zeit von 29:33 bot er eine absolute Klasseleistung, an den Streckenrekord von Beat Breu kam er jedoch nicht heran.

Der Telfser Peter Nimmrichter (Hobby III) belegte in 34:54 in ausgezeichneten 5. Gesamtrang, Raimund Stanger (Radsport Stanger Kitzbühel) holte sich in 37:35 den Sieg in der Masterklasse. Was die Internationalität anging: 5 Deutsche und 1 Holländer waren im Starterfeld zu finden.

     1. Hans-Peter Obwaller (AUT, Team SWIAG-Teka)                29:33

     2. Andreas Ortner (AUT, Team SWIAG-Teka)                     32:37

     3. Richard Oberndorfer (AUT, Union Raiffeisen Mils)          32:54

Obwaller setzt sich schon am Start von seinen Konkurrenten ab.

Obwaller stürmt in 29:33 das Horn

Allein auf weiter Flur erreicht Obwaller das Alpenhaus in 1670 m Seehöhe

 

 

 

Hans-Peter Obwaller gewinnt das Bergrennen 2006

Das Siegertrio vom Kitzbüheler Horn 2006: Richard Oberndorfer (Mils, Dritter), Hans-Peter Obwaller (Sieger) und Andreas Ortner (BRD, beide TEKA-Swiag)

  2007  1. Andreas Ortner (AUT, ARBÖ Resch & Frisch Wels)          29:38

       2. Peter Schnorf (BRD)                                     31:47

       3. Thomas Frauenschuh (AUT, Team Steinbach-Bike)           32:01

Blick aufs Alpenhaus in 1670 m Seehöhe

 


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